In über 3.500 Ortsnetzstationen ist die Netzmonitoring-Lösung SMIGHT Grid2 im Einsatz. Ein Unternehmen, das die Plug-and-Play-Lösung großflächig ausrollt, sind die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH. Um ihr Niederspannungsnetz trotz der Herausforderungen durch Elektromobilität, PV und Wärmepumpen kontrollierbar und sicher zu halten, planen sie mindestens 300 ihrer insgesamt 350 Stationen mit SMIGHT Grid2 auszurüsten.
Gestartet mit fünf Pilotstationen, haben die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim mittlerweile 200 ihrer 350 Ortsnetzstationen mit der Netzmonitoring-Lösung SMIGHT Grid2 ausgestattet. Im nächsten Jahr folgt die Nachrüstung weiterer 100 Stationen mit der patentierten IoT-Lösung, die Belastungen abgangs- und phasenscharf misst und Echtzeitdaten sowie Analysen aus dem Verteilnetz liefert.
Für besonders schwierige Einbausituationen steht den Stadtwerken nun der Grid2 Sensor Flex zur Verfügung, der kompatibel zur SMIGHT-Gesamtlösung ist und sich mit den Stromsensoren mit Klappkernwandlern kombinieren lässt. Der Sensor verfügt über vier Rogowskispulen, die entsprechend der Beschriftung (L1, L2, L3, PEN) um die isolierten Leiter des Energiekabels gelegt werden. Durch die flexible Beschaffenheit der Spulen ist der Einbau selbst in sehr engen Einbausituationen möglich. Auch Leiterquerschnitte bis 300 mm² stellen für den Grid2 Sensor Flex kein Problem dar. Die Übertragung der Daten erfolgt wie gewohnt drahtlos an das Gateway und von dort via Mobilfunk an das webbasierte SMIGHT IQ Cockpit, wo die Daten aufbereitet und visualisiert werden.
Das Ziel der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim ist klar: Sie möchten ihr Niederspannungsnetz kontrollierbar und sicher halten. Mit SMIGHT Grid2 fanden sie eine Lösung, die als fundierte Planungs- und Entscheidungsgrundlage kontinuierlich Daten aus dem Netz liefert.
Die in den Stationen gemessenen minutengenauen Werte werden im SMIGHT IQ Cockpit so aufbereitet, dass der Blick sofort auf die kritischen Ereignisse und Entwicklungen im Netz fällt. Anwender können damit datengestützte strategische und operative Entscheidungen treffen: im Netzbetrieb und in der Netzplanung.
Die Daten geben Antwort
Nicht nur Jürgen Blank und sein Team nutzen die Daten, um das Netz im Blick zu behalten, sondern auch die Kollegen und Kolleginnen in der Netzplanung: vor allem in Bezug auf den rückwärts gerichteten Strom über die installierten PV-Anlagen oder zeitlich begrenzte Auslastungen durch die Wallboxen und Ladesäulen. Denn die Anschlussanfragen steigen kontinuierlich „Mit SMIGHT Grid2 haben wir eine Lösung, mit der wir die Entwicklungen entspannt beobachten und bei Bedarf reagieren können“, sagt Jürgen Blank. „Aktuell ist unser Netz im grünen Bereich. Damit das auch so bleibt, haben wir die nötige Transparenz geschaffen. Und wir haben eine saubere Grundlage für eine fundierte Netzplanung.“
Abb.1: Einbau von SMIGHT Grid2 Sensor Flex bei den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim
Abb. 2: Die neue ergänzende Sensorik ist kompatibel zur SMIGHT-Gesamtlösung.
