Breiter Zugang, weniger Kosten: Europas Biosimilar-Potenzial

Biologische Arzneimittel haben seit den 1990er-Jahren die Versorgung in zahlreichen Therapiegebieten revolutioniert. Mit dem Auslaufen von Patenten rücken ihre Nachfolgeprodukte, die Biosimilars, zunehmend in den Fokus – vor allem als Hebel zur Entlastung der Gesundheitssysteme. 2024 entfielen in Deutschland 57 % der biopharmazeutischen Verordnungen, rund 117 Mio. Tagestherapiedosen, auf Biosimilars. Allein im vergangenen Jahr konnten dadurch ca. 1,9 Mrd. € eingespart werden.¹ Damit wird Raum geschaffen, Millionen Patient:innen Zugang zu modernen biologischen Therapien zu ermöglichen und zugleich Mittel für Innovationen freizusetzen.

Echte Chance für Gesundheitssysteme – ein Markt im Aufbruch

Damit wird klar: Biosimilars sind weit mehr als günstige Alternativen. Sie sind ein strategisches Instrument, um die Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme zu sichern und die Versorgung nachhaltig zu gestalten. Der Impact ist messbar. Entscheidend ist, wie konsequent das Potenzial genutzt wird.

Die Voraussetzungen sind günstig: Bis 2032 verlieren mehr als 110 Originalpräparate ihren Patentschutz.² Das eröffnet Chancen für neue Anbieter. Auch Advanz Pharma nutzt seine jahrzehntelange Erfahrung in der zuverlässigen Arzneimittelversorgung und überträgt sie gezielt auf den Biosimilar-Markt. Mit einem klaren Fokus auf Indikationen mit hohem Bedarf, darunter Autoimmun-, Atemwegs- und Augenerkrankungen, baut das Unternehmen mit derzeit 12 Biosimilars eine der breitesten Pipelines der Branche auf. Bereits ab Ende 2025 sollen die ersten Produkte sukzessive in Deutschland und Österreich verfügbar sein.

Biosimilars sind ein strategisches Instrument, um die Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme zu sichern und die Versorgung nachhaltig zu gestalten.

Dr. Piero SciottoGeschäftsführer DACH, Advanz Pharma

Versorgung sichern und Standort Europa stärken

Für sein Portfolio setzt Advanz Pharma auf europäische Entwicklungs- und Produktionspartnerschaften. Das stärkt die Resilienz, reduziert Abhängigkeiten von geopolitischen Risiken und gewährleistet zugleich hohe Qualitäts- und ESG-Standards. Erfahrungen mit Generika haben gezeigt, wie zentral stabile Lieferketten für die Versorgung sind.

Wie groß der Beitrag von Biosimilars sein wird, hängt ebenfalls von politischen Rahmenbedingungen ab. Nachhaltige Versorgung erfordert faire Kriterien, die neben der Wirtschaftlichkeit auch die Versorgungssicherheit stärken, Wahlfreiheit für Ärzt:innen lassen und Patient:innen verlässlichen Zugang sichern. Nur dann können Unternehmen ihren Beitrag zu Stabilität und Bezahlbarkeit im Gesundheitssystem leisten.


¹ AG Pro Biosimilars

² IQVIA

advanzpharma.com/biosimilars

Bild: © Advanz Pharma

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