Warum der Store der Zukunft mehr können muss als verkaufen

Anbieteroffene Paketstationen als Frequenzbringer, Servicebaustein und Infrastruktur für den modernen Handel

Der Handel verändert sich nicht irgendwann. Er verändert sich jetzt. Kund:innen vergleichen Preise in Sekunden, erwarten maximale Flexibilität und trennen längst nicht mehr sauber zwischen online und offline. Der klassische Store steht damit unter einem enormen Erwartungsdruck: Er soll Erlebnisfläche sein, Abholpunkt, Beratungsort, Retourenstation, Nahversorger, Treffpunkt und im besten Fall auch noch nachhaltig funktionieren. Gleichzeitig kämpfen viele Handelsstandorte mit sinkender Frequenz, steigenden Kosten und der Frage, wie sie im Alltag der Menschen relevant bleiben.

Genau deshalb ist die zentrale Frage so wichtig: Wie wird aus Veränderungsdruck echter Fortschritt?

Eine Antwort liegt näher, als viele denken: direkt vor dem Store.

Smarte Paketstationen entwickeln sich zu einem unterschätzten Infrastrukturbaustein für den Handel. Nicht als nettes Zusatzangebot. Sondern als konkreter Hebel für Frequenz, Kund:innenbindung, Omni-Channel-Services und Standortattraktivität.

Denn wer heute über die Zukunft des Handels spricht, muss auch über die Zukunft der Letzten Meile sprechen.

Der Store verliert nicht an Bedeutung. Seine Rolle verändert sich.

Der stationäre Handel wird nicht verschwinden. Aber er muss seine Funktion neu definieren.

Früher war der Store vor allem Verkaufsfläche. Heute ist er Teil einer größeren Customer Journey. Kund:innen informieren sich online, kaufen im Store, retournieren über Paketdienste, holen Bestellungen an Abholpunkten ab, vergleichen Lieferoptionen und erwarten, dass alles nahtlos ineinandergreift.

Der Handel steht deshalb vor einer doppelten Herausforderung: Er muss physische Standorte wirtschaftlich attraktiv halten und gleichzeitig digitale Erwartungen erfüllen. Genau hier entsteht die Chance. Der Store kann mehr sein als ein Ort, an dem gekauft wird. Er kann zum Service-Hub werden.

Ein Standort, der mehrere Alltagsbedürfnisse bündelt, wird automatisch relevanter. Wer ein Paket abholt, kann noch schnell einkaufen. Wer eine Retoure abgibt, nimmt vielleicht etwas mit. Wer ohnehin auf dem Parkplatz hält, verbindet mehrere Erledigungen in einem Stopp. Aus einem einzelnen Anlass entsteht ein zusätzlicher Besuch. Aus einem Besuch entsteht Umsatzpotenzial.

Das ist der entscheidende Perspektivwechsel: Paketstationen bringen nicht nur Pakete an einen Standort. Sie bringen Menschen.

Convenience ist kein Extra mehr. Convenience ist Standortqualität.

Kund:innen erwarten heute, dass Services einfach funktionieren. Rund um die Uhr. Kontaktlos. Schnell. Ohne Warteschlange. Ohne Abhängigkeit von Öffnungszeiten. Genau deshalb passen Paketstationen so gut in die Logik moderner Handelsstandorte.

Eine myflexbox Paketstation ermöglicht Abholung, Versand und Retoure 24/7, sicher und bequem. Damit wird ein Standort für Kund:innen auch außerhalb klassischer Einkaufsanlässe relevant. Das ist besonders wertvoll, weil Frequenz im Handel nicht mehr selbstverständlich ist.

Convenience entscheidet zunehmend darüber, welche Standorte Menschen in ihren Alltag integrieren. Es gewinnt der Standort, der mehrere Bedürfnisse am besten löst. Genau darin liegt der Mehrwert von Paketstationen: Sie schaffen einen wiederkehrenden Grund, einen Standort anzusteuern.

Die Revolution der Frequenz: Die Magie des One-Stop-Shop-Effekts

Der vielleicht stärkste Effekt anbieteroffener Paketstationen liegt im One-Stop-Shop-Prinzip. Menschen wollen Wege sparen. Sie wollen nicht für jede Erledigung einen eigenen Stopp einplanen. Wer Paketabholung, Retoure und Einkauf kombinieren kann, erlebt den Standort als praktischer, effizienter und alltagstauglicher.

Für Handelsunternehmen entsteht daraus ein klarer Vorteil: Paketservices erzeugen zusätzliche Besuchsanlässe. Diese Besuchsanlässe können in Einkaufsimpulse übergehen. Besonders spannend ist dabei, dass die Paketstation nicht zwingend im Wettbewerb zum Kerngeschäft steht. Im Gegenteil. Sie ergänzt es.

Der Handel sucht seit Jahren nach Wegen, Frequenz zurückzugewinnen. Paketstationen liefern einen konkreten Anlass: Ich muss nicht vielleicht hin. Ich habe dort etwas zu erledigen. Das ist ein enormer Unterschied.

Studie zeigt: Paketstationen werten Standorte messbar auf

Dass Paketstationen für Handelsstandorte weit mehr sind als ein zusätzlicher Logistikservice, zeigt auch der aktuelle InPost Locker Report „Turn Parcels into Profit“ (2025), durchgeführt von Yonder Data Solutions. Die Ergebnisse machen deutlich, wie stark Paketstationen auf Frequenz, Umsatz und Kundenbindung einzahlen: 78 Prozent der Nutzer:innen kaufen direkt vor Ort ein, wenn sie eine Paketstation nutzen. Der durchschnittliche Warenkorb liegt bei rund 26 Euro, in Shopping-Centern sogar bei rund 36 Euro. Gleichzeitig besuchen 64 Prozent der Nutzer:innen Standorte mit Paketstation häufiger. Für mehr als die Hälfte ist die Paketstation sogar der Hauptgrund für den Besuch. Besonders relevant für Händler und Standortbetreiber ist auch der Loyalitätseffekt: 91 Prozent bewerten Paketstationen positiv, 79 Prozent würden ohne sie den Standort wechseln. Damit wird klar: Paketstationen sind kein Nebenservice, sondern ein echter Standortfaktor. Sie schaffen zusätzliche Besuchsanlässe, steigern die Aufenthaltsrelevanz und verwandeln Paketlogistik in messbaren Retail-Mehrwert.

Omni-Channel braucht physische Infrastruktur

Eine wirklich vernetzte Customer Journey braucht physische Berührungspunkte. Click & Collect, Retouren, flexible Abholung, alternative Lieferoptionen im Checkout, einfache Integration in Onlineshops. All das funktioniert nur dann richtig gut, wenn es eine belastbare Infrastruktur gibt.

Paketstationen können genau diese Brücke schlagen. Sie verbinden digitale Bestellung mit physischer Verfügbarkeit. Sie schaffen eine einfache Schnittstelle zwischen E-Commerce, stationärem Handel, Paketdiensten und Kund:innen.

myflexbox ist Teil der Omni-Channel-Strategie. Zu den E-Commerce-Vorteilen gehören unter anderem die Paketstation als Versandoption direkt im Online-Checkout, Click & Collect, schnellere Retouren, einfache Integration in Onlineshops, mehr Auswahl für Kund:innen und weniger Lieferfrust.

Damit wird die Paketstation zu mehr als einem Abholpunkt. Sie wird zu einem operativen Baustein für moderne Handelsmodelle. Gerade für Händler, die stationäre Fläche und digitale Kanäle sinnvoll verbinden wollen, ist das entscheidend. Denn der Store muss nicht gegen den Onlinehandel antreten. Er muss Teil einer besseren, flexibleren, alltagstauglicheren Handelslogik werden.

Offen schlägt proprietär

Ein zentraler Punkt wird in der Diskussion um Paketstationen oft unterschätzt: Wem gehört die Infrastruktur, und wer darf sie nutzen? Proprietäre Einzellösungen führen zu Fragmentierung: mehrere Systeme, mehrere Anbieter, mehrere Flächenbedarfe, mehrere Insellösungen. Für Handelsstandorte ist das selten ideal.

Der offene Ansatz von myflexbox setzt bewusst anders an. Als anbieteroffenes Netzwerk können verschiedene Paketdienste und Partner über eine neutrale Infrastruktur integriert werden. Für Kund:innen bedeutet das mehr Auswahl und weniger Komplexität. Für Standortpartner bedeutet es eine effizientere Nutzung der Fläche. Für Städte und Gemeinden bedeutet es weniger parallele Infrastruktur im öffentlichen oder halböffentlichen Raum.

Gerade im Handel ist dieser Ansatz stark. Denn Handelsflächen sind wertvoll. Jeder zusätzliche Quadratmeter muss einen Beitrag leisten: zur Frequenz, zur Attraktivität, zur Kund:innenbindung oder zur Effizienz. Eine offene Paketstation kann mehrere dieser Ziele gleichzeitig bedienen.

Indoor oder Outdoor? Entscheidend ist der Standortnutzen.

Nicht jeder Handelsstandort funktioniert gleich. Sie brauchen flexible Infrastruktur, die sich an Fläche, Frequenz, Kund:innenverhalten und Betriebsmodell anpasst. So wie die von myflexbox: Outdoor eignen sich die Paketstationen besonders für Parkplätze, Eingangsbereiche oder hochfrequentierte Außenflächen. Sie sind rund um die Uhr zugänglich und ideal für Standorte, an denen Kund:innen schnell halten, Pakete abwickeln und den Einkauf verbinden können. Indoor wiederum passen sie besonders gut zu Click & Collect, Retourenprozessen oder Store-Konzepten, bei denen die Kund:innen bewusst in das Geschäft geführt werden sollen. Sie stärken die Kund:innenbindung im Store und können Serviceprozesse entlasten.

Best Practice zeigt: Es funktioniert bereits

Die strategische Idee ist das eine. Die operative Umsetzung das andere. Dass smarte Paketstationen im Handel bereits funktionieren, zeigen bestehende Partnerschaften. So setzen z. B. Kaufland (140+), Lidl Österreich (120+) und Shell (90+) auf die Vorteile smarter Zustellung, werten damit ihre Standorte auf und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen. Die Hamburger Drogeriekette BUDNI ist ein gutes Indoor-Beispiel: An mittlerweile 44 Standorten schaffen die Paketstationen eine spürbar höhere Kundenfrequenz und bieten gleichzeitig einen smarten Service, der den Alltag erleichtert. Und auch MediaMarkt Saturn hat mit den ersten drei myflexboxen ein Pilotprojekt gestartet. Viele weitere werden folgen.

Das ist genau die Art von Praxisbeleg, die in der Handelsdebatte zählt. Es geht nicht um Zukunftsmusik. Es geht um Lösungen, die heute bereits an echten Standorten laufen.

Für Händler ist das relevant, weil Innovation im Retail nur dann Wirkung entfaltet, wenn sie skalierbar und alltagstauglich ist. Eine Paketstation muss nicht erklärt werden wie ein komplexes digitales Ökosystem. Sie löst ein Problem, das jede:r kennt: Pakete empfangen, versenden, retournieren. Einfacher. Flexibler. Zuverlässiger.

Nachhaltigkeit beginnt bei weniger unnötigen Wegen

Auch der Umweltaspekt wird immer wichtiger. Der Handel steht unter Druck, nachhaltiger zu werden. Gleichzeitig wächst das Paketvolumen weiter, Retouren bleiben Teil des E-Commerce-Alltags und Lieferverkehre belasten urbane Räume. Anbieteroffene Paketstationen leisten hier einen konkreten Beitrag, weil sie Zustellungen bündeln und unnötige Wege reduzieren.

Im Gegensatz zu (oft mehrfachen) Zustellversuchen an einzelne Haustüren liefern Paketdienste bis zu 13-mal mehr Pakete an eine myflexbox mit halb so viel Kilometern (vgl. Report von TOR ZDG, 2020). Kund:innen verbinden die Abholung mit ohnehin geplanten Wegen, etwa dem Einkauf, dem Arbeitsweg oder dem Besuch eines Nahversorgers (sog. „Trip Chaining“).

Für Handelsstandorte entsteht daraus ein doppelter Vorteil: Sie bieten einen Service, der Kund:innen im Alltag hilft, und positionieren sich zugleich als Teil einer nachhaltigeren, smarteren Infrastruktur.

Die neue Standortfrage: Warum sollen Menschen kommen?

Die entscheidende Frage für den Handel lautet nicht mehr nur: Was verkaufen wir? Sie lautet: Warum sollen Menschen unseren Standort in ihren Alltag einbauen?

Paketstationen liefern darauf eine starke Antwort. Sie schaffen einen wiederkehrenden, funktionalen Anlass. Sie erhöhen die Attraktivität des Standorts. Sie verbinden Online- und Offline-Welt. Sie unterstützen Nachhaltigkeit und Convenience. Und sie machen aus Handelsflächen Orte, die mehr leisten als Verkauf.

Genau deshalb gehören smarte Paketstationen auf die Agenda von Handelsunternehmen, Immobilienbetreibern, Centermanagern, Nahversorgern und allen, die Standorte zukunftsfähig entwickeln wollen.

Der Handel im Wandel braucht keine weiteren Buzzwords. Er braucht Infrastruktur, die konkret funktioniert.

Fazit: Der Store der Zukunft ist ein Service-Hub

Der Handel steht vor großen Aufgaben: Frequenz sichern, Kund:innen binden, digitale Erwartungen erfüllen, Nachhaltigkeit glaubwürdig umsetzen und stationäre Flächen neu aufladen.

Smarte Paketstationen lösen nicht jedes Problem des Handels. Aber sie adressieren mehrere zentrale Herausforderungen gleichzeitig. Sie bringen Frequenz. Sie schaffen Mehrwert. Sie unterstützen Omni-Channel-Prozesse. Sie verbessern die Standortwahrnehmung. Sie reduzieren Lieferfrust. Und sie machen Handelsstandorte alltagstauglicher.

Oder kurz gesagt: Der Store der Zukunft verkauft nicht nur. Er verbindet Services. Er bündelt Wege. Er macht Alltag einfacher.

Genau hier liegt die Chance für den Handel im Wandel. Und genau hier setzt myflexbox an: mit offener, smarter und skalierbarer Paketstationsinfrastruktur für Handelsstandorte, die mehr sein wollen als Verkaufsfläche.

Sie wollen relevant bleiben. Frequenz erzeugen. Kund:innen echten Mehrwert bieten.

Dann ist die Frage nicht, ob Paketstationen zum Handel passen. Die Frage ist: Wie schnell werden sie Teil der Standortstrategie?