Immobilienkäufer hatten große Hoffnungen auf die Leitzinssenkung der EZB gesetzt. Doch wider Erwarten steigen die Bauzinsen weiter. Die entscheidende Frage heißt jetzt: Kaufen oder warten?
- Im Juni hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen gesenkt.
- Die Bauzinsen sind seitdem jedoch nicht gefallen, sondern gestiegen.
- Experten erklären die Gründe dafür und prognostizieren, wie es mit den Hypothekenzinsen weitergeht.
Frankfurt. Es war ein Schritt, der lange herbeigesehnt worden war: Anfang Juni lockerte die Europäische Zentralbank erstmals seit knapp fünf Jahren die Zinsschraube wieder und senkte die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Viele Immobilienkäufer hatten diesen Moment herbeigesehnt, verbanden sie damit doch Hoffnungen auf deutlich günstigere Baufinanzierungskosten. Mehrere Wochen nach der eingeleiteten Zinswende müssen Interessenten jedoch feststellen, dass der erhoffte Effekt ausgeblieben ist.
Das Gegenteil ist sogar der Fall: Trotz der Leitzinssenkung sind die Bauzinsen zuletzt angestiegen. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Check24 liegt der sogenannte Bestzins für eine zehnjährige Sollzinsbindung aktuell bei 3,11 Prozent – im Januar hatte er noch 2,93 Prozent betragen. Warum ist das so? Und wie geht es am Markt nun weiter? Das sagen Experten zu den Aussichten auf dem Markt für Baufinanzierungen.