Deutschland braucht Großwärmepumpen!

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Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Energiewirtschaft“ vom 23.01.2024

Im Oktober gab es gute Neuigkeiten für die deutsche Wärmewende: Der Mannheimer Energieversorger MVV nahm die mit 20 MW größte Wärmepumpe Deutschlands in Betrieb. Rund 3.500 Haushalte werden über das Fernwärmenetz mit klimaneutraler Wärme versorgt.

Von der Bundesregierung werden fünf solcher Großwärmepumpen als „Reallabore der Energiewende“ gefördert. Mannheim ist das größte Projekt, die vier weiteren sind deutlich kleiner. Am freien Markt sucht man solche Projekte bislang vergebens. Jenseits der deutschen Grenze im Norden hingegen, bietet sich ein anderes Bild: in Dänemark werden Großwärmepumpen längst im Rahmen kommerzieller Projekte eingesetzt.

Zum Beispiel in der dänischen Stadt Esbjerg, wo zwei Großwärmepumpen ab Januar 2024 insgesamt 25.000 Haushalte mit nachhaltiger Wärme versorgen und ein Kohlekraftwerk ersetzen werden. Mit insgesamt 60 MW ist allein dieses Projekt drei Mal so groß wie das größte deutsche Projekt in Mannheim und nur ein Beispiel für den skandinavischen Trend, Großwärmepumpen zur Fernwärmeversorgung einzusetzen. Deutschland hinkt aktuell noch hinterher. Jenseits von Reallaboren verstrickte sich die Republik lange in zähe Diskussionen über Wärmepumpen für Einzelhaushalte. Doch auch bei uns gibt es gute Voraussetzungen für Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen.

Der Markthochlauf von Großwärmepumpen nimmt Fahrt auf

Eine Ertüchtigung der heimischen Wärmenetze käme auch dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau zugute, der bei Großwärmepumpen technologisch führend ist. Allerdings sind die Auftragsbücher bereits gut gefüllt und kommt der deutsche Markt in den nächsten Jahren in Fahrt, drohen Kapazitätsengpässe. Zum Beispiel beim Kölner Energieversorger Rheinenergie, der 2024 den Bau einer 150 MW Großwärmepumpe ausschreiben will und auch in anderen Großstädten werden Ausschreibungen vorbereitet. Der Markthochlauf, er kommt also auch bei uns. Ihn zuverlässig bedienen zu können, wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre und ein wichtiger Meilenstein beim klimaneutralen Umbau der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Die Politik kann dabei helfen, indem Sie Rahmenbedingungen schafft, die Kommunen und Industrie den wirtschaftlichen Einsatz von Großwärmepumpen erlauben und dem Maschinenbau damit den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten.

Die wichtigste Voraussetzung dafür klingt schon fast trivial, denn sie ist seit Jahrzehnten im energiewirtschaftlichen Delta zusammengefasst: Die sichere Produktion von umweltfreundlichem Strom zu konkurrenzfähigen Preisen.

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Auch bei uns gibt es gute Voraussetzungen für Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen.

Dr. Uwe LauberVorstandsvorsitzender, MAN Energy Solutions
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