Strategische Ausrichtung im Wandel: Was deutsche Unternehmen jetzt brauchen

TTE Strategy Studie zeigt: 40 % der Unternehmen fehlt strategische Klarheit für 2030

TTE Strategy Studie zeigt: 40 % der Unternehmen fehlt strategische Klarheit für 2030

Viele Unternehmen in Deutschland verfolgen ambitionierte Wachstumsziele – doch wie klar sind ihre Strategien tatsächlich? Die TTE Strategy Studie 2024 zeigt: Während der Transformationsdruck steigt, fehlt es knapp 40 % der Unternehmen an einer klaren strategischen Ausrichtung für das Jahr 2030 – insbesondere in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovation.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 120 C-Level-Führungskräften aus Deutschland und der Schweiz. Sie gibt Einblicke in die strategischen Zielbilder und Umsetzungsansätze deutscher Unternehmen – mit Blick auf das laufende Jahr 2025 und darüber hinaus.

2025: Pläne sind gemacht – Umsetzung unter Druck

Zum Zeitpunkt der Befragung hatten 75 % der Unternehmen einen klaren Aktionsplan für 2025 formuliert. Für 55 % steht dabei das Umsatzwachstum im Fokus, 34 % priorisieren Stabilität. Herausforderungen wie steigende Kosten und zunehmender Wettbewerbsdruck begleiten die Umsetzung – und zeigen, dass es nun darauf ankommt, aus Plänen echte Fortschritte zu machen. Trotz dieser Herausforderungen blickt die Mehrheit der Befragten positiv in die Zukunft: Über 90 % bewerten ihre aktuelle Unternehmensentwicklung optimistisch oder sehr optimistisch.

2030: Zwischen langfristiger Vision und strategischer Lücke

Für das Jahr 2030 zeigt sich ein differenzierteres Bild: 40 % der befragten Unternehmen geben an, keine klare strategische Ausrichtung für die nächsten fünf Jahre zu haben. Hauptgründe sind Ressourcenengpässe, dynamische Märkte und kurzfristige Prioritäten. Diejenigen Unternehmen, die bereits langfristig planen, holen sich gezielt Unterstützung – 61 % arbeiten mit Strategieberatungen zusammen, insbesondere zur Entwicklung nachhaltiger und digitaler Geschäftsmodelle.

Drei Erfolgsfaktoren für zukunftsfähige Strategien

Die Studie identifiziert drei zentrale Hebel für erfolgreiche strategische Ausrichtung:

  • Markt- und Kundenverständnis (43 %),
  • eine klare Vision mit messbaren Zielen (40 %),
  • sowie ein effektives Risikomanagement (38 %).

In der Umsetzung setzen 22 % auf Agilität und schnelle Entscheidungen, während 18 % klare Verantwortlichkeiten betonen. Strukturierte Strategieprogramme gewinnen weiter an Bedeutung – 89 % der Unternehmen bewerten sie als besonders relevant für eine effiziente und transparente Umsetzung.

Strategische Klarheit als Wettbewerbsfaktor – auch in der Chemiebranche

„In einem Umfeld, das sich schneller denn je verändert, brauchen Unternehmen mehr als nur gute Ideen – sie brauchen eine klare, belastbare Strategie“, betont Dr. Johannes Ihringer, Managing Director bei TTE Strategy. „Nur wer heute die richtigen Weichen stellt und gleichzeitig flexibel bleibt, wird sich nachhaltig im Wettbewerb behaupten können.“

Ausblick für die Chemiebranche

Die Chemieindustrie steht exemplarisch für die Herausforderungen dieser Zeit: zwischen regulatorischem Druck, wachsendem Nachhaltigkeitsanspruch und dem Bedarf an wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. Als Rückgrat der deutschen Industrie wird sie auch künftig eine Schlüsselrolle spielen. Umso wichtiger ist jetzt eine strategische Neuausrichtung – mit klaren Zielen, agiler Umsetzung und einem echten Innovationsanspruch.

Zum Autor

Dr. Johannes Ihringer ist Managing Director bei TTE Strategy und begleitet internationale Unternehmen bei tiefgreifenden Transformationsprozessen. TTE Strategy ist eine international agierende Beratung mit klarem Fokus auf Umsetzung – sie sorgt dafür, dass strategische Weichenstellungen im Kern der Organisation Wirkung entfalten. Der Ansatz: Transformation gelingt nur, wenn sie gemeinsam mit den Menschen im Unternehmen gestaltet und getragen wird. Vor seinem Einstieg bei TTE Strategy war Johannes in der Chemie- und Halbleiterindustrie in Management-Positionen tätig und arbeitete als Berater in der Chemie Practice der Boston Consulting Group. Heute liegt sein Schwerpunkt auf der erfolgreichen Gestaltung und Verankerung von Veränderungen in der chemischen Industrie.