Die Rolle der Digitalisierung für eine erfolgreiche Energiewende im Gebäudesektor

Die Energiewende ist ohne die deutsche Immobilienwirtschaft nicht zu schaffen. Erhebliche Potenziale und Herausforderungen sind direkt oder indirekt mit Immobilien verknüpft. In Deutschland gibt es knapp drei Millionen Nicht-Wohngebäude. Einer Schätzung von node.energy zufolge, sind darunter ca. 650.000 vermietete Gebäude mit Potenzial für PV-Dachanlagen, darunter Bürogebäude, Handel, Logistik, Produktion und Hotels. Die Integration erneuerbarer Energien in Gebäude, die Entwicklung intelligenter Energieversorgungssysteme und die Planung innovativer Energielösungen sind wesentliche Aspekte, die nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der Energie- und Immobilienwirtschaft erreicht werden können.

Herausforderungen bei der Integration erneuerbarer Energien in Gebäuden

Michael Blichmann, Geschäftsführer von node.energy, identifiziert die Integration erneuerbarer Energien in bestehende und neue Gebäude als eine der größten Herausforderungen. Dies erfordert nicht nur technische Lösungen wie die Installation von Photovoltaikanlagen, sondern auch geeignete regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die gewerbliche Mieterstromprojekte fördern und finanzierbar machen. In den letzten 24 Jahren sind in Deutschland insgesamt 89 GW PV-Leistung auf Freiflächen und Dachanlagen installiert worden. Binnen der nächsten zehn Jahre sollen über 200 GW PV-Leistung zugebaut werden, wovon ca. 100 GW auf Dächern entstehen sollen. Dies bedeutet eine starke Beschleunigung des Zubaus, die erhebliche Investitionen in der Größenordnung von 100 Milliarden Euro erfordert. Allein im Jahr 2026 wird der Zubau von PV-Dachanlagen auf 11 GW geschätzt, was einem Investitionsvolumen von etwa 11 Milliarden Euro entspricht. Ein erhebliches Marktpotenzial also. Doch die Komplexität energiewirtschaftlicher Prozesse schreckt heute noch viele potenzielle Betreiber ab.

Digitale Lösungen für Mieterstromprojekte

Die Zukunft der prozessualen Abwicklung für Mieterstromprojekte bzw. Onsite-PPAs ist digital. node.energy bietet dafür mit der Softwareplattform opti.node als Marktführer schon heute umfassende, effiziente Lösungen. „Unsere Plattform opti.node vereinfacht und digitalisiert die komplexen Prozesse, die mit Mieterstromprojekten verbunden sind,“ erklärt Blichmann. Von der Analyse und Planung bis zur automatisierten Abrechnung deckt die Software alle relevanten Schritte ab. Ein neuer und bedeutender Aspekt ist die Möglichkeit, Herkunftsnachweise (HKNs) für vor Ort erzeugten Grünstrom zu erstellen. Diese Nachweise bieten eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation der Stromherkunft, was insbesondere für gewerbliche Mieter mit hohen ESG-Anforderungen entscheidend ist.

Nachhaltige Gewerbeimmobilien: Transparenz statt Greenwashing

Die Einführung von Herkunftsnachweisen ist eine wesentliche Innovation für die nachhaltige Energieversorgung im Gewerbeimmobiliensektor. „Herkunftsnachweise sind ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen in die Grünstromlieferungen zu stärken,“ betont Blichmann. In der Vergangenheit war es oft schwierig, den Nachweis zu erbringen, dass der gelieferte Strom tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammt. Mit der opti.node-Funktion kann nun der gesamte Prozess von der Registrierung der PV-Anlage bis zur Bereitstellung der Herkunftsnachweise automatisiert werden. Dies schafft Transparenz sowie Vertrauen und fördert die Akzeptanz erneuerbarer Energien. Neben der Erstellung von Herkunftsnachweisen profitieren die Kunden von node.energy von einer umfassenden energiewirtschaftlichen Unterstützung. Die Plattform analysiert die Wirtschaftlichkeit von Betreibermodellen, identifiziert optimale Lieferpreise, begleitet die Projekte energiewirtschaftlich über die Inbetriebnahme bis zur effizienten kaufmännischen Betriebsführung. Rund 750 Unternehmen in Deutschland setzen bereits auf die Lösungen von node.energy.

Zukunft der Energiewende im Gebäudesektor

Die Zukunft der Energiewende im Gebäudesektor wird stark von digitalen Lösungen geprägt sein, die die Komplexität reduzieren und die Transparenz erhöhen. „Wir müssen weiterhin daran arbeiten, die regulatorischen Hürden zu senken und wirtschaftliche Anreize zu schaffen, die den Ausbau erneuerbarer Energien fördern,“ so Blichmann. Die Zusammenarbeit zwischen der Energie- und Immobilienwirtschaft muss dafür intensiviert werden. Dies betrifft neben der effizienten Projektabwicklung auch die clevere Strombeschaffung, zum Beispiel mit Green PPAs. Auch hier nutzen bereits viele Unternehmen die umfassenden Lösungen von node.energy. Zu diesen Themen referiert Michael Blichmann in seinem Vortrag „Mieterstrom und Green PPA – kostensparende und nachhaltige Stromversorgung von Gewerbeimmobilien“ im Rahmen des Events „Energizing Real Estate“ vom 12. bis 13. September in Berlin, dem Runden Tisch des Handelsblatts für die Energie- und Immobilienwirtschaft zur erfolgreichen Gestaltung der Energiewende.

Weitere Informationen: Mieterstrom auf Gewerbedächern einfach umsetzen