Im Interview macht Univ.-Prof. Dr. Michael Eßig deutlich, warum die aktuellen Herausforderungen in der Verteidigungsbeschaffung weniger im Vergaberecht selbst liegen – sondern in den vor- und nachgelagerten Phasen des Beschaffungsprozesses.
Er spricht über:
- die Verkürzung von Beschaffung auf reine Vergabeprozesse
- fehlende strategische Marktintegration und Wettbewerb
- strukturelle Schnittstellenprobleme zwischen Planung, Markt und Industrie
- die Balance zwischen Geschwindigkeit und Rechtssicherheit
- und warum Skalierung nicht allein eine staatliche, sondern auch eine industriepolitische Frage ist
Seine zentrale Botschaft:
Beschaffung ist eine strategische Systemaufgabe – und Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch marktwirtschaftliche Stärke, Innovation und Technologie, nicht durch planwirtschaftliche Masse.
Ein präzises Gespräch über strukturelle Hebel, die über Tempo, Resilienz und Leistungsfähigkeit entscheiden.