Zwischen Kostendruck, Prävention und Resilienz
Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung verschärft sich weiter. Politische Maßnahmen zur Stabilisierung greifen zunehmend tief in Preise, Leistungen und Strukturen ein. Sie sichern kurzfristig die Funktionsfähigkeit des Systems, machen zugleich aber deutlich, wie eng die Spielräume für grundlegende Reformen geworden sind.
Vor diesem Hintergrund verändert sich die Perspektive auf das Gesundheitssystem. Gesundheit wird weniger als klassische Versorgungsaufgabe verstanden, sondern zunehmend als Frage ökonomischer Steuerung.
Prävention rückt dabei ins Zentrum als strukturelle Antwort auf steigende Kosten, demografische Verschiebungen und begrenzte Ressourcen.
Eng damit verbunden gewinnt die Frage der Resilienz an Gewicht. Sie beschreibt die Fähigkeit eines Systems, unter anhaltendem Druck stabil zu bleiben und sich gleichzeitig weiterzuentwickeln. Doch wie viel Stabilität verträgt ein System, das zugleich im Wandel stehen muss?
So entsteht ein Spannungsfeld zwischen kurzfristiger Stabilisierung und langfristiger Transformation.
Themenschwerpunkte:
Politische Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen zeigen, wie angespannt die Lage ist. Beitragserhöhungen, Ausgabenbegrenzungen und regulatorische Eingriffe sichern die Handlungsfähigkeit – verschieben aber strukturelle Probleme in die Zukunft.
- Steuerung über Preise, Budgets und Regulierung – wo liegen die Grenzen?
- Verteilungskonflikte zwischen Kassen, Leistungserbringern und Industrie
- Datenbasierte Steuerung von Ausgaben und Leistungen: neue Möglichkeiten, neue Abhängigkeiten
- Fachkräftemangel als Kostentreiber und Begrenzung von Steuerungsoptionen
Wie viel kurzfristige Steuerung verträgt ein System, ohne seine Zukunftsfähigkeit zu verlieren?
Prävention gilt als Schlüssel für ein nachhaltiges Gesundheitssystem – bleibt aber strukturell unterentwickelt. Finanzierung, Anreize und Versorgung sind weiterhin auf Behandlung ausgerichtet.
- Prävention zwischen politischem Anspruch und fehlender Systemlogik
- Fehlanreize in Vergütung und Versorgung
- Datenbasierte Prävention: Frühindikatoren, Risikomodelle, personalisierte Ansätze
- Rolle von Fachkräften: Wer trägt Prävention im System – und wie verändert das bestehende Rollenbilder?
Wie wird Prävention vom politischen Ziel zur systemischen Struktur?
Das Gesundheitssystem folgt zunehmend zwei Logiken: einem stabilitätsorientierten Erstattungsmarkt und einem innovationsgetriebenen Markt.
Zwischen beiden entstehen Reibungen – Innovation entsteht, kommt aber oft nicht in der Versorgung an.
- Unterschiedliche Zeit- und Risikologiken von Versorgung und Innovation
- Daten und KI als Beschleuniger – und als zusätzliche Bruchstelle
- Fragmentierte Datenlandschaften als Innovationshemmnis
Wie lässt sich die Übersetzung zwischen zwei Systemlogiken organisieren?
Deutschland verfügt über eine starke Innovationsbasis – doch der Transfer in die Versorgung bleibt begrenzt.
Zwischen Entwicklung und Anwendung entstehen systemische Brüche.
- Regulatorische Hürden und fragmentierte Strukturen
- KI-Anwendungen zwischen Potenzial und Realitätscheck
- Skalierung: Warum erfolgreiche Modelle nicht in die Breite kommen
Wie wird aus Innovation tatsächlich Versorgung?
Pandemien, Lieferkettenprobleme und strukturelle Engpässe haben die Verwundbarkeit des Systems offengelegt.
Resilienz wird damit zur zentralen Anforderung – ist aber mit Kosten und Zielkonflikten verbunden.
- Versorgungssicherheit vs. Effizienz: Wie viel Redundanz ist sinnvoll?
- Strategische Abhängigkeiten (Lieferketten, Produktion, Infrastruktur)
- Daten und KI in der Krisensteuerung: Frühwarnsysteme, Kapazitätsmanagement, Echtzeitsteuerung
- Fachkräfte als kritischer Faktor für Krisenfestigkeit
Wie viel Resilienz kann und muss sich ein Gesundheitssystem leisten?
Wen treffen Sie hier:
Die Handelsblatt Health Innovation Town Hall richtet sich an Entscheidungsträger und Gestalterinnen und Gestalter der Gesundheitswirtschaft, die an der Schnittstelle von Versorgung, Politik, Wirtschaft, Kapital und Technologie die Zukunft aktiv mitverantworten.
Als Ärztin und Wissenschaftlerin beschäftige ich mich aktuell intensiv mit Hospital-at-Home. Dieses Modell hat großes Potenzial, die Versorgung patientenzentrierter, effizienter und wohnortnah zu gestalten. Gleichzeitig stoßen wir in Deutschland noch auf Hürden wie starre Sektorengrenzen, fehlende Vergütungsmodelle und eine bislang unzureichende Infrastruktur. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern Pilotprojekte umzusetzen, Standards zu entwickeln und frühzeitig Evidenz zu schaffen – damit Hospital-at-Home in Deutschland zu einer tragfähigen Versorgungsrealität wird.

Lieferverträge sind Teil eines resilienten Einkaufsmanagements zur Verbesserung der Versorgung und ein wichtiger Schritt in der Einkaufssicherheit.

Versorgung wird größer, ambulanter, digitaler – dazu braucht es klare Governance!

Die Gesundheitsvorsorge in Deutschland muss in das Leben der Menschen passen. Sie muss niederschwellig sowie zeitlich, finanziell und logistisch einfach zugänglich sein.

Um die deutsche Forschung wettbewerbsfähig zu gestalten, müssen wir uns mit den Themen Datenschutz, Bürokratieabbau und Ausgründungen beschäftigen.

Gesundheitsinvestitionen steigern Wohlbefinden und Wohlstand – für Gesellschaft und Wirtschaft

Interoperabilität ist kein Buzzword, sondern die Voraussetzung dafür, dass digitale Lösungen wirklich in der Versorgung ankommen.

Apotheken machen Prävention greifbar – direkt, niedrigschwellig, patientennah.

Ein Blick zurück:
Begeisternde Impressionen von der Handelsblatt Jahrestagung Health 2025
Zwei Tage Fakten, News, Diskussionen und jede Menge Networking.










Reformieren und investieren
.… lautet der Untertitel unseres aktuellen Handelsblatt Journal Health.
So weit, so Papiertiger. Denn wie sieht die Realität des Gesundheitsstandorts Deutsch hinter Buzzwords wie „Hybride Versorgung“, „Reformkommissionen“ und „Schlüsselindustrie“ aus? Reicht das aus, kommt das an, geht das schnell genug und vor allem „finanziert das“?!
Super early bird: Präsenz-Ticket für Beratungsunternehmen 2500€
Early bird: Präsenz-Ticket für Beratungsunternehmen 2700€ (Verkaufsstart am 10.8.2026)
Präsenz-Ticket für Beratungsunternehmen 2900€ (Verkaufsstart am 20.9.2026)
Super early bird: Präsenz-Ticket 2100€
Early bird: Präsenz-Ticket 2300€ (Verkaufsstart am 10.8.2026)
Präsenz-Ticket 2500€ (Verkaufsstart am 20.9.2026)
Super early bird: Präsenz-Ticket für Leistungserbringer 750€
Early bird: Präsenz-Ticket für Leistungserbringer 850€ (Verkaufsstart am 10.8.2026)
Präsenz-Ticket für Leistungserbringer 950€ (Verkaufsstart am 20.9.2026)