Wie bewerten Sie die derzeitige Lage am Markt für Baufinanzierungen?
Die Lage ist weiterhin herausfordernd – hohe Zinsen, Baukosten und regulatorische Anforderungen bremsen viele potenzielle Käufer und Bauherren. Gleichzeitig sehen wir aber erste positive Signale: Die Nachfrage nimmt in einzelnen Regionen wieder zu, das Neugeschäft zieht leicht an, und auch die Volumina steigen wieder spürbar – wenn auch auf niedrigerem Niveau als in den Boomjahren. Es zeigt sich: Der Markt sortiert sich neu, und wer jetzt gut positioniert ist, kann daraus echten Rückenwind entwickeln.
Was meinen Sie, wie sieht das Baufinanzierungsgeschäft in 5 oder 10 Jahren aus?
In fünf bis zehn Jahren wird das Baufinanzierungsgeschäft vollständig in digitale Ökosysteme eingebettet sein. Kunden erwarten dann nicht mehr nur ein Darlehen, sondern smarte Begleitung vom ersten Wohntraum bis zur energetischen Sanierung. Wer frühzeitig Plattformen und Partner integriert, wird als Bank oder Vermittler relevant bleiben – nicht nur als Finanzierer, sondern als verlässlicher Lösungsanbieter rund ums Wohnen.
Was möchten Sie den Teilnehmern der Tagung als Message mit auf den Weg geben?
Jetzt ist der richtige Moment, aktiv zu gestalten. Diejenigen Banken, die heute in Sichtbarkeit, digitale Kundenzugänge und smarte Services investieren, werden morgen als Gewinner aus der Transformation hervorgehen. Kundenbindung entsteht nicht mehr nur über Zinsen – sondern über echten Mehrwert, Nähe und Orientierung im digitalen Alltag.