Über das Sozialpartnermodell und die reine Beitragszusage wird viel gesprochen. Bisher haben sich vor allem Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, Politik und Fachmedien geäußert. Darüber, was sich für Unternehmen verändert oder darüber, welche neuen Möglichkeiten die reine Beitragszusage in der Verbreiterung der betrieblichen Altersversorgung eröffnet. Darüber, warum gerade für bislang un- oder unterversorgte Beschäftigte ein neuer Weg so wichtig ist. Was jedoch vergleichsweise wenig zu hören war, sind die Stimmen der Menschen, für deren Zukunft all das am Ende gedacht ist.
Was bedeutet es für Beschäftigte, wenn aus einem Vorsorgemodell konkrete Perspektiven für die eigene Zukunft werden? Und wie kann ein zunächst abstraktes Thema wie betriebliche Altersversorgung auf einmal persönlich werden?
Wir finden: Diese Perspektive – oder anders gesagt, der Mensch – muss stärker in die Diskussion gerückt werden. Deshalb möchten wir die Stimmen der Beschäftigten sichtbarer machen und den Menschen zuhören. Denn hier ist die reine Beitragszusage nicht einfach nur ein neues Modell in der Welt der bAV, sondern kann eine konkrete Veränderung für die persönliche Zukunft bedeuten.
„Das ist ein starkes Signal der Wertschätzung“
Wer diese Stimmen bereits in den Fokus gerückt hat, ist die AWO BV Unterfranken, die mit der Einführung der reinen Beitragszusage in Form der AWO-Rente eine Vorreiterrolle in der Gesundheitsbranche eingenommen hat. Was auffällt: Die Einführung der AWO-Rente wird vor allem als Zeichen wahrgenommen, dass der Arbeitgeber Verantwortung übernimmt und die Zukunft der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt.
„Das gibt mir ein gutes Gefühl für die Zukunft“
Aus einem zunächst abstrakten Thema wird damit etwas Persönliches. Es geht um Sicherheit, Perspektive und das gute Gefühl, dass die eigene Zukunft gesehen wird.
„Es ist schön zu sehen, dass hier nicht nur über Mitarbeiterbindung gesprochen wird, sondern auch gehandelt wird“
Mit diesen und mehr Eindrücken der Beschäftigten wird vor allem klar, wie groß das Signal ist, dass der Arbeitgeber langfristig denkt, einen aktiven Beitrag gegen Altersarmut leistet und tatsächlich ins Handeln kommt.
Genau damit sollten wir mit der reinen Beitragszusage in die Zukunft gehen. Denn ein Vorsorgemodell wird erst dann bedeutsam, wenn es bei den Menschen ankommt.