Missing Link: Drohnen und Künstliche Intelligenz im Krieg

Das Töten im Krieg ist einfacher geworden – mit Drohnen per Knopfdruck aus der Ferne. Der Einsatz von KI im Krieg ist nicht neu. Das ethische Dilemma bleibt.

Früher sah ein Soldat den Gegner, den er gleich töten würde – oder von dem er gleich getötet werden würde. Heutzutage ist das anders, Töten im Krieg ist einfacher geworden. Und man darf vermuten, dass es in Zukunft noch einfacher wird: Oft genug genügt es, auf einen Knopf zu drücken.

Bajonett und Kampfmesser kommen im Krieg zwar immer noch zum Einsatz, zunehmend wichtiger werden aber Fernwaffen wie Gewehre, Artillerie – die heute schon enorme Strecken zurücklegen können – und Bomben. Von immer größer Bedeutung sind aber vor allem Drohnen und autonome Waffensysteme, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ihre Ziele mehr oder minder selbstständig erreichen – sofern sie nicht durch „Jammer“ oder ähnliches gestört oder gar umgelenkt werden.

Für all dies ist die Weiterentwicklung der vorhandenen Ausrüstung und Technik zur Kriegsführung notwendig. In den unterschiedlichen Staaten werden immer wieder neue Dinge erfunden, konstruiert und auf den Markt gebracht und jede Armee versucht sich an die Möglichkeiten potenzieller Gegner anzupassen. Das vorhandene Kriegsgerät kann jedoch nicht immer wieder ersetzt werden, um Nachteile auszugleichen. Eine mögliche Lösung für das Dilemma: „Software Defined Defence“.

Dabei wird die Hardware von Anfang an so entwickelt und konstruiert, dass immer neue und weiterentwickelte Software aufgespielt werden kann, wodurch die Hardware neue Fähigkeiten erlangt. Diese Themen wurden auch bei der diesjährigen Handelsblatt-Konferenz „Sicherheit und Verteidigung“ diskutiert, die im Januar in Berlin stattfand.