Drei Fragen an Henrik Feltens, Referent Cyberversicherung – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Was ist aus Ihrer Sicht aktuell die größte Herausforderung für die Zukunft der Cyberversicherung – und wo liegt gleichzeitig die größte Chance?

Aktuell sind nach Erkenntnissen der Versicherungswirtschaft mindestens zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland so schlecht geschützt, dass sie nicht ohne Weiteres versicherbar sind. Hauptursache ist insbesondere bei KMU ein unzureichendes Risikobewusstsein. Die größte Wachstumschance liegt daher darin, die gesamtwirtschaftliche Resilienz zu stärken.

Wenn Sie einen Blick auf die nächsten drei bis fünf Jahre werfen: Wie wird sich die Cyberversicherung grundlegend verändern?

Cyberversicherer entwickeln sich bereits jetzt immer stärker hin zum aktiven Risikopartner. Mit Präventions- und Risikomanagementangeboten unterstützten sie die Versicherungsnehmer nicht erst dann, wenn ein möglicher Schaden eintritt. Ich erwarte, dass sich dieser Trend fortsetzen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit an dieser Stelle weiter intensivieren wird.

Wenn Sie den Teilnehmenden nur eine Botschaft mitgeben dürften: Welche wäre das – und warum?

Cybersicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe: Versicherer und Versicherungsnehmer müssen Prävention und Resilienz konsequent priorisieren – für nachhaltige Versicherbarkeit und einen stabilen Markt.