Neue Realitäten, alte Erwartungen: Versorgungssicherheit im Fokus

Die Energieversorgung in Europa befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, geprägt von geopolitischen Spannungen, volatilen Märkten und den langfristigen Zielen der Dekarbonisierung. Besonders deutlich wurde diese neue Realität während der Turbulenzen auf dem Erdgasmarkt im Jahr 2022, als sich zeigte, wie riskant eine unflexible Beschaffungsstrategie für Stadtwerke sein kann. Vor diesem Hintergrund stehen diese vor der Aufgabe, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Flexibilität gleichzeitig zu gewährleisten. Eine mögliche Antwort auf dieses Spannungsfeld ist die Vollversorgung in der Energiebeschaffung.

Klimatische Schwankungen und ihre Folgen

Ungewöhnlich milde Winterperioden treten nicht nur häufiger auf, sie lassen sich auch deutlich schwerer vorhersagen. Klassische Vollversorgungsmodelle stoßen hinsichtlich Preistransparenz, Flexibilität und Umgang mit Risiken an ihre Grenzen. Ein Beispiel: Der milde Winter im vergangenen Jahr stellte die Stadtwerke vor große Herausforderungen. Die Gaspreise hatten sich im vergangenen Jahr von 55 Euro auf zeitweise 25 Euro pro Megawattstunde mehr als halbiert. Trotzdem zahlten die Stadtwerke täglich drauf, denn die Gasmengen für den Winter waren bereits eingekauft, als die Preise noch hoch waren. Aufgrund des Wetters wurde jedoch weniger Gas benötigt als angenommen. Die Folge: Überschüssige Mengen mussten zurückverkauft werden – und das mit einem großen Minus.

Die Lösung? Moderne Vollversorgung! Eine mögliche Lösung bietet die moderne Vollversorgung, wie sie Uniper anbietet. Dieses Konzept ermöglicht Stadtwerken, ihre Beschaffungsrisiken in einem volatilen Markt zu reduzieren. Die Liefermenge wird dynamisch an die tatsächlichen Temperaturen angepasst und mit Hilfe eines Toleranzbands können Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Verbrauch fair abgerechnet werden. So können Stadtwerke ihren prognostizierten Jahresbedarf frühzeitig absichern und dennoch flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Zudem können sie den Zeitpunkt der Preisfixierung selbst bestimmen, um eine optimale Kostenkontrolle zu erreichen.

Die Vorteile sprechen für sich

Die moderne Vollversorgung bietet eine Reihe von Vorteilen. Durch die Berücksichtigung von Temperatur- und Verbrauchsschwankungen kann der Energiebedarf flexibel gedeckt werden. Stadtwerke profitieren zudem von einer Übernahme der Bilanzkreisführung durch den Lieferanten und müssen kein eigenes Bilanzkreismanagement betreiben. Digitale Kundenportale garantieren zudem Transparenz und Kontrolle, indem sie jederzeit einen Überblick über Mengen und Vertragskonditionen bieten.

Energiebeschaffung muss neu gedacht werden

Angesichts der Unsicherheiten auf den Energiemärkten kann es für Stadtwerke sinnvoll sein, ihre Strategie zu überdenken und neue Beschaffungsmodelle in Betracht zu ziehen. Die moderne Vollversorgung von Uniper ist eine Möglichkeit, den Spagat zwischen Versorgungssicherheit und bezahlbarer Energie erfolgreich zu meistern.

Weitere Informationen zur modernen Vollversorgung können bei Interesse hier nachgelesen werden: https://decarbsolutions.uniper.energy/moderne-vollversorgung-gas/