Ohne Versorgungssicherheit ist alles nichts:
In Bergkamen betreibt die Steag Iqony Group eines ihrer sechs systemrelevanten Kraftwerke.
Advertorial Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Energiewirtschaft“
Sicherer und bezahlbarer Strom – das wird die Energiepolitik die nächsten Jahre weiter bestimmen. Denn der Mangel an steuerbaren Kapazitäten verschärft sich. Immer mehr Anlagen gehen vom Netz. Zugleich werden die neuen Gaskraftwerke frühestens 2030 stehen. Für diese kostspielige Versorgungslücke brauchen wir eine Brücke.
Wenn es um die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit unserer Energie geht, darf es keine Scheuklappen geben. Deshalb sollten wir einen oftmals vergessenen Riesen in den Blick nehmen: Reservekraftwerke. Deutschland hat einen großen Reserve-Kraftwerkspark mit einer Gesamtleistung von rund zehn Gigawatt. Doch in der Praxis haben diese Kraftwerke ausschließlich eine Back-Up-Funktion. Sie kommen nur zum Einsatz, wenn das Netz stabilisiert werden muss – nicht aber, um die hohen Strompreise zu senken.

Das muss sich ändern. Wir sollten diese vorhandenen Kapazitäten besser nutzen. Es geht dabei nicht um einen Ausstieg vom Kohleausstieg. Das kann keiner wollen. Der Einsatz der Reservekraftwerke zur Strompreisdämpfung wäre eine Übergangslösung, die temporär befristet und an klare Bedingungen wie eine Preisschwelle für den Marktbetrieb und eine Rückerstattung der Vorhaltekosten an die Übertragungsnetzbetreiber geknüpft wäre. Es geht also um eine Brücke, bis die neuen Anlagen stehen.
Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, das zu ermöglichen. Diese Maßnahme sollte schnell umgesetzt werden. Denn sie würde sofort wirken und Industrie sowie Verbraucherinnen und Verbraucher entlasten. Jetzt braucht es den politischen Mut für einen ersten Befreiungsschlag gegen die hohen Strompreise.
Bild: © Steag Iqony Group
„Energiewirtschaft“ erschienen. Das vollständige Journal können Sie sich hier kostenlos herunterladen:
