Vollsortimenter ohne Zukunft – Wie sich die Branche verändert

Vollsortimenter

KI, Naturkatastrophenschäden und Regulatorik: Auf dem Handelsblatt Insurance Summit diskutieren Versicherer über die Herausforderungen der Branche. Welche Chancen sich dabei bieten.

Düsseldorf. Die Versicherungswirtschaft muss sich auf turbulente Jahre einstellen. „Im nächsten Jahrzehnt wird es für die deutschen Erstversicherer mehr Veränderung geben als in den 25 Jahren zuvor“, sagte Dietmar Kottmann, Partner bei Oliver Wyman, beim Handelsblatt Insurance Summit.

„Es wird deutlich anspruchsvoller, die Risiken des Lebens zu versichern“, sagte auch Ergo-Deutschlandchef Oliver Willmes. Naturkatastrophen, Cybergefahren sowie geopolitische und technologische Umbrüche veränderten das Geschäft grundlegend.

Laut Kottmann gibt es zwei wesentliche Treiber für den Wandel: Zum einen führe die Marktkonsolidierung bei den Firmenkundenmaklern zu höheren Kosten und Anforderungen für die Versicherer. Getrieben wird die Fusionswelle von Maklerhäusern, an denen Finanzinvestoren beteiligt sind, die entsprechende Gewinne sehen wollen.

Zum anderen könnten Kunden mithilfe von KI-Assistenten Versicherungsprodukte immer einfacher und schneller vergleichen. „Intransparente Marktsegmente, die für die Versicherer meist sehr gewinnträchtig sind, werden nach und nach verschwinden“, sagte Kottmann.