Advertorial Artikel aus dem Handelsblatt Journal Banking 2025 vom 03.09.2025
Die diesjährige Omnibus-Initiative sendete ein verzerrendes negatives Signal, indem Nachzügler belohnt wurden und sich Vorreiter bestraft fühlten. Dabei sind Unternehmen, die frühzeitig in die Vorbereitung auf die CSRD investiert haben, für die Erfüllung zukünftiger Nachhaltigkeitserwartungen besser aufgestellt. Investoren priorisieren nachhaltige Unternehmen zunehmend – auch, weil Finanzierer wie Banken oder Leasinggesellschaften durch die BaFin seit diesem Jahr verpflichtet sind, ESG-Risiken im Finanzierungsprozess zu beleuchten. Denn nach der 7. Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) müssen Nachhaltigkeitsrisiken der Unternehmen seitens Finanzierer erfasst und bewertet werden – unabhängig davon, wie groß oder klein das Unternehmen ist.
Klar ist: Unternehmen, die ökologische oder soziale Standards missachten, werden es künftig schwerer haben, Finanzierungen zu erhalten. Ebenso können Verstöße gegen bewährte Governance-Prinzipien, etwa durch mangelnde Transparenz oder fragwürdige ethische Entscheidungen, die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens erheblich beeinträchtigen.
Ein guter erster Schritt: Die Klimabilanz
Wer Klimaziele verfolgen und sich verbessern möchte, braucht zunächst einen Überblick darüber, welche Treibhausgasemissionen das eigene Unternehmen genau verursacht. Eine Klimabilanz ist deshalb ein guter erster Schritt – auch vor dem Hintergrund stark steigender Preise für emittiertes Kohlendioxid in den kommenden Jahren. Der Aufwand dafür ist überschaubar und es gibt viele Tools und Dienstleister, die dabei unterstützen. Wichtig ist, nicht nur auf die direkt verursachten Emissionen zu schauen, sondern auf alle drei sogenannten Scopes:
- Scope 1: Direkt erzeugte Emissionen aus dem eigenen Betrieb.
- Scope 2: Indirekte Emissionen, etwa durch den Einkauf von Strom.
- Scope 3: Alle anderen indirekten Emissionen, die durch Aktivitäten in der Wertschöpfungskette entstehen.
Ist alles dokumentiert, haben Unternehmen einen guten Startpunkt, um Hebel zu finden, mit denen sie ihren CO2-Fußabruck verringern können. Eine erste und schnell wirksame Maßnahme könnte zum Beispiel der Abschluss eines Ökostromtarifs sein. Zusätzlich zählen Maßnahmen zur eigenen nachhaltigen Stromversorgung, die Hebung von Energieeffizienz und die Umstellung des firmeneigenen Fuhrparks auf E-Mobilität zu den bewährten ersten Schritten vieler Unternehmen.
Nachhaltigkeit ist längst kein rein ethisches Anliegen mehr
Unternehmen, die ESG-Risiken berücksichtigen und aktiv steuern, profitieren langfristig – durch bessere Finanzierungskonditionen, geringere Risiken, ein positives Image und höhere wirtschaftliche Stabilität. Eine Entwicklung, die Unternehmen nicht ignorieren sollten.
