Die deutsche Rüstungs- und Verteidigungsindustrie steht vor einem historischen Wendepunkt. Jahrzehntelang eher randständig wahrgenommen, erlebt der Sektor mit dem sicherheitspolitischen Paradigmenwechsel – ausgelöst durch die Zeitenwende nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine – eine neue öffentliche, politische und wirtschaftliche Relevanz. Investitionen steigen, Aufträge wachsen, das internationale Netzwerk wird enger geknüpft. Was jedoch vielerorts fehlt, sind die passenden Talente, um die ambitionierten Pläne auch tatsächlich umzusetzen.
Unsichtbare Arbeitgeber – ein strukturelles Problem
Trotz ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung ist die Rüstungsindustrie im „War for Talents“ bislang nahezu unsichtbar geblieben. Im Gegensatz zu technologiegetriebenen Branchen wie Automotive, Luftfahrt, Digitalisierung oder Erneuerbare Energien treten viele Unternehmen aus dem sicherheitssensiblen Sektor kaum als attraktive Arbeitgeber in Erscheinung – teils aus Gründen der Diskretion, teils mangels gezielter Positionierung im Talentmarkt. In den Köpfen vieler High Potentials – insbesondere der jüngeren Generationen – findet diese Branche schlicht nicht statt.
Dabei ist der Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften enorm: Projektmanager:innen, Ingenieur:innen, Digitalisierungsexpert:innen, Supply-Chain-Verantwortliche, Führungskräfte mit internationaler Erfahrung und sicherheitsstrategischem Know-how – sie alle werden heute dringender denn je gebraucht. Und sie sind schwer zu finden.
Cross-Industry Recruiting als strategische Chance
Gerade hier eröffnet sich jedoch auch eine große Chance: Denn viele der gefragten Kompetenzen finden sich in verwandten Industrien – allen voran im Automotive-Sektor, der nicht nur technisch, sondern auch kulturell über viele Schnittstellen zur Rüstungsindustrie verfügt. Entwicklungszyklen, Qualitätsstandards, regulatorische Anforderungen und internationale Lieferketten sind vergleichbar. Hinzu kommt: In Zeiten der Transformation und Standortverlagerungen zeigt sich unter Top-Talenten aus diesen Industrien eine neue Offenheit für Branchenwechsel – wenn das Gesamtpaket stimmt.
Damit solche Wechsel gelingen, braucht es allerdings mehr als eine Stellenausschreibung: Es braucht gezielte Ansprache, transparente Kommunikation über Sinn, Zukunftsfähigkeit und ethische Verantwortung, sowie ein realistisches Erwartungsmanagement auf beiden Seiten. Denn ein Branchenwechsel ist auch kulturell ein sensibler Schritt – und nicht jede*r passt in jedes Umfeld.
Was Unternehmen selbst oft nicht leisten können – und wie Stanton Chase Frankfurt unterstützt
Hier kommen spezialisierte Personalberatungen wie Stanton Chase Frankfurt ins Spiel. Wir verstehen uns nicht nur als Recruiter, sondern als Brückenbauer zwischen Industrie, Kandidat:innen und Markt. Unsere Aufgabe ist es, genau jene Leistungen zu erbringen, die Unternehmen aus der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie selbst nur schwer darstellen können:
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Zielgerichtete Identifikation und Ansprache: Durch unsere internationale Reichweite und tiefe Marktkenntnis identifizieren wir hochqualifizierte Persönlichkeiten – auch außerhalb der Branche – und sprechen sie auf Augenhöhe an.
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Diskretion und Vertrauensaufbau: Gerade in sicherheitsrelevanten Umfeldern ist Vertrauen zentral. Wir agieren diskret, professionell und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl – auch gegenüber sensiblen Lebensläufen.
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Kulturelle Passung und Persönlichkeitsdiagnostik: Technische Qualifikation allein genügt nicht. Wir prüfen im Dialog, ob Kandidat:innen in die spezifische Unternehmenskultur passen und ob sie bereit sind, sich auf neue ethische und strategische Rahmenbedingungen einzulassen.
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Employer Branding in der Nische: Wir helfen Unternehmen, sich authentisch und glaubwürdig gegenüber neuen Zielgruppen zu positionieren – mit klarer Sprache, ohne PR-Hülle, aber mit Substanz.
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Langfristige Begleitung und strategischer Blick: Die Rüstungsindustrie wird in den nächsten Jahren weiter wachsen und sich verändern. Wir begleiten diesen Wandel nicht punktuell, sondern partnerschaftlich – mit Erfahrung, Netzwerk und Weitblick.
Fazit: Sichtbarkeit schaffen, Talente gewinnen, Wandel gestalten
Die Herausforderungen der Rüstungsindustrie im Bereich Personalgewinnung sind hoch – aber sie sind lösbar. Voraussetzung ist die Bereitschaft, über branchentypische Denkmuster hinauszugehen und neue Wege zu beschreiten: in der Kandidatenansprache, im Erwartungsmanagement, in der eigenen Arbeitgeberpositionierung. Stanton Chase Frankfurt versteht sich als Impulsgeber, Übersetzer und strategischer Partner für diese Aufgabe. Denn nur wer sichtbar wird, kann Talente gewinnen. Und nur wer die richtigen Talente hat, kann Zukunft gestalten – auch in einem Bereich, der heute mehr denn je zum Rückgrat wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Stabilität geworden ist.