Versorgungssicherheit braucht mehr als Wind und Sonne

Advertorial Artikel aus dem Handelsblatt Journal Energiewirtschaft vom September 2026

Der Strombedarf steigt. Digitalisierung, KI und die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr treiben ihn. Zugleich wächst der Anspruch an eine resiliente Energieversorgung. Entscheidend ist daher nicht nur, wie wir mehr Strom erzeugen, sondern wie wir ihn jederzeit zuverlässig bereitstellen.

Dafür müssen Erneuerbare, flexible Erzeugung, Speicher und Netze zusammenspielen. Je höher der Anteil von Wind- und Solarstrom, desto wichtiger wird Flexibilität.

Erneuerbare brauchen flexible Partner

Batteriespeicher und flexible Gaskraftwerke erfüllen komplementäre Aufgaben: Batterien gleichen kurzfristige Schwankungen aus, flexible Kraftwerke stellen gesicherte Leistung über längere Zeiträume bereit. Beides wird in einem von Erneuerbaren geprägten Stromsystem gebraucht.

RWE investiert deshalb in diese Technologien. Bis 2031 wollen wir weltweit 11 Milliarden Euro in Speicher und Flexibilität investieren – insbesondere in Batteriespeicher und Gaskraftwerke. Wir können uns vorstellen, in Deutschland wasserstofffähige Gaskraftwerke mit einer Kapazität von drei Gigawatt zu bauen, die zur Versorgungssicherheit beitragen und den Ausbau der Erneuerbaren absichern.

Mit dem Stromversorgungsgesetz ist der Rahmen für den Zubau gesicherter Kapazitäten geschaffen. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Projekte und Investitionsbereitschaft sind vorhanden. Erhalten RWE-Projekte den Zuschlag, können wir zügig bauen. Langfristig wird sich flexible Erzeugung weiterentwickeln. Wasserstoff kann dabei eine wichtige Rolle spielen – als klimaneutraler Energieträger für Phasen, in denen Wind, Sonne und Batterien allein nicht ausreichen. Dafür braucht es Infrastruktur und einen wirtschaftlich tragfähigen Markt. Flexibilität gewinnt nicht nur in Deutschland an Bedeutung. Auch in Europa und den USA entstehen neue Kapazitäten, vor allem bei Wind und Solar, ergänzt um Batteriespeicher und flexible Gaskraftwerke. Die politischen Rahmenbedingungen unterscheiden sich, die physikalischen Anforderungen nicht.

Deshalb sollten wir Technologien nicht gegeneinander ausspielen. Entscheidend ist, wie Versorgungssicherheit effizient gewährleistet wird. Erneuerbare, Batteriespeicher, flexible Kraftwerke, Netze und Wasserstoff gehören zusammen.

Technologien sind verfügbar und entwickeln sich weiter, Investitionsbereitschaft ist vorhanden: Wir brauchen Tempo bei der Umsetzung und stabile, verlässliche Regeln. Vor allem aber brauchen wir einen unverstellten Blick auf das Energiesystem als Ganzes, seine Kosten und seine Potenziale. Daran sind Lösungen auszurichten, und zwar mit Entschlossenheit und Pragmatismus.

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Bis 2031 wollen wir weltweit 11 Milliarden Euro in Speicher und Flexibilität investieren.

Nikolaus ValeriusCEO, RWE Generation SE
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