So gut wie jede:r hat heute schon einmal kontaktlos im Geschäft bezahlt. Eine wachsende Gruppe von Verbraucher:innen zückt hierfür das Smartphone oder Wearable. Die Vorteile sind klar: Das Bezahlen geht schneller und ist nutzungsfreundlicher. Gleichzeitig bleiben die Vorzüge der Kartenzahlung bestehen.
Im Vergleich dazu ist die Kartenzahlung im Internet heute noch zu kompliziert. Mehrere Etappen – vom Suchen des Portemonnaies bis zum Eingeben der Katendaten – beeinträchtigen die Bedienfreundlichkeit. Dabei haben Verbraucher:innen ganz klar den Wunsch nach Verbesserung, wie unsere Marktforschung zeigt: 74 Prozent der Menschen in Deutschland würden beispielsweise gerne in jedem Shop als Gast einkaufen können, ohne sich registrieren müssen. Rund ein Viertel möchte die eigenen Kartendaten nicht bei jeder Bestellung neu eingeben müssen.
Auch für Onlinehändler bringt ein verbesserter Check-out-Prozess Vorteile. Wenn dieser Prozess zu kompliziert ist, drohen Kaufabbrüche. Laut einer Euromonitor-International-Studie sind über 44 Prozent der Kaufabbrüche im E-Commerce auf Probleme beim Bezahlen zurückzuführen.[1]
Um die Online-Kartenzahlung genauso unkompliziert und einheitlich zu gestalten wie das kontaktlose Bezahlen an der Ladenkasse, läuft aktuell die Einführung von Click to Pay in Onlineshops. Dabei handelt es sich nicht um eine neue Bezahlart, sondern um eine modernisierte Form der bewährten Kartenzahlung.
So einfach funktioniert Click to Pay
Sobald sich Karteninhaber:innen für Click to Pay registriert haben, bezahlen sie in jedem teilnehmenden Onlineshop mit wenigen Klicks. Die Eingabe der 16-stelligen Kartennummer entfällt und Nutzer:innen müssen auch kein Passwort zum Bezahlen eingeben. Stattdessen wird die E-Mail-Adresse genutzt, die der Onlineshop in der Regel ohnehin von den Kund:innen erhebt. Über diese werden alle im zugehörigen Click-to-Pay-Profil hinterlegten Karten angezeigt. Die Sicherheit wird über die Festlegung vertrauenswürdiger Endgeräte – häufig ein Smartphone – oder über einen Einmalcode gewährleistet, der per SMS oder E-Mail an die Karteninhaber:innen geschickt wird.
Karteninhaber:innen können Debit-, Kredit- und Prepaid-Karten nicht nur von Visa, sondern von weltweit gängigen Zahlungssystemen hinterlegen, denn Click to Pay ist ein globaler Branchenstandard, genau wie die Kontaktloszahlung mit physischen Karten.
Zahlungen bleiben normale Kartentransaktionen
Die großen internationalen Schemes haben Click to Pay eingeführt, um Konsument:innen die Nutzung ihrer Debit- und Kreditkarten beim Onlineeinkauf zu erleichtern. Das stärkt die Position der Finanzinstitute und erlaubt ihnen, auch weiterhin mit ihren Karten im Einkaufsprozess ihrer Kund:innen präsent zu bleiben.
Außerdem positiv: Es handelt sich bei Click to Pay weder um ein neues Bezahlverfahren noch um eine spezielle App. Transaktionen werden innerhalb des bewährten Systems zwischen den beteiligten Finanzinstituten auf Händler- und Kundenseite abgewickelt. Sie bleiben somit reguläre Kartenzahlungen, mitsamt der damit verbundenen Vorzüge in puncto Sicherheit und Verlässlichkeit. Click to Pay hilft den Finanzinstituten auch, sich im Bereich Payment als eine ihrer Kernkompetenzen weiter stark zu positionieren.
Um Kund:innen den Zugang zu Click to Pay zu erleichtern, unterstützen immer mehr Finanzinstitute sie bei der Registrierung. Das erfolgt durch die Integration in ihre Online- oder Mobile-Banking-Angebote, ähnlich wie man seine Karte heute auch zu einer der gängigen Mobile Payment Wallets hinzufügen kann.
Zusätzliche Sicherheitsebene dank Visa Tokens
Alle Beteiligten einer Zahlung – von der Bank über den Händler bis zu den Konsument:innen – profitieren außerdem von der Tokenisierung jeder Click-to-Pay-Transaktion. Statt der „echten“ Kartendaten werden bei jeder Transaktion anonymisierte Platzhalter, sogenannte Tokens, an den Händler übermittelt. Diese können nicht an anderer Stelle eingesetzt werden und sind damit wertlos, sollten sie in falsche Hände geraten. Das macht das Einkaufen für Konsument:innen sicher und senkt für Händler und ihre Zahlungsdienstleister das Risiko, Ziel von Kriminellen zu werden.
Unsere Analysen zeigen, dass die Betrugsrate durch den Einsatz von Visa Tokens um bis zu 50 Prozent reduziert werden kann. Click to Pay erhöht somit die Nutzungsfreundlichkeit, ohne Kompromisse beim Thema Sicherheit.
[1] Quelle: Euromonitor International, Voice of the customer: Digital Survey, März 2021