Die Energiewende braucht mutige Ideen und konkrete Taten

Die Handelsblatt Journal Redaktion im Gespräch mit Johann Böker, Gründer und CEO von Greenflash, über die von seinem Unternehmen entwickelten und realisierten KI-gestützten Energiesysteme, welche Industrie und Gewerbe bei der Reduzierung von Energiekosten und CO2-Emissionen gleichermaßen unterstützen.

Herr Böker, mit welchem Geschäftsmodell richtet sich Greenflash an den Mittelstand?
Wir glauben fest daran, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn wir gemeinsam handeln, ohne auf politische Entscheidungen zu warten. Um Mitstreiter zu gewinnen, braucht es Lösungen, die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vereinen. Wir zeigen mit ganzheitlichen Energiesystemen als künftiger Standard, wie dies möglich ist.

Wie sehen Ihre Energiesysteme konkret aus?
Unsere Lösungen basieren auf Photovoltaik-Anlagen, die wir auf ungenutzten Dachflächen von Industrie und Gewerbegebäude installieren. Diese kombinieren wir mit industriefähigen Batteriespeichern, Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur. Das Besondere: Mithilfe von KI steuern wir die Energienutzung bedarfsgerecht. Unser GreenX1-Controller vernetzt alle Systeme und sorgt dafür, dass Überschüsse automatisiert ins Netz eingespeist und monetarisiert werden. So vereinen wir Energieeffizienz mit Kosteneinsparungen – ein Vorteil für Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen.

Welche Rolle spielt gemeinschaftliches Handeln dabei?
Die Energiewende ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Politik reicht allein nicht aus, wir müssen als Unternehmer und Gesellschaft aktiv werden. Wir sind davon überzeugt: Wenn wir Pragmatismus mit Technologie verbinden, können wir die Energiewende entscheidend vorantreiben.

Stichwort Innovation – wie wichtig ist das für die Zukunft der Energieversorgung?
Innovation ist essenziell. Die Zukunft liegt in der intelligenten Vernetzung und der Nutzung von KI. Mit „Demand Response“, also der flexiblen Anpassung des Energieverbrauchs an die Erzeugung, helfen wir Unternehmen, unabhängig von externen Faktoren zu werden. Sie können ihre Energiekosten senken und gleichzeitig CO2-Emissionen reduzieren.

„Groß denken und gemeinsam handeln“ ebnet aus Ihrer Sicht den Weg zur Energiewende?
Genau. Unsere Vision ist eine Energieversorgung, die nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich ist. Dazu braucht es mutige, ganzheitliche Konzepte – und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Wenn wir Pragmatismus mit Technologie verbinden, können wir die Energiewende entscheidend vorantreiben.

Johann Böker,Gründer und CEO von Greenflash

https://greenflash.de/

Greenflash

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Dieser Artikel ist im aktuellen Handelsblatt Journal „ENERGIEWIRTSCHAFT“ erschienen. Das vollständige Journal können Sie sich hier kostenlos herunterladen:
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