Der ehemalige Allianz-Manager Joachim Müller hatte im vergangenen Jahr den Chefposten bei dem kriselnden Start-up übernommen. Nun skizziert er die Strategie für die Zukunft.
Düsseldorf. Das zuletzt in Schieflage geratene Versicherungs-Start-up Wefox will in diesem Jahr erstmals in die Gewinnzone kommen. Das kündigte Firmenchef Joachim Müller beim Handelsblatt Insurance Summit an.
„Ich gehe davon aus, dass wir ein zweistellig positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielen werden. Das ist ein entscheidender Schritt für Wefox“, sagte Müller auf der Fachkonferenz. Eine längerfristige Daseinsberechtigung gebe es nur für wachsende und profitable Unternehmen.
Der ehemalige Allianz-Manager hatte den Chefposten bei Wefox im September 2024 übernommen, um die Sanierung des kriselnden Start-ups zu unterstützen. Müller sagte beim Handelsblatt-Gipfel zu seiner Motivation, dass Innovation essenziell für die Versicherungsbranche sei: „Niemand hat etwas davon, wenn gehypte Unternehmen komplett aus dem Markt verschwinden.“ Daher wolle er Wefox zu einem „zweiten Frühling“ verhelfen.
Wefox wurde 2015 von Julian Teicke, Dario Fazlic und Fabian Wesemann mit dem Ziel gegründet, die Versicherungsindustrie zu digitalisieren. Ihre Vision überzeugte die Investoren: In mehreren Schritten sammelte Wefox mehr als eine Milliarde Dollar Kapital ein.