Wir haben die Wahl

Für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem und einen starken Innovationsstandort

Bei der Bundestagswahl im September 2025 geht es nicht nur um die Frage, in was für einem Land wir künftig leben wollen. Unsere Stimme entscheidet auch darüber, wie wir in Zukunft versorgt werden. Lassen Sie uns die Zeit bis zur Wahl gemeinsam nutzen, um die Weichen für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem und einen starken Innovations- und Gesundheitsstandort Deutschland zu stellen!

Als Vater, Ehemann, Sohn und Freund will ich mich darauf verlassen können, dass Menschen, die mir nahestehen, bei Bedarf die beste Therapie erhalten. Als Geschäftsführer eines forschenden Unternehmens brauche ich Planungssicherheit. Ich muss mich darauf verlassen können, dass neue Medikamente adäquat bewertet, wertbasiert vergütet und schnellstmöglich in die Versorgung gebracht werden können. Gleiches gilt für Kolleg:innen, die auf globaler Ebene darüber entscheiden, in welchem Land Johnson & Johnson in klinische Studienprojekte investiert – und damit Patient:innen zu einem sehr frühen Zeitpunkt Zugang zu innovativen Medikamenten oder Behandlungsoptionen eröffnet – oder ein neues Medikament zuerst auf den Markt bringt.

Der Patient wartet

Im globalen Wettbewerb um Investitionen und frühe Markteinführungen ist Deutschland ein Land von vielen. Wir führen das Feld jedoch nicht mehr an. Die einstige „Apotheke der Welt“ hat bei Investitionsentscheidungen nicht selten das Nachsehen. Die Pharmastrategie soll Deutschland für forschende Unternehmen und für globale Investitionen wieder attraktiver machen, Patient:innen sollen mehr Zugang zu innovativen Medikamenten erhalten. Umso wichtiger, dass die ausstehenden Maßnahmen schnellstmöglich und handwerklich einwandfrei umgesetzt werden. Je eher, desto besser. Um unseren Firmengründer Dr. Paul Janssen zu zitieren: „Es ist fünf vor zwölf, und der Patient wartet.“

The times they are a-changin’ …

… wusste schon Bob Dylan. Moderne Medikamente setzen immer früher und individueller an, wirken zunehmend präzise und belasten die Betroffenen immer weniger. Was für sie oft der sprichwörtlich letzte Grashalm ist, bringt das mittlerweile 13-jährige AMNOG (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) jedoch an seine Grenzen: Je personalisierter ein Medikament ist, je früher und präziser es in den Krankheitsverlauf eingreift, desto schwerer ist, es in die Versorgung zu bekommen. Veraltete methodische Hürden erschweren die angemessene Bewertung neuer Therapien sogar dann, wenn der Bedarf für ein neues Medikament sehr hoch ist, etwa in der Onkologie. Es lässt sich nicht schönreden: Das AMNOG hinkt dem wissenschaftlichen Fortschritt hinterher.

Schluss mit der Aufschieberitis, ran an die Modernisierung des AMNOG!

Urs VögeliVorsitzender der Geschäftsführung der Janssen-Cilag GmbH, einem Johnson & Johnson-Unternehmen

You better start swimmin’ (or you’ll sink like a stone) …

… heißt es bei Dylan weiter. In meinen Worten: Schluss mit der Aufschieberitis, ran an die Modernisierung des AMNOG! Wir müssen das AMNOG schnellstmöglich in die Lage versetzen, neue Medikamente und Therapieansätze, etwa im Bereich der Gen- und Zelltherapien, methodisch angemessen zu bewerten. Dafür braucht es u. a. die Anerkennung neuer, patientenrelevanter Endpunkte und Studiendesigns.

Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass es nicht immer möglich oder ethisch geboten ist, randomisierte klinische Studien durchzuführen. Besonders dann, wenn schon früh in der Entwicklung deutlich wird, dass Patient:innen in besonderem Maße von einer neuen Therapie profitieren können. Die in diesen Fällen von den Herstellern vorgelegten Studien weist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) allerdings regelmäßig als unbrauchbar zurück. Konsequenz: Kein Zusatznutzen und damit keine Chance auf einen wertbasierten Erstattungspreis.

Es geht um unsere Gesundheit

Die Umsätze, die Unternehmen heute mit neuen Medikamenten erzielen, ermöglichen ihnen, in die Erforschung und Entwicklung dringend benötigter Medikamente von morgen zu investieren. Die Voraussetzung dafür, dass diese Gleichung aufgeht, sind Erstattungspreise, die den Wert medizinischer Innovationen für Betroffene abbilden. Die mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) eingeführten Preisleitplanken und pauschalen Rabatte machen es jedoch nahezu unmöglich, wertbasierte Erstattungspreise zu verhandeln.

Schon heute stehen deshalb fünf dringend benötigte Arzneimittel in Deutschland nicht zur Verfügung; darunter sogar eins, das von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA als bahnbrechende Therapie eingestuft wurde. In den nächsten Jahren könnten bis zu 30 Medikamente verzögert oder gar nicht in den deutschen Markt eingeführt werden.¹ Das können wir nicht ernsthaft wollen. Schließlich geht es um die Gesundheit unzähliger Patient:innen von heute – und morgen. Lassen Sie uns nicht bis September 2025 warten. Let’s start swimmin’!

janssen.com/germany

Johnson & Johnson

¹ vfa (2023), Stellungnahme: Evaluation der Auswirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes auf die Versorgung und den Wirtschaftsstandort, https://www.vfa.de/de/wirtschaft-politik/amnog/evaluation-gkv-finanzstabilisierungsgesetz.

Advertorial aus dem Handelsblatt Journal How to future Health vom 05.11.2024

©EM-167511; Illustration: Getty

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