Betriebliche Altersversorgung: Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze in der Auszahlungsphase für die Direktzusage
Unternehmen könnten erheblich davon profitieren, ihren Mitarbeitern eine attraktive Altersvorsorge anzubieten. Studien zeigen, dass eine gut gestaltete betriebliche Altersversorgung (bAV) die Mitarbeiterbindung erhöht und das Unternehmen für Talente attraktiver macht.1 In diesem Zusammenhang rückt die Auszahlungsphase zunehmend in den Fokus, insbesondere, weil rund 13 Millionen „Babyboomer“ in den nächsten 10 bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen.2 Dies stellt Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen, ihren Mitarbeitern eine attraktive und effiziente bAV anzubieten – insbesondere ein Angebot für die Zeit nach dem Renteneintritt.
Neue Herausforderungen
Eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen besteht in der Auszahlungsphase darin, das Bedürfnis der Mitarbeiter nach relativer Einkommenssicherheit zu berücksichtigen. Gleichzeitig ist es notwendig, längerfristig Renditen zu erzielen, um Faktoren wie Inflation und Langlebigkeitsrisiken abzudecken. Diese Entwicklung bedeutet für Arbeitgeber, in ihrem Angebot an die Mitarbeiter ausreichend Barmittel für das Einkommen nach dem Renteneintritt bereitstellen und gleichzeitig das Kapital erhalten zu müssen.
Unternehmen berücksichtigen dabei nicht nur die rechtlichen Anforderungen, sondern auch Aspekte auf sozialer und moralischer Grundlage. Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihre Mitarbeiter mit einer möglicherweise hohen ausgezahlten Summe bei Renteneintritt nicht alleine lassen. Sie suchen nach Möglichkeiten, ihnen kosteneffizient eine professionelle Geldanlage anzubieten.
Innovative Lösungsansätze
Aus Unternehmenssicht wäre eine einfach umsetzbare, flexible und kosteneffiziente Alternative erstrebenswert. Entscheidend ist dabei, die Merkmale von Ratenzahlungen darunter vor allem das regelmäßige Einkommen, mit Aspekten wie Liquidität, Flexibilität und niedrigen Kosten zu kombinieren.
Hier kommen börsengehandelte Indexfonds (Exchange-Traded Funds, kurz ETFs) ins Spiel. Dabei lassen sich zunächst Parallelen zur privaten Vorsorge, der dritten Säule der Altersvorsorge, ziehen. In ganz Europa und insbesondere in Deutschland übernehmen immer mehr Menschen die Verantwortung für ihr Vermögen: Sie werden von Sparern zu Anlegern. Dabei haben sie gezielt ihre Altersvorsorge im Blick. Aspekte wie die Anlagevielfalt, breite Risikostreuung durch hohe Diversifikation, einfacher Zugang sowie – nicht zu vergessen – geringe Kosten haben ETFs zu einer der wichtigsten Vorsorgemöglichkeiten gemacht. Und die ETF-Anleger werden voraussichtlich immer mehr: Laut einer Studie von extraETF wird die Zahl der monatlichen ETF-Sparpläne in Kontinentaleuropa bis 2028 auf 32 Millionen ansteigen, gegenüber 7,6 Millionen Ende September 2023. Davon entfallen allein 7,1 Millionen auf Deutschland als größten Markt.3
Diese zunehmende Beliebtheit und Akzeptanz in der Bevölkerung könnte ETFs aus Arbeitgebersicht auch für die bAV interessant machen. ETFs könnten eine relativ einfache und kostengünstige Möglichkeit bieten, langfristig Vermögen aufzubauen, während die Risiken durch die breite Streuung an Einzeltiteln überschaubar bleiben könnten.
Der Einsatz von iBonds in der bAV
Wie lassen sich aber im Ruhestand relative Einkommenssicherheit mit längerfristig stabilen Renditen vereinbaren? Und welche Alternativen gibt es, die Unternehmen im Rahmen der bAV ihren Mitarbeitern hinsichtlich Ratenzahlungen anbieten können – zum Beispiel statt der klassischen Einmalzahlung?
Einen innovativen Lösungsansatz bieten festverzinsliche Anleihen-ETFs mit festgelegter Fälligkeit, z.B. iShares iBonds. iBonds vereinen die Merkmale klassischer Anleihen, wie die Auszahlung eines Kupons und des Nominalbetrags bei Endfälligkeit, mit denen von ETFs. Sie ermöglichen einen einfachen Zugang zu einem breit gestreuten Anleihenportfolio. Zudem lassen sich „Anleiheleitern“ mit gestaffeltem Auszahlungsprofil bilden. Hierbei werden iBonds mit unterschiedlichen Fälligkeiten kombiniert, um regelmäßige zukünftige Zahlungsströme zu generieren. So könnte man beispielsweise iBonds mit Fälligkeiten 2026, 2027 und 2028 erwerben, um sicherzustellen, dass jedes Jahr ein Teil des Rentenkapitals freigesetzt wird.
Eine Ratenzahlungsmöglichkeit mit iBonds könnte daher für Kapitalerhalt durch die unterliegenden Anleihen sorgen und Jahr für Jahr ein stetiges Einkommen bieten. Gleichzeitig sind sie liquide und flexibel, falls sich die Pläne ändern oder man auf unvorhersehbare Geschehnisse reagieren muss, da iBonds börsentäglich gekauft und verkauft werden können. Zudem bieten iBonds die Möglichkeit Nachhaltigkeit in der Anlage zu berücksichtigen.
Insgesamt könnten Unternehmen ihren Mitarbeitern durch den Einsatz von Anleihen-ETFs wie iBonds eine flexible, transparente und kostengünstige Altersvorsorgelösung bieten. Diese könnte sowohl kurzfristige Einkommenssicherheit als auch langfristig stabile Renditen ermöglichen und kann so den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den Anforderungen des Unternehmens gleichermaßen gerecht werden.
Zusammenfassung
Die betriebliche Altersversorgung (bAV) wird immer komplexer, insbesondere, weil die zahlenmäßig starke Generation der „Babyboomer“ in den nächsten Jahren in den Ruhestand geht. Vor diesem Hintergrund stellt es für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar, kurzfristige Einkommenssicherheit und langfristige Renditen zu vereinbaren – erst recht, wenn man auch soziale und moralische Werte fördern möchte.
ETFs wie iShares iBonds könnten eine innovative und kosteneffiziente Lösung für Ratenzahlungen in der Auszahlungsphase bieten. Sie könnten es ermöglichen jährlich ein stabiles Einkommen zu bieten, und gleichzeitig das Kapital und die Liquidität zu erhalten.
Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen und sind nicht garantiert. Anleger erhalten den ursprünglich angelegten Betrag möglicherweise nicht zurück.
Quellen:
1) WTW: Betriebliche Altersversorgung 2024 – WTW, 3. Januar 2024.
2) Destatis, Statistisches Bundesamt: Babyboomer: 12,9 Millionen Erwerbspersonen erreichen in den nächsten 15 Jahren das gesetzliche Rentenalter – Statistisches Bundesamt, 4. August 2022.
3) extraETF: Der ETF-Sparplan-Markt in Kontinentaleuropa, 7. November 2024; Diversifikation und Vermögensaufteilung schützen möglicherweise nicht vollständig vor Marktrisiken.
4) Institut für Höhere Studien (IHS): IHS-Studie: Wirkung von nachhaltigen Investments in der betrieblichen Altersvorsorge | VBV-Betriebliche Altersvorsorge AG, 11.01.2021.
Risikohinweise
Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen und sind nicht garantiert. Anleger erhalten den ursprünglich angelegten Betrag möglicherweise nicht zurück.
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für aktuelle oder zukünftige Ergebnisse und sollte nicht der einzige Faktor sein, der bei der Auswahl eines Produkts oder einer Strategie berücksichtigt wird.
Änderungen der Wechselkurse zwischen Währungen können dazu führen, dass der Wert von Anlagen sinkt oder steigt. Bei Fonds mit höherer Volatilität können die Schwankungen besonders ausgeprägt sein, und der Wert einer Anlage kann plötzlich und erheblich fallen. Die Höhe und Grundlage der Besteuerung kann sich von Zeit zu Zeit ändern und hängt von den persönlichen Umständen ab.
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