Programm
Tag 1: Die neue Ökonomie der Gesundheit
Begrüßung
Live Editorial
Hintergründe und Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen
Handelsblatt Gesundheitsredaktion und Tagesspiegel Background Redaktion
Eröffnungs-Keynote
Interview
mit der Handelsblatt Redaktion
Diskussionsrunde
Wer verliert zuerst – Beitragszahler, Versorgung oder Innovation?
GKV unter Druck: Wer finanziert die Lücke – und welche Kompromisse sind nötig, ohne Versorgung, Innovation und Beitragsstabilität gegeneinander auszuspielen?



Analyse
Erster Bericht der Finanz Kommission Gesundheit – Abwarten ist keine Option

Impuls
Warum das System Krankheit besser bezahlt als Gesundheit
Wie Prävention und Früherkennung bei chronischen Erkrankungen messbaren Nutzen stiften – und warum der ROI im Gesundheitswesen oft nicht dort ankommt, wo investiert wird.
Mittagessen & Networking
Panel
Kann Prävention profitabel werden?
Prävention spart langfristig Kosten – aber kurzfristig verdient fast niemand daran. Wie kommt man aus diesem Dilemma heraus?
Prävention gilt als gesundheitspolitischer Konsens – ökonomisch bleibt sie dennoch ein Randgeschäft. Warum investiert das System weiterhin stärker in Behandlung als in Vermeidung?
- Return & Verteilung: Wer investiert heute – und wie verhindern wir, dass der Return morgen im falschen Budget landet?
- Messbarkeit: Welche Kennzahlen machen Prävention finanzierungsfähig – medizinisch und ökonomisch – und wie misst man Wirkung im Versorgungsalltag?
- Mechanismen/Deals: Welche Vertrags- und Zahlungsmodelle würden Sie unterschreiben, damit Prävention skalieren kann (z. B. Co-Finanzierung, Shared Savings, mehrjährige Programme)?



Impuls
Prävention: Dos und Don‘ts aus rechtlicher Sicht

Fireside Chat
Medizinforschungsgesetz 2.0 – Tempo, Daten, Umsetzung
Die Diskussion um ein mögliches Medizinforschungsgesetz 2.0 gewinnt an Dynamik – eingebettet in weitergehende pharma- und innovationspolitische Reformüberlegungen. Im Kern geht es um die Fragen, wie klinische Forschung in Deutschland schneller, digitaler und datenbasierter werden kann, Das Medizinforschungsgesetz 1.0 adressiert bereits zentrale Hebel wie beschleunigte Genehmigungsverfahren, vereinfachte Strukturen für klinische Studien und einen besseren Zugang zu Gesundheitsdaten. Da viele Regelungen erst jüngst in Kraft getreten sind, stellt sich nun die Frage nach erster Wirkung und notwendigem Nachschärfen. Im Zentrum steht damit die Anschlussfrage: wo die Reformen bereits Wirkung entfaltet und wo praktische Hürden im Studien- und Versorgungsalltag bestehen bleiben?

Weiterer Speaker in Abstimmung
Panel
Zugelassen, aber nicht versorgt – warum scheitert der Weg in die Versorgung?
Das Gesundheitssystem ist innovationsfähig – aber nicht integrationsfähig.
Die entscheidende Frage ist: Liegt das Problem im Markt oder im Systemdesign?
- Warum endet Innovation häufig nach der Zulassung – und nicht in der Versorgung?
- Wo entstehen die entscheidenden Reibungsverluste: in Evidenz, Erstattung oder Implementierung?
- Welche Rolle spielen Anreize auf Seiten von Leistungserbringern, Kassen und Industrie?
- Wie kann ein konsistenter Pfad von Zulassung über Bewertung bis Versorgung gestaltet werden?
- Welche Balance braucht es zwischen Geschwindigkeit, Sicherheit und Systemstabilität?




Best Practice
Disruption unerwünscht? Wie neue Medizintechnologien an alten Strukturen scheitern
Kaltes Plasma steht beispielhaft für eine neue Generation medizinischer Technologien: wirksam, skalierbar und mit großem Potenzial für Patienten, Kliniken und das Gesundheitssystem. Gleichzeitig zeigt der Weg in die Erstattung, wie schwer sich bestehende Strukturen mit echten Innovationen tun – besonders dann, wenn sie nicht nur ein Produkt verbessern, sondern Versorgungslogiken verändern.

Networking Pause
Live Podcast
Visionäre der Gesundheit
Kann die deutsche Arztpraxis zur modernsten in Europa werden? Maximilian Waldmann will mit eterno das Betriebssystem für die ambulante Versorgung bauen – eine cloud- und KI-native Plattform, die den gesamten Patientenweg von Terminvergabe über Dokumentation bis zur Abrechnung integriert. Im Live-Mitschnitt von „Visionäre der Gesundheit“ spricht Inga Bergen mit ihm über die Vision hinter der jüngsten Wachstumsrunde, warum ein Großteil der Praxissoftware in Deutschland noch lokal statt in der Cloud läuft – und was sich ändern muss, damit Ärztinnen und Ärzte wieder Ärztinnen und Ärzte sein können.


Best Practice
Diagnostik als Effizienzhebel
Was frühe Diagnostik (inkl. KI-Assistenz) ökonomisch wirklich bringt: Vermeidung, Zieltherapie, Prozesskosten.
Wer kontrolliert die Intelligenz des Systems?
Kassen, Plattformen, Pharma und Big Tech – wer wird zur Infrastruktur medizinischer Entscheidungen?
- Werden Krankenkassen zu aktiven Daten- und Steuerungsplattformen?
- Ist die bestehende Gesundheitsinfrastruktur (z. B. gematik) schnell genug für KI-getriebene Systeme?
- Wer definiert künftig medizinische Realität: Arzt, KI oder Plattform?
- Entsteht europäische Souveränität im Gesundheitswesen – oder neue Abhängigkeit?
- Wird medizinisches Wissen demokratisiert oder durch Plattformlogiken neu konzentriert?




Tagesabschluss
Redaktionelle Bilanz Tag 1
Ende der Veranstaltung
Handelsblatt Health Networking Night
Tag 2: Zukunft der Steuerung
Begrüßung
Keynote
Von der Forschung zum Erfolg: Was Deutschland braucht, um aus exzellenter Wissenschaft weltklasse Gesundheitsunternehmen zu machen

Interview
Eröffnungs-Talk

Diskussionsrunde
Krankenhaus, Plattform oder KI – wo findet Versorgung 2035 statt?
Die Krankenhauslandschaft in Europa steht vor einer strukturellen Neuordnung: steigender Kostendruck, Fachkräftemangel, Digitalisierung und neue technologische Möglichkeiten verändern die Logik stationärer und ambulanter Versorgung grundlegend.
Im Zentrum steht die Frage, welche Organisationsform sich langfristig durchsetzt:
- klassisches Krankenhaus als Versorgungseinheit
- Plattformmodelle entlang integrierter Versorgungsketten
- KI-gestützte Entscheidungs- und Steuerungslogiken in Diagnostik und Therapie
Networking Pause
Impuls
Was passiert, wenn das Gesundheitssystem unter echten Krisendruck gerät?
- Wie abhängig ist Deutschland von China und Indien bei Arzneimitteln wirklich?
- Müssen wir Redundanzen finanzieren wie bei Energie oder Verteidigung?
- Ist maximale Effizienz ein strategischer Fehler?
- Wer priorisiert im Krisenfall?
- Braucht das Gesundheitswesen eine nationale Sicherheitslogik?
Diskussionsrunde
Gesundheitssystem im Krisenmodus – was darf Resilienz kosten?
Die Diskussion beleuchtet das Gesundheitssystem als Teil kritischer Infrastruktur im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Redundanz, Kostendruck und Vorsorge sowie nationaler Steuerung und globalen Abhängigkeiten.
Im Zentrum steht die Frage, ob „Resilienz“ aktuell strukturell ausreichend finanziert und organisatorisch verankert ist – oder ob sie im Krisenfall vor allem eine politische Erwartung bleibt, der die operative Realität nur begrenzt standhält.


Beirat beim Bundesministerium der Verteidigung
Fireside Chat
Gesundheitsversorgung im Krisenfall: Wie zivile und militärische Strukturen zusammenwirken

Fireside Chat
Fireside Chat
Zwischen Sparzwang und Krisenvorsorge: Wie resilient ist das deutsche Gesundheitssystem?
