Wer zahlt für Deutschlands Energie-Abhängigkeit?

Advertorial Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Energiewirtschaft“

Rohstoffe werden zur geopolitischen Waffe. Während die Europäische Kommission mit RESourceEU versucht, Europa aus kritischen Lieferketten für Lithium, Kobalt und seltene Erden zu befreien, zahlen Unternehmen bereits den Preis: geopolitische Risikoprämien, volatile Lieferketten, strategische Erpressbarkeit. Die Ära der Geoökonomie hat begonnen – und mit ihr die Frage nach technologischer Souveränität als Standortfaktor.

Die Kosten externer Kontrolle

Geopolitische Abhängigkeiten treffen die europäische Industrie direkt: Lithium-Ionen-Batterien binden Europa an chinesische Wertschöpfungsketten und an Kobalt sowie Nickel aus politisch instabilen Regionen. Materialkosten machen etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Zellkosten aus – hochgradig volatil und von wenigen Akteuren kontrolliert. Chinas Exportbeschränkungen zeigen, wie Lieferketten zum machtpolitischen Instrument werden.

Externe Schocks in Lieferketten führen zu Produktionsausfällen. Unternehmen ohne eigene Speicherlösungen tragen das volle Risiko – während Wettbewerber mit stabiler Energieversorgung Marktanteile gewinnen. Versorgungssicherheit wandelt sich vom Standard zum strategischen Erfolgsfaktor.

Energiesouveränität in der Ära der Geoökonomie

Volatile Märkte und geopolitische Spannungen definieren die Rahmenbedingungen neu. Europa steht vor der Wahl: Energiesouveränität durch Innovation zurückzugewinnen oder sich weiter abhängig machen.

Hybride Kriegsführung zielt auf Systeme – auf das, was unsere Welt am Laufen hält. Stromnetze sind Teil der sicherheitspolitischen Frontlinie. Wer leicht brennbare Speichertechnologien einsetzt, handelt fahrlässig. Sichere Zellchemien sind bereits heute strategische Pflicht.

Echte Energiesouveränität entsteht durch vertikale Integration: von der Rohstoffbeschaffung über dezentrale Produktion zu modularen Lösungen. Die Frage lautet: Welche Technologie schafft echte Unabhängigkeit?

 

Echte Energiesouveränität entsteht durch vertikale Integration.

Peter E. BraunCEO, PHENOGY AG

 

Die strategische Antwort: Dezentrale Speichersysteme

Während die Politik noch debattiert, handeln Unternehmen bereits. Der Markt für stationäre Speichersysteme wächst exponentiell. Drei Anwendungsfälle zeigen die Notwendigkeit: Peak Shaving stabilisiert Energiekosten, mit Amortisation in drei bis fünf Jahren. Unterbrechungsfreie Stromversorgung schützt kritische Produktionsprozesse; potenzielle Ausfallkosten übersteigen die Investition oft um Faktor 100. Ladeinfrastruktur für E-Mobilität wird ohne Millioneninvestitionen in die Netzkapazität realisierbar.

Doch nicht jede Speichertechnologie schafft Unabhängigkeit. Die Wahl der Zellchemie entscheidet über Souveränität oder neue Abhängigkeiten.

Natrium-Ionen: Die Technologie der Unabhängigkeit

Natrium-Ionen-Speicher brechen mit der Abhängigkeit von Lithium fundamental. Während Lithium-Ionen-Batterien Europa an externe Lieferketten binden, schafft Natrium echte Souveränität: tausendfach häufiger verfügbar, ohne kritische Lieferketten, Preisvolatilität oder geopolitische Zwänge. Der Abbau verursacht keine Umweltzerstörung wie Lithium-Minen in sensiblen Ökosystemen.

Zudem reduziert die thermische Stabilität Brandlasten drastisch – entscheidend für kritische Infrastrukturen. Luftkühlung senkt Betriebskosten, volle Leistungsfähigkeit bei minus 20 bis plus 45 Grad Celsius sichert gerade im Winter zuverlässige Versorgung. Dezentrale Produktionskapazitäten in Europa schaffen die Basis für technologische Souveränität.

Bremen zeigt: Souveränität ist Realität

PHENOGY hat diese Technologie in die Praxis gebracht: Seit September 2025 läuft in Bremen Europas erster Natrium-Ionen-Großspeicher im kommerziellen Betrieb – 400 Kilowatt Leistung, 0,805 Megawattstunden Kapazität. Der Sprung von der Theorie in die industrielle Anwendung ist vollzogen.

Das System verbindet modulare Skalierbarkeit mit KI-gestützter Steuerung und konsequenter Kreislaufwirtschaft. Dezentrale Speicher werden so zu intelligenten Komponenten resilienter Energienetze – und verwandeln passive Verbraucher in aktive Gestalter ihrer Energieversorgung.

Europa steht vor der Wahl: Energiesouveränität durch Innovation zurückgewinnen oder sich weiter abhängig machen. Nur wer heute in technologisch souveräne Infrastrukturen investiert, sichert morgen Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Stabilität. Die Rechnung ist einfach: Strategische Unabhängigkeit kostet Investition – Abhängigkeit kostet Zukunft. Wer zögert, zahlt drauf. Wer handelt, gewinnt Kontrolle zurück.


www.phenogy.com

PHENOGY

Foto: © Phenogy

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