Was ist Ihrer Meinung nach aktuell die größte Herausforderung im Baufinanzierungsgeschäft?
Die größte Herausforderung ist aus meiner Sicht nicht das Zinsniveau selbst, sondern die Unsicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher. Viele Menschen fragen sich: Kann ich mir Wohneigentum leisten? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? In einem solchen Umfeld gewinnen diejenigen Anbieter, die Orientierung, Geschwindigkeit und Verlässlichkeit bieten. Die Branche muss lernen, deutlich schneller auf Kundenbedürfnisse zu reagieren als bisher.
Wie lautet Ihre Antwort darauf, d. h. wie lauten Ihre Maßnahmen?
Erstens: radikale Vereinfachung der Baufinanzierung. Mit Instant-Baufi verkürzen wir die Baufi-Entscheidung von heute im Durchschnitt 10 Tagen auf wenige Minuten.
Zweitens: KI als Produktivitätsmotor. Unser KI-Assistent Robin unterstützt heute jeden Tag besser Berater und Vermittler auf unserer Plattform dabei, mehr Zeit mit Kunden und weniger Zeit mit administrativen Tätigkeiten zu verbringen.
Drittens: organisatorische Geschwindigkeit. Technologie allein reicht nicht. Unternehmen müssen ihre Strukturen so aufstellen, dass Innovationen schneller entwickelt, ausgerollt und skaliert werden können.
Meine Überzeugung ist: Die Gewinner der nächsten Jahre werden nicht die größten Anbieter sein, sondern die anpassungsfähigsten.
Verraten Sie etwas über sich, das wir bisher nicht wussten.
Mein Kindheitstraum war Ich wollte Dinge erfinden. Mein Vorbild war Adolar aus der gleichnamigen ungarischen Zeichentrickserie. Der baut ein aufblasbares Raumschiff in einem Geigenkasten und erfindet skurrile Apparate. Rückblickend hat sich daran eigentlich nichts geändert – heute erfinde ich gemeinsam mit hunderten Kolleginnen und Kollegen die Zukunft der Baufinanzierung.