Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich weltweit zu einem zentralen wirtschaftlichen Transformationspfad. Während Europa mit regulatorischen Rahmenbedingungen den politischen Rahmen schafft, sucht Japan eher technologische Innovationen und praxisnahe Anwendungen, wie Circular Economy am besten umsetzbar sein kann und bereits heute funktionieren kann.
Die in Europa angestoßene Transformation, insbesondere in Richtung Produkttransparenz, Ressourceneffizienz und neuer zirkulärer Geschäftsmodelle, wird in Japan durch konkrete Leuchtturmprojekte untermauert, die eindrucksvoll zeigen, wie aus Abfall neue Werte entstehen.
Im vorliegenden Beitrag werden die Grundlagen und aktuellen Entwicklungen der Circular Economy mit Fokus auf Europa, Deutschland und Japan analysiert. Ausgangspunkt ist der EU Green Deal, der Kreislaufwirtschaft als zentrales Instrument zur Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und Klimaneutralität bis 2050 etabliert. In Deutschland bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) den rechtlichen Kern des Abfallrechts.
Dem europäischen, stark regulativen Ansatz wird Japans technologiegetriebene Circular Economy gegenübergestellt. Aufgrund begrenzter Ressourcen, hoher Importabhängigkeit und historischer Katastrophenerfahrungen setzt Japan früh auf Ressourceneffizienz, detaillierte Abfalltrennung und innovative Recycling- und Remanufacturing-Systeme.
Anhand konkreter Praxisbeispiele – von Second-Life-Batterielösungen über Remanufacturing in der Industrie bis hin zu Zero-Waste-Kommunen – wird gezeigt, wie technologische Exzellenz, modulare Designs und digitale Systeme funktionierende Stoffkreisläufe ermöglichen. Abschließend wird betont, dass Deutschland und Japan voneinander lernen können. Deutschland durch stärkere technologische Skalierung und Marktdurchdringung zirkulärer Geschäftsmodelle, Japan durch regulatorische Impulse.
1. Grundlagen der Circular Economy
Die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft wurden in den letzten Jahren insbesondere auf europäischer Ebene systematisch durch den EU Green Deal geschärft. Die Grundidee lautet hier, Ressourcen möglichst lange im Kreislauf zu halten, Abfälle zu reduzieren, Wertstoffe zurückzugewinnen und Produkte langlebiger und reparierbarer machen.
Das Abfallrecht in Deutschland ist sehr komplex und umfasst eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen. Die aktuellen Zahlen zum Abfallaufkommen in Deutschland werden vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit erfasst und herausgegeben (BMUKN, 2025). Die Regelungen im Bereich Abfallrecht lassen sich unterteilen in allgemeine Vorschriften, mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz1 als zentralem Baustein, Vorschriften zur Abfallbehandlung und zur Abfallverbringung. Die Basis bildet das europäische Abfallrecht, das auf Klimaneutralität, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet ist.
Im Jahr 2012 wurde in Deutschland das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) beschlossen. Das KrWG setzt die EU-Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG) in deutsches Recht um. Dieses gilt daher als das zentrale Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts. In §6 des KrWG ist festgelegt, wie mit Abfall umgegangen werden soll. Es gilt folgende Priorisierung:
- Abfallvermeidung
- Wiederverwendung
- Recycling (stoffliche Verwertung)
- Energetische Verwertung
- 5. Beseitigung/Deponierung
Zweck des Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern (siehe auch BMUKN, 2024).
Die Europäische Union arbeitet derzeit an einer umfassenden Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR), die die alte Verpackungsrichtlinie ersetzen soll und langfristig verbindliche Anforderungen an Verpackungsdesign, Recyclingfähigkeit und Wiederverwendung setzen wird. Gleichzeitig wurde im Amtsblatt der EU im Jahr 2025 die Überarbeitung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie veröffentlicht, die neue Vorgaben zur getrennten Sammlung, Vermeidung und Nutzung von Sekundärrohstoffen enthält (Europäische Union, 2025).
Laut dem EU Green Deal wurde im Jahr 2019 auf europäischer Ebene beschlossen, dass die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll2. Es gilt ein Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, der darauf abzielt, den materiellen Fußabdruck der EU und Emissionen zu minimieren sowie wesentlich mehr Sekundärmaterialen zu nutzen und damit Ressourcen zu schonen. Unter anderem sollen bis 2030 nur noch wiederverwendbare oder recycelbare Verpackungen hergestellt und ein neuer Rechtsrahmen für biologisch abbaubare und biobasierte Kunststoffe etabliert werden.
Auf EU-Ebene und auch in Deutschland sind Bestrebungen in Richtung Kreislaufökonomie sichtbar und nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben forciert. Es gibt aber auch Forderungen von Seiten der Wirtschaft, die eine Notwendigkeit sowie einen Mehrwert erkannt hat, denn Kreislaufwirtschaft ist hier oftmals die Antwort auf steigende Rohstoffpreise, geopolitische Abhängigkeiten sowie Umwelt- und Klimabelastungen, die speziell durch lineare Wertschöpfungsketten entstehen (Barbian, 2023).
Das Thema Circular Economy ist auch aus japanischer Perspektive wichtig, besonders im Hinblick auf knappe Landflächen, hohe Importabhängigkeiten und den Anspruch, technologische Lösungen global zugänglich zu machen. Weitere für Japan relevante Faktoren sind steigende globale Rohstoffpreise, zunehmende Risiken von Lieferunterbrechungen aufgrund einer ungleichen Verteilung der Lieferländer und der Instabilität der globalen Politik, der Mangel an Enddeponien sowie der Bedarf an einem ordnungsgemäßen Umgang mit gefährlichen Stoffen.
Während Europa den regulatorischen Rahmen über den Green Deal definiert und Deutschland entsprechende Gesetzgebungen auf den Weg bringt, setzt Japan bereits sehr stark auf technologische Systeme, die Daten, Energieflüsse und Materialströme in Echtzeit erfassen. Japans starker Fokus auf Technologie als Kerninstrument der Circular Economy ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer, sich gegenseitig verstärkender Faktoren. Dafür gibt es eine sehr klare historische, ökonomische und kulturelle Begründung.
3. Japan im Kontext der Circular Economy
Japan gilt traditionell als Land, das Ressourceneffizienz, Langlebigkeit und technologische Präzision vereint. Aufgrund seiner geografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – begrenzte Rohstoffe, hohe Importabhängigkeit, regelmäßig auftretende Naturkatastrophen – ist Nachhaltigkeit im japanischen Innovationsverständnis tief verankert.
3.1. Politische und wirtschaftliche Treiber
Die Gesetzgebung über ein effizientes Abfallmanagementsystem auf staatlicher Ebene geht in Japan zurück bis ins Jahr 1970 („Waste Management and Public Cleansing Law“) (FAO, 2025b; Morita, oJ).
Auf dieser Basis sind in den Folgejahren einige Gesetzgebungen im Bereich Abfall und Umwelt entstanden. Eins davon ist das Home Appliances Recycling Law (2001), welches für Privathaushalte eingeführt worden. Es gilt für die Entsorgung von Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen und Fernseher.
Das in Japan im Jahr 2001 eingeführte Gesetz zur Wiederverwertung von Haushaltsgeräten (Home Appliances Recycling Act) hat zum Ziel, Abfälle aus elektrischen und elektronischen Geräten (WEEE) durch ein System der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) zu managen. Dabei wird die Verantwortung für die Entsorgung von den Kommunen auf die
Hersteller übertragen. Das Gesetz umfasst wichtige Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Klimaanlagen und fördert das Recycling sowie die Rückgewinnung von Ressourcen, während gleichzeitig die Nutzung von Deponien reduziert wird. Recyclingquoten in Höhe von 70 bis 93 % sind je nach Gerät erreichbar. Durch modulare Demontage wird der Materialkreislauf praktisch geschlossen.
Zusätzlich gibt es in Japan das Gesetz über das Recycling kleiner Haushaltsgeräte (Small Home Appliance Recycling Law), das 2013 in Kraft trat, mit einer breiteren Palette von WEEE, enthält jedoch keine klaren Regelungen zu den finanziellen Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure. Das Gesetz zielt darauf ab, das Recycling kleiner Haushaltsgeräte zu fördern, um deren ordnungsgemäße Entsorgung und eine effektive Nutzung von Ressourcen zu erreichen.
Vor 2012 wurden Kleingeräte aus den privaten Haushalten in Japan deponiert. Dies wurde jedoch später als Versäumnis des Recyclings erkannt („mottainai“, übersetzt „Verschwendung von Ressourcen“). Dies führte zur Diskussion über die Entwicklung eines entsprechenden Gesetzes. Im Rahmen dieses Gesetzes wurden 28 Kategorien von Zielgeräten festgelegt. Zu diesen gehören Mobiltelefone, Personal Computer, Digitalkameras, Videokameras, Mikrowellenöfen, Staubsauger und Reiskocher.
Das neue Gesetz legt fest, dass die nationale Regierung, die Verbraucher, die Kommunen, autorisierte Recyclingbetriebe und Einzelhändler jeweils eigene Verantwortlichkeiten zur Förderung des Recyclings haben. Die nationale Regierung ist dafür verantwortlich, Finanzmittel bereitzustellen und relevante Informationen zur Unterstützung der Kommunen zusammenzustellen. Verbraucher sind dafür verantwortlich, die entsprechenden Geräte getrennt zu entsorgen. Die Kommunen sind für die getrennte Sammlung dieser Geräte sowie für deren Übergabe an die autorisierten Betriebe zum Recycling zuständig. Die autorisierten Betriebe sind für die Abholung der Geräte bei den Kommunen verantwortlich. Einzelhändler sind verpflichtet, die Kommunen dabei zu unterstützen, sicherzustellen, dass Verbraucher die entsprechenden Geräte getrennt und ordnungsgemäß entsorgen (siehe Terazono, 2013).
Japan hat ein eigenes Gesetz zur Reduktion von Lebensmittelabfällen. Es gibt verpflichtende Maßnahmen für Unternehmen. Japan hat eines der ambitioniertesten Programme weltweit (FAO, 2025a).
Im Bereich der Müllvermeidung gilt Japan als globales Vorbild. Seit Jahrzehnten werden konsequent Strategien zur Abfallvermeidung betrieben werden. Es gibt bei der Mülltrennung bis zu 43 Kategorien. Die Vorschriften zur Abfalltrennung in Japan variieren je nach Gemeinde und zeichnen sich durch eine äußerst detaillierte Kategorisierung aus. Diese basiert auf Faktoren wie der lokalen Verbrennungskapazität, der Bevölkerungsdichte sowie den Maßnahmen zur Förderung des Recyclings, etwa dem Verpackungsrecyclinggesetz. Aktuelle Informationen zu Abfalltrennungsvorschriften, Abfuhrkalender und Abfallentsorgungshandbüchern sind zusammen mit bildlichen Darstellungen auf den offiziellen Websites der jeweiligen Gemeinden verfügbar. Typische Abfallkategorien umfassen „brennbaren Abfall“, „nicht brennbaren Abfall“, „recycelbare Materialien“ (z. B. Dosen, Glasflaschen, PET-Flaschen sowie Papierprodukte wie Getränkekartons, Zeitungen, Bücher und Pappe) sowie „Sperrmüll“, der Gegenstände umfasst, die bestimmte Größen- oder Gewichtsbeschränkungen überschreiten. Die Entsorgung erfolgt in kostenpflichtigen, von den lokalen Behörden bereitgestellten Säcken unter Einhaltung spezifischer Vorgaben und zu festgelegten Abholterminen. Exemplarisch werden hier die Quellen zur Gemeinde Ikeda in Osaka (Stadt Ikeda, 2025) und Fukaya in Saitama (Stadt Fukaya, oJ) genannt.

Abb. 1: Informationen zu Abfalltrennungsvorschriften der Stadt Ikeda in Osaka (Japan) (Stadt Ikeda, 2025)
Japan ist sehr stark im Recycling von PET-Flaschen mit globalen Bestwerten. Es entstehen daraus neue Flaschen („Bottle-to-Bottle“), Textilfasern und Verpackungsmaterialien. Die Recyclingquote liegt bei 85,0 %. Diese hohe Recyclingquote für PET-Flaschen ist vor allem auf das gestiegene Bewusstsein der Öffentlichkeit, die Entwicklung von Recyclingsystemen und die Bemühungen von Unternehmen und Branchenverbänden zurückzuführen (The Council for PET Bottle Recycling, 2024).
3.2. Technologische Exzellenz als Motor
Japan kombiniert regulatorische Vorgaben mit hohen technologischen Standards, unter anderem durch intelligente Energiesysteme, hochentwickelte Sensorik, service-orientierte Robotik, sowie modulare Designs. Zur Modularität3 ist als Beispiel der ringförmige Holzbau von der EXPO 2025 in Osaka zu nennen (s. Abb. 2 und 3).

Abb. 2: Modulare Holzkonstruktion „Wa“ auf der EXPO 2025 in Osaka (Japan) (Foto: © eco2050 Institut für Nachhaltigkeit, 2025)

Abb. 3: Holzkonstruktion „Wa“ als ringförmige Konstruktion und symbolisch als Verbindung aller Länder der Erde auf der EXPO 2025 in Osaka (Foto: © eco2050 Institut für Nachhaltigkeit, 2025)
Die Konstruktion des Rings basiert auf einem streng regelmäßigen Holzraster. Stützen und Träger aus Brettschichtholz bilden Module, die sich rund um das Gelände immer wiederholen und so die enorme Spannweite ermöglichen. Die Holzbauteile wurden weitgehend industriell vorgefertigt. Auf der Baustelle wurden ganze Rahmenmodule mit Kränen eingehoben und miteinander verbunden. Dadurch konnte der Ring schnell und in klar strukturierten Bauabschnitten montiert werden.
Modularität zeigt sich nicht nur im Bauprozess, sondern auch im Lebenszyklus. Die Holzmodule sind so geplant, dass sie sich nach Ende der EXPO demontieren und an anderen Standorten wiederverwenden lassen. Jedes Modul erfüllt mehrere Aufgaben gleichzeitig, es trägt das Dach und den oberen Rundweg, es bildet eine Art Arkade als Aufenthaltsraum für Besucher:innen und wirkt nach außen wie eine rhythmische Fassade. Die Wiederholung dieser Mehrzweck-Module macht den Ring zu einer klar strukturierten und harmonischen Einheit.
Auch auf der symbolischen Ebene arbeitet der Holzring mit Modularität. Eine Aneinanderreihung identischer Holzmodule bildet eine zwei Kilometer lange Promenade, die alle Länderpavillons umfasst. So wird die konstruktive Wiederholung zur räumlichen Geste des „Verbindens“ und drückt das Expo-Motto „Connecting Lives“ aus. Der Name „Wa“ steht hier gleichzeitig für „Ring“, „Kreislauf“ und „Frieden“.
Die Konstruktion kombiniert moderne Industrieproduktion mit traditionellen japanischen Holzverbindungen. Die modularen Rahmen werden mit Nuki-Verbindungen gefügt, die ohne Metall auskommen und sich bei Bedarf wieder lösen lassen. So entsteht eine flexible, aber stabile Holzgitterstruktur. Insgesamt zeigt der
ringförmige Holzbau der EXPO 2025, wie weit sich das Prinzip der Modularität im zeitgenössischen Holzbau anwenden lässt.
Aufgrund von Japans Katastrophenerfahrungen mit Erdbeben, Tsunamis und Nuklearkatastrophen (z. B. Fukushima 2011) haben Japans Verständnis von Infrastruktur geprägt. Man hatte sich schon sehr früh mit Themen wie Modularität, Energieautarkie, dezentrale Systeme, Redundanz sowie Echtzeit-Monitoring befasst. Das erklärt, warum Japan schon sehr früh entsprechende Technologien entwickelt hat.
In den folgenden Abschnitten werden verschiedene konkrete Beispiele aus dem Bereich Circular Economy in Japan vorgestellt.
4. Beispiele aus Japan
4.1 REBORN LIGHT smart von MIRAI-LABO
Das Produkt REBORN LIGHT smart von der japanischen Firma MIRAI-LABO ist ein Leuchtturmprojekt aus dem Bereich Upcycling. Das REBORN LIGHT smart ist ein autonomes Solarstraßenlicht, das Altbatterien aus Elektrofahrzeugen nutzt und ihnen ein zweites Leben gibt. Dadurch wird nicht nur ein hochwertiges, langlebiges Produkt geschaffen, sondern es entsteht ein Paradebeispiel für Second-Life-Batterietechnologien, ein Kernbaustein der modernen Kreislaufwirtschaft. Dies greift zentrale Bereiche der Circular Economy auf, insbesondere verlängerte Produktlebenszyklen, Wiederverwendung von Komponenten, Reduktion von Abfallstoffen, Stärkung zirkulärer Wertschöpfungsketten etc.
REBORN LIGHT smart funktioniert vollständig ohne kommerzielle Stromversorgung. Der Solarstrom wird erzeugt, gespeichert und direkt genutzt. Dies ist besonders relevant für abgelegene Regionen, Flussufer, Küstengebiete, temporäre Installationen. Damit reduziert MIRAI-LABO Infrastrukturkosten und zeigt, wie zirkuläre Energieinnovationen wirtschaftlich skalierbar werden können.
Ein in Japan besonders wichtiger Aspekt ist, dass dieses System auch bei Stromausfällen funktioniert und daher als Notstromquelle etwa zum Laden von Smartphones eingesetzt werden kann. Dies verleiht dem Produkt eine gesellschaftliche Funktion, wie sie auch in nachhaltigen Geschäftsmodellen beschrieben wird. Unternehmen schaffen somit Mehrwerte über den reinen Produktnutzen hinaus.
Das autonome Solarstraßenlicht kann mit Sensoren, Kameras oder Kommunikationsmodulen ausgestattet werden. Damit wird die Infrastruktur zu einem digitalen Knotenpunkt, der Daten erfasst und in Echtzeit überwacht, ein Ansatz, der wiederum auf die Bedeutung digitaler Transparenz verweist.
Durch die Substitution konventioneller Natriumdampflampen (Stromverbrauch 210 W/h) erzielt REBORN LIGHT smart eine jährliche CO₂-Reduktion von ca. 345 kg pro Leuchte. Auf 10 Jahre hochgerechnet entspricht dies einer Ersparnis von rund 3.458 Tonnen CO₂. Damit trägt diese innovative Lösung zur Erzielung gleich mehrerer UN Nachhaltigkeitsziele bei, insbesondere sind dies SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Dieses Beispiel zeigt, wie Klimaschutz und Circular Economy Hand in Hand gehen.
Die Sustainable Development Goals (s. Abb. 4) wurden 2015 von der UN als gemeinsamer globaler Orientierungsrahmen bis 2030 verabschiedet. Sie reichen von Armutsbekämpfung über Bildung bis zu Klimaschutz und globaler Gerechtigkeit. Die Ziele gelten für alle Länder der Erde – Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer – gleichermaßen und haben 169 operationalisierbare Unterziele.
In ihnen sind 5 Kernaussagen begründet. Dies sind die sogenannten „5 P‘s“: People (Menschen), Planet (Erde), Prosperity (Wohlstand), Peace (Frieden), Partnerships (Partnerschaften)

Abb. 4: Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen
Das Beispiel REBORN LIGHT smart verdeutlicht, wie durch kluge Produkte, digitale Transparenz und konsequente Nutzung von Ressourcen ein Mehrwert für den Menschen und für die Umwelt entsteht.
4.2 Ricoh – „Green Recycle System“ für Büromaschinen (Refurbishing & Remanufacturing)
Die japanische Firma Ricoh erhielt im Jahr 2016 eine der höchsten Auszeichnungen des Landes, den Preis des Premierministers für „besondere Verdienste zur Förderung von Reduce, Reuse und Recycle“. Gleichzeitig erhielt die „Aktivität zur
Verringerung der Umweltbelastung von Tonerflaschen“ den Preis des Vorsitzenden des Rates zur Förderung von Reduce, Reuse und Recycle.
Ricoh ist mittlerweile für seine schon sehr frühen Aktivitäten im Bereich Remanufacturing bekannt. Seit über 20 Jahren sind sie aktiv im Wiederaufarbeiten von Kopierern (Funktionsprüfung, Austausch defekter Module, Wiederverkauf) und leisten damit eine Lebenszyklusverlängerung um mehrere Jahre. Dabei sieht Ricoh dies nicht als besondere Aktion im Rahmen der Kreislaufökonomie, sondern hat das Remanufacturing als eigenes Geschäftsmodell erkannt.
Bereits in der Konzeptphase der gesamten Produktpalette werden zentrale Zielkomponenten identifiziert, sodass einfache Demontage und Sortierung nach der Laufzeit sichergestellt sind. Auch bei den ausgewählten Materialien werden solche ausgewählt, die eine hohe Recyclingfähigkeit aufweisen. In diesem Kontext implementierte Ricoh bereits im Jahr 1993 eine recyclingorientierte Designpolitik, die sämtliche von dem Unternehmen hergestellten Kopierer, Faxgeräte, Laserdrucker und Multifunktionsgeräte umfasste. 1994 brachte Ricoh mit der Spirio-2700-Serie den ersten recyclingorientierten Kopierer auf den Markt. Zu den eingeführten Designmerkmalen zählten unter anderem die Reduktion der Schraubenanzahl sowie die Standardisierung von Kunststoffen. Die in Recyclingzentren aus gesammelten Produkten gewonnenen Kunststoffkomponenten werden nach Güteklassen sortiert, zerkleinert und mit neuem Kunststoffmaterial vermischt. Anschließend erfolgt ihre Wiederverwendung als Komponenten in Ricoh-Produkten. Die recycelten Kunststoffkomponenten von Ricoh enthalten somit einen hohen Anteil an Sekundärmaterial. Rund 30 % stammen aus dem Markt, während der branchenübliche Standard lediglich bei 20 bis 25 % liegt.
Im Jahr 1998 begann Ricoh zudem mit der flächendeckenden Sammlung gebrauchter Tonerkartuschen und weiterer Verbrauchsmaterialien und verfolgte das Ziel, bis zum Geschäftsjahr 2001 ein landesweites Netzwerk für ein neues Wiederaufbereitungs- und Recyclingsystem zu etablieren. Durch die Anpassung der Qualitätsstandards zur Erweiterung des Spektrums wiederverwendbarer Teile können zudem bestimmte Tonerkartuschen wiederaufbereitet und erneut in den Markt gebracht werden.
Aufgrund der heterogenen Merkmale zurückgewonnener Produkte – wie Modelltyp, Qualität und Nutzungshäufigkeit – ist eine präzise Sortierung in der Rückgewinnungsphase essenziell. Kategorien wie „Produktüberholung“, „Komponentenüberholung“ oder „Ressourcenrückgewinnung“ gewährleisten ein optimales Verhältnis von Umweltbelastung, Qualität und Kosten. Ricoh priorisiert daher die Erstsortierung, bei der die Aufarbeitungsfähigkeit geprüft, Ersatzteilbedarf ermittelt und über Wiederverwendung oder Recycling entschieden wird. IoT-Daten (z. B. Wartungsprotokolle, Zählerstände, Firmware-Updates) ermöglichen eine genaue Bewertung von Nutzung und Verschleiß. Die Primärdiagnose erfolgt 2017 in 18 Sammelzentren, in denen Geräte kategorisiert, mit Barcode versehen und dokumentiert werden. Hochwertige Geräte durchlaufen Datenlöschung, Reinigung, Teileaustausch, Justierung, Inspektion und Neuverpackung, bevor sie als „generalüberholt“ vermarktet werden. Jährlich werden auf diese Art und Weise rund 20.000 Geräte aufbereitet, wiederverwendbare Komponenten werden gereinigt, geprüft und für Reparaturen oder Ersatzteile genutzt (Ueda, 2017).
4.3 Komatsu – Remanufacturing für Baumaschinen
Komatsu beschreibt seine „Remanufactured Components“ als wiederaufbereitete Komponenten, die mithilfe modernster Aufbereitungstechnologien in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden und trotz geringerer Kosten eine Leistung ähnlich neuer Teile bieten. Komatsu betreibt eines der größten Remanufacturing-Zentren in Asien. Dort werden Motoren, Hydraulikpumpen, Achsen und Getriebe aufbereitet sowie Teile bis auf Modul-Ebene geprüft und neu zusammengesetzt. Komatsu betreibt seit etwa 30 Jahren ein zirkuläres Geschäftsmodell „Komatsu-Reman-Prozess (Abkürzung von Remanufacturing)“. Der Wiederaufbereitungsbetrieb beginnt mit der Rückgabe gebrauchter Komponenten. Die zurückgewonnenen Komponenten sind oft mit Schlamm, Sand oder Öl verschmutzt. Expert:innen prüfen und reinigen jede Einheit einzeln gründlich. Erfahrene Techniker:innen zerlegen und prüfen die Teile. Die zerlegten Komponenten werden mittels modernster Aufarbeitungstechnologien gereinigt, repariert und in einen neuwertigen Zustand versetzt. Standardisierte Montageprozesse werden an jedem Terminal überwacht und überprüft. Nach der Montage werden Leistungstests nach den gleichen Standards wie bei neuen Produkten durchgeführt. Nur Komponenten, die die Prüfkriterien erfüllen, durchlaufen vor dem Versand den Lackierprozess.
Somit garantiert der Komatsu-Reman-Prozess eine hohe Investitionssicherheit durch lange Gewährleistungs- und minimale Ausfallzeiten. Die Kostenersparnis liegt bei bis zu 40 % gegenüber den Preisen für Neuteile. Außerdem wird eine hohe Zuverlässigkeit durch Generalüberholung im eigenen Werk und den Einbau von Original-Ersatzteilen gewährleistet. Dem Umweltschutz und insbesondere der Kreislaufwirtschaft wird durch die Wiederverwertung von Komponenten und durch weniger Abfall Rechnung getragen (Komatsu, 2021; Komatsu, 2023).
4.4 Suntory – PET-Flaschen-Recycling
Das japanische Unternehmen Suntory fördert das horizontale Recycling nach dem Prinzip „Bottle-to-Bottle“. Dieses Verfahren ermöglicht die wiederholte Umwandlung von gebrauchten PET-Flaschen in neue PET-Flaschen.
Die Suntory Group entwickelte in Kooperation mit Kyoei Industries Co., Ltd. im Jahr 2011 Japans erste „Bottle-to-Bottle“-Technologie für horizontales Recycling. Dabei werden gebrauchte PET-Flaschen durch mechanisches Recycling zu neuen Flaschen verarbeitet. Die praktische Implementierung erfolgte 2012. Nach der getrennten Sammlung durch Verbraucher werden die Flaschen sortiert, zerkleinert, gewaschen und dekontaminiert, bevor sie zu PET-Granulat produziert werden.
Dieses Granulat wird bei hohen Temperaturen geschmolzen und zu Preforms geformt, die anschließend in neue Flaschen geblasen werden.
Die horizontale Recyclingtechnologie stellt eine umweltfreundliche Methode dar, die die CO₂-Emissionen im Vergleich zur Nutzung neuer fossiler Kunststoffe um etwa 60 % reduziert. Die Suntory-Gruppe verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2030 alle innerhalb der Unternehmensgruppe verwendeten PET-Flaschen vollständig aus recycelten oder pflanzlichen Materialien herzustellen und damit den Einsatz fossiler Rohstoffe vollständig zu vermeiden (Suntory Group, 2025).
4.5 Zero-Waste-Stadt Kamikatsu
Kamikatsu ist international bekannt als Zero-Waste-Stadt und dient als Modellregion für andere Städte weltweit. Die allgemeine Recyclingquote liegt bei 80 %. Das Ziel ist 100 %. In dieser Stadt gibt es kein Verbrennungsofen und keine Deponie.
Zur Vermeidung der Verbrennung von Lebensmittelabfällen führte die Stadt im Jahr 1991 ein Förderprogramm zur Anschaffung von Kompostbehältern ein. In einer späteren Phase wurde das Programm um elektrische Lebensmittelabfallzerkleinerer erweitert, sodass Haushalte diese Geräte, deren Marktpreis damals bei etwa 80.000 Yen (umgerechnet ca. 440,- Euro) lag, für einen Eigenanteil von lediglich 10.000 Yen (umgerechnet ca. 55,- Euro) erwerben konnten. Diese Maßnahme trug wesentlich zur Verbreitung der häuslichen Verarbeitung von Lebensmittelabfällen bei.
1994 entwickelte die Stadt den „Recycle Town Plan“ zur systematischen Abfallreduzierung. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Förderung des Recyclings von Behältern und Verpackungen im Jahr 1997 eröffnete Kamikatsu die „Hibigaya-Abfallstation“ und begann, jeden Sonntag neun Arten von Wertstoffen – darunter Dosen, Glasflaschen und PET-Flaschen – auf Selbstanlieferungsbasis zu sammeln. Angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Besorgnis über die gesundheitlichen Risiken des Dioxins beschloss die Stadt im Jahr 2001, ihre beiden Verbrennungsanlagen stillzulegen. Zur weiteren Reduzierung der Verbrennungsmenge wurde die Anzahl der Recyclingkategorien auf 35 erhöht. Im Jahr 2003 veröffentlichte Kamikatsu als erste Kommune Japans eine „Zero-Waste“-Erklärung. Bis 2016 erreichte die Stadt eine Recyclingquote von 80 %.
Die Abfallentsorgung erfolgt über eine zentrale Sammelstelle, zu der die Einwohner:innen ihre Abfälle selbst bringen. Für Personen, die hierzu nicht in der Lage sind – etwa ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Haushalte ohne Fahrzeug –, bietet die Stadt ein kostenfreies Transportunterstützungsprogramm an.
Die Abfälle werden in 13 Hauptkategorien mit insgesamt 43 spezifischen Fraktionen getrennt. Die Hauptkategorien starten mit den wiederverwendbaren Gegenständen, die von jedem kostenlos mitgenommen werden können. Lebensmittelabfälle werden von den Haushalten eigenständig kompostiert. Weiterhin gibt es die Kategorien „Recycelbare Ressourcen mit Einnahmepotenzial“ (Metalle, Papier, Textilien, Biomasse) und „Recycelbare Ressourcen, deren Verarbeitungskosten überwiegend von Unternehmen getragen werden“ (Kunststoffe, Glasflaschen). Desweiteren gibt es recycelbare Ressourcen, die Kosten verursachen (gefährliche Gegenstände, Sperrmüll) und nicht-recycelbare Abfälle mit Entsorgungskosten (verbrennbare und deponierbare Materialien). Die letzte Kategorie sind recycelbare Ressourcen, deren Entsorgungskosten von den Einwohnern selbst getragen werden. Damit entsteht auch ein finanzieller Anreiz, diese Art von Abfallstoffe, zu vermeiden (ZERO WASTE TOWN Kamikatsu, oJ).
5. Japan und Deutschland im Vergleich – voneinander lernen
Japan kann mit seinen innovativen Ideen aus dem Bereich Circular Economy als Vorbild dienen, wenn es darum geht, Upcycling-Lösungen konsequent zu kommerzialisieren, Technologie und Nachhaltigkeit stärker zu verschmelzen, sowie wieder aufbereitete Produkte mit gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden.
Deutschland wiederum setzt wichtige regulatorische Standards ein, die langfristig global wirken, jedoch immer auch von den Unternehmen als Bürde empfunden werden.
Der Handelsblatt-Artikel „Deutschland braucht die Kreislaufwirtschaft“ (Handelsblatt, 2024) unterstreicht, dass Deutschland noch erhebliche Transformationserfordernisse hat, insbesondere hinsichtlich eines echten Markthochlaufs zirkulärer Geschäftsmodelle, industrieller Skalierung von Recyclingtechnologien, sowie Innovationsanreizen für Unternehmen.
Sicherlich macht eine starke Regulatorik immer dann einen Sinn, wenn gefährliche Stoffe vermieden werden sollen. Gerade bei der Umsetzung einer Kreislaufökonomie zeigt Japan, dass monetäre und marktwirtschaftliche Anreize die Zirkularität in einem Land ebenfalls und vielleicht auch effektiver vorantreiben können.
6. Fazit: Circular Economy in Japan und was wir daraus lernen können
Zusammengefasst ist Japan im Bereich Circular Economy insbesondere deshalb so weit entwickelt, weil Technologie, Regulierung und gesellschaftliche Praxis konsequent zusammengedacht werden. Während Europa mit dem Green Deal und Deutschland mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz vor allem verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen setzen, zeigt Japan, wie sich Kreislaufwirtschaft operativ in Systeme, Produkte und Alltagsroutinen übersetzen lässt. Die japanischen Beispiele verdeutlichen, dass Kreislaufwirtschaft nicht auf „Recycling am Ende“ reduziert wird, sondern entlang des gesamten Lebenszyklus stattfindet, von recyclingorientiertem Design und modularer Demontage über Rücknahme- und Aufbereitungssysteme bis hin zu Second-Life-Anwendungen und geschlossenen Materialkreisläufen.
Auffällig ist die enge Verzahnung von Nachhaltigkeit und technologischer Exzellenz. Sensorik, digitale Steuerung, Echtzeit-Monitoring, Robotik sowie autonome Energiesysteme werden nicht als Zusatz verstanden, sondern als Schlüssel, um Material- und Energieflüsse transparent zu machen und wirtschaftlich zu optimieren.
Projekte wie Second-Life-Batterien in autarken Infrastrukturen oder modulare, demontierbare Bauweisen stehen exemplarisch für eine Circular Economy, die Resilienz, Versorgungssicherheit und Klimaschutz zugleich adressiert, auch vor dem Hintergrund japanischer Katastrophenerfahrungen.
Ebenso zentral ist die erweiterte Herstellerverantwortung. Unternehmen wie Ricoh oder Komatsu zeigen, dass Refurbishing, Remanufacturing und standardisierte Rücknahmesysteme nicht nur Umweltinstrumente, sondern tragfähige Geschäftsmodelle sein können. Ergänzt wird dies durch eine ausgeprägte Recyclingkultur, die sich in sehr detaillierter Mülltrennung, kommunalen Programmen, Bildungsmaßnahmen und einem hohen gesellschaftlichen Bewusstsein widerspiegelt. Die Stadt Kamikatsu belegt, dass ambitionierte Ziele wie Zero Waste über klare Strukturen, Beteiligung und praktische Unterstützungsangebote realistisch näher rücken können.
Für Deutschland und Europa lassen sich daraus drei Kernimpulse ableiten:
Erstens braucht es neben Regulierung einen beschleunigten Markthochlauf zirkulärer Geschäftsmodelle.
Zweitens sollten technologische Lösungen zur Skalierung (z. B. Datennutzung, Sortier- und Aufbereitungstechnologien, digitale Produktpässe) stärker in industrielle Wertschöpfung integriert werden.
Drittens ist Kreislaufwirtschaft nur dann dauerhaft wirksam, wenn sie auch kulturell verankert wird, durch Anreize, Transparenz und breite Kompetenzbildung. Europa schafft den Rechtsrahmen, Japan demonstriert die technologische und gesellschaftliche Umsetzung.
Zusammengenommen entsteht daraus ein belastbarer internationaler Innovationsraum, in dem Abfall systematisch zu Wert wird.
Literaturverzeichnis
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Ueda, T. (2017) Resource Recovery Practices in Urban Waste Management. In Environmental Management and Industrial Archaeology, 4(1), S. 4-15. https://www.e-jemai.jp/purchase/back_number/back_number/P004-015_201704.pdf
ZERO WASTE TOWN Kamikatsu (oJ) Mülltrennung in Kamikatsu. https://zwtk.jp/separate/
1 Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) („Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen“) hat im Jahr 2012 das seit 1994 geltende Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) abgelöst. Außerdem wurden mit dem KrWG die Vorgaben aus der EU-Abfallrahmenrichtlinie (Richtlinie 2008/98/EG) in nationales Recht umgesetzt. Die Kreislaufwirtschaft soll noch stärker auf den Ressourcen-, Klima- und Umweltschutz ausgerichtet werden (§ 1 KrWG). Online zu finden unter: https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/BJNR021210012.html
2 Für Deutschland gilt ein verschärftes Ziel: Laut Klimaschutzgesetzes (KSG) soll das Ziel der Treibhausgasneutralität schon bis 2045 umgesetzt sein (Bundesregierung, 2025).
3 Unter Modularität versteht man im Bauwesen, dass ein Gebäude aus vielen gleichartigen, vorgefertigten Elementen (Modulen) aufgebaut ist. Diese Module lassen sich standardisiert herstellen, kombinieren, erweitern und später auch wieder auseinandernehmen.