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Stadtwerke und andere Lieferanten haben zu hohen Preisen Gas eingekauft, das sie jetzt gar nicht benötigen. Sie verkaufen es Tag für Tag zurück – mit einem riesigen Minus.
Düsseldorf. Die milden Temperaturen in diesen Tagen freuen die meisten Menschen, für Stadtwerke sind sie aber ein großes Problem. „Wenn der liebe Gott nett ist, wird’s jetzt noch mal richtig kalt“, sagt der Geschäftsführer eines städtischen Energieversorgers, der nicht genannt werden will. Ein Drittel des gesamten Jahresergebnisses habe das Unternehmen in den vergangenen zwei Monaten versenkt.
Auch der Vorstand eines großen Energieversorgers sagt: „Ein einzelner Tag kostet uns derzeit 250.000 Euro.“ Mitte Februar sei es zeitweise sogar das Doppelte gewesen, als es „so schmuddelig warm“ gewesen sei. Ein Unternehmensberater, der für Energieunternehmen arbeitet, spricht von „Problemen im Millionenbereich“ und ein anderer von einer „Herausforderung im gesamten Markt“, die sich gerade in zahlreichen Jahresabschlüssen zeige.