Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Cybersecurity & Datenschutz“
Cybersicherheit ist im Jahr 2025 kein Randthema der IT mehr. Sie ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit, regulatorische Handlungsfähigkeit und Marktvertrauen. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, digitaler Abhängigkeiten und zunehmender Regulierung entwickelt sich Cybersecurity zum strategischen Kern der Unternehmensführung.
CIOs stehen im Zentrum dieses Wandels. Sie gestalten Stabilität, Resilienz und Zukunftsfähigkeit aktiv mit. Dieser Leitfaden zeigt anhand zentraler Handlungsfelder, wie CIOs Cybersicherheit als strategischen Erfolgsfaktor verankern.
1. Cybersecurity aktiv steuern
Cybersecurity ist kein Kostenfaktor, sondern ein Wertschöpfungselement. Sie schützt nicht nur Prozesse, sondern sichert Handlungsfähigkeit, Marktposition und Reputation. CIOs müssen Risiken aktiv steuern und geschäftskritische Prozesse absichern. Entscheidend sind eine klare Roadmap, priorisierte Maßnahmen und wirkungsorientierte Budgets. Sicherheit gehört auf jede Managementagenda, denn jede Stunde Ausfall kostet mehr als jede Stunde Prävention.
2. Führung bedeutet Sicherheit gestalten
Sicherheit ist keine Compliance-Pflicht, sondern Ausdruck wirksamer Führung. Unternehmen müssen Cyberrisiken mit derselben Konsequenz steuern, wie sie Finanz- oder Marktrisiken managen. CIOs übernehmen dabei eine zentrale Rolle – nicht als Einzelakteure, sondern als Teil einer integrierten Governance- Struktur mit klaren Verantwortlichkeiten, messbarer Wirkung und direkter Einbindung der Unternehmensführung.
3. Vernetze Welt, vernetzte Risiken: Lieferkette und Cloud absichern
Digitale Ökosysteme schaffen Effizienz, erhöhen aber auch die Angriffsfläche. Cloud-Dienste, Plattformanbieter und Lieferanten sind Teil der eigenen Sicherheitsarchitektur. Mit NIS-2 und DORA verschärfen sich Sorgfaltspflichten deutlich: Vertrauen allein genügt nicht. CIOs müssen Lieferkettenrisiken aktiv managen, Dienstleister bewerten und Sicherheitsanforderungen vertraglich regeln. Wer seine digitale Lieferkette nicht kontrolliert, verliert Kontrolle über das eigene Risiko.
4. KI: Potenziale nutzen, Cyberrisiken steuern
Künstliche Intelligenz verändert das Spielfeld. Sie erkennt Bedrohungen frühzeitig, priorisiert Vorfälle und unterstützt bei der Prävention. Gleichzeitig entstehen neue Risiken durch manipulierbare Modelle oder undurchsichtige Entscheidungslogik. CIOs sollten KI gezielt einsetzen – als Verstärker menschlicher Expertise, nicht als Ersatz. Governance, Datenqualität und Transparenz bleiben unverzichtbar. KI stärkt Resilienz nur dann, wenn sie selbst sicher und steuerbar bleibt. Am Ende steht eine klare Erkenntnis: Cybersecurity gehört in die strategische Steuerung, nicht in ein technisches Silo. Sie ist Grundlage für Wachstum, Stabilität und Vertrauen in einer digital vernetzten Welt. CIOs, die Sicherheit als geschäftskritisches Asset verstehen, gestalten Zukunftsfähigkeit – für ihr Unternehmen, ihre Kunden und den Markt.
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