Drei kurze Fragen an Christian Ladurner, CFO – HENSOLDT

Resilienz & Strategie: Was bedeutet Resilienz für Sie ganz konkret – und welche strategische Entscheidung war in den letzten Jahren dafür entscheidend?

Resilienz bedeutet für mich, steigende Nachfrage zuverlässig in industrielle Leistung übersetzen zu können – auch in Zeiten geopolitischer Unsicherheit. Entscheidend dafür war, frühzeitig in Standorte und Kapazitäten, in Lieferkettenstabilität und in Initiativen zur Effizienzsteigerung zu investieren. Zudem spielt Dislozierung eine große Rolle.

CFO-Rolle im Wandel: Welche Priorität auf der heutigen CFO-Agenda wird aus Ihrer Sicht noch immer unterschätzt?

Die Umsetzung der Unternehmensstrategie wird oft als rein operative Aufgabe gesehen. Tatsächlich ist sie auch ein Finanzthema. Es geht darum, Wachstum solide zu finanzieren, Risiken frühzeitig zu antizipieren und Transformation zu steuern. Dafür braucht es ein enges Zusammenspiel von Finance und operativem Geschäft. Der CFO ist auch Mitgestalter bei der wirtschaftlichen und industriellen Umsetzung. Darüber hinaus sehe ich das Thema Digitalisierung in der Lieferkette als wesentliche Priorität für den CFO.

Blick nach vorn: Was wird in den nächsten Jahren über den Erfolg oder Misserfolg von CFOs entscheiden?

Drei Faktoren werden entscheidend sein. Erstens: Kapital diszipliniert einsetzen, besonders in Wachstumsphasen. Zweitens: Erlös- und Wertschöpfungsmodelle auf Skalierbarkeit und Resilienz ausrichten. Drittens: Vertrauen schaffen – durch Transparenz, Konsistenz und klare Kommunikation. Erfolgreiche CFOs sichern Stabilität und treiben gleichzeitig Transformation voran.