Inhalte
Tag 1: Vergabevorbereitung bis Angebotseingang
Wer muss wie ausschreiben?
- Wer muss ausschreiben?
- Vorstellung der neuen Verfahrensarten, insbesondere der Innovationspartnerschaft
- Organisation des Verfahrens: E-Vergabe und analoge Schritte
- Verfahrensverkürzungen: Welche neuen Fristen gelten wo?
Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
- Zusammenstellung der Ausschreibungsunterlagen
- Richtige Erstellung der Leistungsbeschreibung
Eignungsfragen
- Bietereignung: Prüfung im konkreten Verfahren,
- Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) und Qualifizierungssysteme
- Zurverfügungstellung von digitalen Unterlagen
Angebotsaufforderung und Angebotsphase
- Standardisierungen⁄Produktneutralität
- Angabe der Wertungskriterien
- Umgang mit dem Mittelstandsgebot
- Bieterfragen während der Angebotserstellung
Eingang und Öffnung von analogen und digitalen Angeboten
- Organisation des Angebotseingangs, Aufbewahrungspflichten
- Formalisierte Öffnung der Angebote
- Niederschrift über die Angebotsöffnung

Matthias Grünhagen
Fachanwalt für Vergaberecht und Inhaber – GRÜNHAGEN Kanzlei für öffentliche Aufträge
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Programmpunkt
Prüfung und Aufklärung der Angebote
- Erstellung einer Vollständigkeitsmatrix
- Erkennen von Rechenfehlern, Vollständigkeit
- Preisspiegel, Prüfung technischer, kaufmännischer und juristischer Anforderungen, Bietergespräche
Formstrenge beim formalen Ausschluss von Angeboten und Angebotswertung
- Mischkalkulation⁄Fehlende Erklärungen
- Umgang mit unvollständigen Angeboten
- Änderung der Verdingungsunterlagen als Ausschlussgrund:
– Mindestanforderungen an Nebenangebote
– Beurteilung der Eignung von Unternehmen
Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots und rechtssichere Dokumentation
- Der richtige Umgang mit Unterkostenangeboten
- Auswahl des wirtschaftlichsten Angebotes auf der vierten Wertungsstufe (Bewertungsmatrix)
- Dokumentation der Wertungsentscheidungen

Matthias Grünhagen
Fachanwalt für Vergaberecht und Inhaber – GRÜNHAGEN Kanzlei für öffentliche Aufträge
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Tag 2: Aktuelle Entwicklungen im Vergaberecht & die klare Leistungsbeschreibung
Aktuelle Entwicklungen im Vergaberecht (EU, Bund, Länder) und deren Folgen
- EU-Reform und Vergaberechtsnovellen von Bund und Ländern: Auswirkungen auf die Praxis
- Umgang öffentlicher Auftraggeber mit den vermehrt möglichen Direktaufträgen
- Die Abschaffung des Vergaberechts für Kommunen in NRW und die Folgen
Die klare Leistungsbeschreibung
- Durch eine klare Leistungsbeschreibung schlechte Angebote, Rügen und Nachträge vermeiden
- Vor- und Nachteile einer konstruktiven und einer funktionalen Leistungsbeschreibung
- Praxisbeispiele (un)zulässiger Produktvorgaben auf Basis der Rechtsprechung
- Nachhaltige Beschaffungen auf Ebene der Leistungsbeschreibung effizient umsetzen
Nachhaltige Vergaben vor Ort umsetzten
- Gute Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und zentraler Vergabestelle
- Markterkundung: Basis nachhaltiger Vergaben (s. Klimaschutz, Soziales)
- Auf welcher Stufe lassen sich nachhaltige Vergaben am besten umsetzen
- Praxisbeispiele

Norbert Portz
Rechtsanwalt, Leiter Vergabedezernat a. D. – Deutscher Städte- und Gemeindebund und ehrenamtlicher Beisitzer der Vergabekammer des Bundes
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Programmpunkt
Rahmenvereinbarungen
- Rechtsgrundlagen von Rahmenvereinbarungen
- Aktuelle Rechtsprechung (EuGH, OLG Koblenz, VK Westfalen u.a.)
- Exklusivität von Rahmenvereinbarungen?
- Auftragswertschätzung und Höchstgrenzen
- Mindestabnahmemengen
- Einzelabrufe
- Rahmenvereinbarungen mit mehreren Vertragspartnern
- Laufzeit, Kündigung und Optionen bei Rahmenvereinbarungen
Digitalisierung und KI im Vergaberecht
- Grundlagen der EVB-IT
- Cloud Vergaben schnell und effizient durchführen
- Open Source Software
- KI als Grundlage für die Erstellung der Vergabeunterlagen
- Beauftragung von KI-Lösungen
- Digitale Souveränität

Dr. Moritz Philipp Koch
Leiter Sourcing & Vergabe – IT.NRW
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