Interoperabilität als ein Schlüssel für den Roll-out

Ob digitale Anwendungen in der Versorgung wirklich ankommen, entscheidet sich nicht allein an der bereitgestellten Infrastruktur, sondern an der Interoperabilität aller Komponenten. Auf der Handelsblatt Health 2025 diskutiert Volker Dentel, Geschäftsführer kv.digital, gemeinsam mit Dr. Florian Fuhrmann (gematik) und Dr. Alexandra Widmer (docsdigital), wie der digitale Roll-out gelingen kann.

Digitale Inseln statt vernetzte Systeme

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen scheitert bislang selten an guten Ideen oder technischen Möglichkeiten – sondern oft an fehlender Standardisierung. In Deutschland gibt es allein im ambulanten Bereich aktuell ca. 120 verschiedene Praxisverwaltungssysteme (PVS). Im Rahmen der gesamten Gesundheitsversorgung reden wir wahrscheinlich über bis zu 400 Systeme. Das Problem: Es handelt sich häufig um Einzelanwendungen, die nebeneinander existieren, aber nicht miteinander sprechen. Für Praxen bedeuten die daraus resultierenden Medienbrüche, zusätzliche Bürokratie und Frustration.

Mehrwert für Patienten und Praxen

Denn der digitale Fortschritt darf nicht abstrakt bleiben. Patientinnen und Patienten profitieren nur dann, wenn ihre Informationen reibungslos zwischen Praxis, Klinik und anderen Leistungserbringern weitergegeben werden können. Auch Praxen erleben Entlastung erst dann, wenn digitale Lösungen in ihre Arbeitsprozesse integriert sind, statt zusätzliche Reibung zu erzeugen.

Wie die kv.digital Interoperabilität aktv gestaltet

Mit konkreten Angeboten arbeitet die kv.digital daran, Interoperabilität in die Versorgungspraxis zu bringen:

  • Spezifikationen, Audits und Interoperabilitätsworkshops für KIM-Anwendungen: Damit schafft die kv.digital eine verlässliche Grundlage für die sichere medizinische Kommunikation zwischen Praxen und anderen Akteuren. Softwarehersteller können diese Angebote kostenlos nutzen, um die Interoperabilität ihrer Systeme sicherzustellen.
  • 116117 Terminservice: Hier wird Vernetzung unmittelbar erlebbar. Patientinnen und Patienten können online Termine buchen, Praxen werden entlastet, und die Patientensteuerung verbessert sich deutlich. Immer mehr Schnittstellen öffnen das System nach außen.

So sorgt die kv.digital dafür, dass Interoperabilität nicht nur ein theoretisches Konzept bleibt, sondern im Alltag von Patienten und Leistungserbringern spürbar wird.

Weitere Informationen unter: www.kv.digital

Interoperabilität ist kein Buzzword, sondern die Voraussetzung dafür, dass digitale Lösungen wirklich in der Versorgung ankommen.

Volker DentelGeschäftsführer kv.digital