Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Treiber für langfristigen Unternehmenserfolg – und entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Der Bedarf an verlässlichen Nachhaltigkeitsinformationen ist ungebrochen – auch wenn regulatorische Anforderungen der EU zuletzt abgeschwächt wurden. In die Bewertung von Unternehmen fließen heute zunehmend ESG-Kriterien ein. Diese berücksichtigen neben Umweltaspekten auch soziale Fragen und eine wirksame Unternehmensführung. „Unternehmen, die ESG-Themen proaktiv und strategisch angehen, sichern sich handfeste Vorteile: Sie reduzieren Risiken, erhöhen ihre operative Effizienz, erschließen neue Marktpotenziale und stärken nachhaltig das Vertrauen ihrer Stakeholder“, betont Christian Kramer, ESG-Projektleiter bei Creditreform.
Außenwahrnehmung besonders wichtig
Die Außenwahrnehmung spielt beim Thema ESG eine große Rolle. Dies zeigt auch die die von Creditreform und dem ECC Köln durchgeführte Studie B2Best Barometer Q1 2025. Besonders im Bereich Umwelt war es den befragten Großhändlern und Herstellern wichtig, dass ihr Einsatz für Nachhaltigkeit von Kunden und Partnern erkannt wird.

Entlastung für kleinere und mittlere Unternehmen
Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen bietet der neu entwickelte VSME-Standard der EFRAG eine wertvolle Orientierung. Er ermöglicht eine strukturierte und nachvollziehbare Nachhaltigkeitsberichterstattung – ohne dass umfassende interne Ressourcen oder eigenes Fachpersonal bereitgestellt werden müssen.
Mit der Omnibus-Verordnung hat die EU zudem klargestellt, dass der VSME-Standard eine verbindliche Obergrenze darstellt. Berichtspflichtige Unternehmen dürfen daher künftig nur noch VSME-konforme Informationen von ihren Zulieferern verlangen. Dies reduziert den sogenannten „Trickle-Down-Effekt“, schafft Rechtssicherheit und verhindert eine übermäßige Belastung kleinerer Marktteilnehmer.
Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen
Auch wenn kleinere und mittlere Unternehmen durch den VSME-Standard deutlich entlastet werden, stehen viele von ihnen in Sachen ESG noch ganz am Anfang. Für viele stellt es eine große Herausforderung dar, die eigenen Nachhaltigkeitspraktiken zu verbessern, eine aussagekräftige ESG-Bewertung nachzuweisen oder die ESG-Risiken ihrer Geschäftspartner zu beurteilen. Verschiedene Lösungsansätze tragen dazu bei, nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln zu ermöglichen.
Mit dem Creditreform ESG-Score erhalten Unternehmen ein fundiertes Instrument, um die Nachhaltigkeitsperformance von Geschäftspartnern zu bewerten, das eigene Portfolio gezielt zu erweitern und Nachhaltigkeit auch nach internationalen Maßstäben einzuordnen.
Darüber hinaus liefert der ESG-Score wertvolle Informationen zu potenziellen Nachhaltigkeitsrisiken in Lieferketten oder Kreditportfolios und unterstützt damit die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Eine nahtlose Integration in bestehende Prozesse und Systeme ist ebenfalls gewährleistet.
Eine Nachhaltigkeitsauszeichnung wie das Creditreform EcoZert bietet zudem die Möglichkeit, das eigene nachhaltige Handeln auch international nach außen zu präsentieren. Im Rahmen eines Prüfprozesses erkennen die Unternehmen zudem, wie sie in Sachen Nachhaltigkeit aufgestellt sind und wo es Verbesserungspotenzial gibt.
„Nachhaltigkeit ist längst mehr als eine Pflichtaufgabe“, erklärt der Creditreform ESG-Experte Christian Kramer. „Wer sich dieser Aufgabe stellt und ESG-Themen aktiv in seine Geschäftsprozesse integriert, schafft deutliche Vorteile.“