Künstliche Intelligenz ist mehr als nur Spielerei – sie ist der Motor der Transformation in der Stahlindustrie. In dieser Blogreihe zeigt Accenture, wie Data & AI enorme Optimierungs- und Effizienzpotenziale freisetzen. Im zweiten Beitrag unserer dreiteiligen Reihe widmen wir uns einer umfassenden Analyse der Fortschritte und Herausforderungen, denen sich Unternehmen auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung gegenübersehen.
DESTINATION NET ZERO: BESCHLEUNIGUNG DER DEKARBONISIERUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT
Die Reise zu Netto-Null-Emissionen bietet Unternehmen eine beispiellose Gelegenheit, Innovationen voranzutreiben, neuen Wert zu schaffen und eine führende Rolle im globalen Energiewandel zu übernehmen. Obwohl die größten Unternehmen der Welt bedeutende Fortschritte bei der Reduzierung ihrer Emissionen machen, reicht das derzeitige Tempo nicht aus, um die globalen Klimaziele zu erreichen.
Herausforderungen und Fortschritte
Seit 2021 analysiert Accenture die Dekarbonisierungsverpflichtungen und -fortschritte der 2000 größten Unternehmen weltweit. Die Daten zeigen, dass 55% dieser Unternehmen ihre Scope-1- und Scope-2-Emissionen seit 2016 reduziert haben. Dennoch sind nur 16% auf dem richtigen Weg, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Besonders herausfordernd ist die Reduzierung der Scope-3-Emissionen, die oft den größten Anteil der Gesamtemissionen ausmachen.
Strategien zur Beschleunigung der Dekarbonisierung
Um das Tempo zu erhöhen, setzen Unternehmen auf bewährte Dekarbonisierungsstrategien wie Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien. Diese Maßnahmen sind mittlerweile Standard in vielen Branchen und tragen zur Reduzierung der Emissionen bei, während sie gleichzeitig Innovationen fördern und Wert schaffen.
Die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI)
Ein vielversprechender Ansatz zur Beschleunigung der Dekarbonisierung ist der Einsatz von KI. KI kann Echtzeit-Entscheidungen ermöglichen, Emissions-Hotspots vorhersagen und neue Geschäftsmodelle erschließen. Einige Unternehmen nutzen bereits KI, um ihre Energieeffizienz zu optimieren und den Betrieb zu verbessern. Beispielsweise hat Saudi Aramco KI eingesetzt, um die Effizienz seiner Anlagen zu steigern und die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren.
Praktische Schritte für Unternehmen
Unternehmen können eine Reihe konkreter, umsetzbarer Schritte ergreifen, um ihre Dekarbonisierungsziele zu erreichen, unabhängig vom Reifegrad ihrer aktuellen Bemühungen,
und damit nicht nur ihre eigenen Emissionen reduzieren, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur globalen Klimaschutzbewegung leisten:
- Ehrgeizige Ziele setzen: Unternehmen sollten ambitionierte Ziele festlegen, die nicht nur ihre eigenen Operationen (Scope 1 und 2), sondern auch ihre Partner, Lieferanten und Kunden (Scope 3) umfassen. Diese Ziele sollten durch glaubwürdige externe Stellen validiert werden.
- Übergangspläne entwickeln: Es ist entscheidend, detaillierte Übergangspläne zu erstellen, die spezifische Maßnahmen, Zeitpläne, Meilensteine und zugewiesene Ressourcen enthalten. Diese Pläne sollten regelmäßig überprüft und angepasst werden, um sicherzustellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind und den aktuellen Anforderungen entsprechen.
- Dekarbonisierungshebel nutzen: Unternehmen sollten eine breite Palette von Dekarbonisierungshebeln einsetzen, darunter Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und digitale Technologien. Diese Hebel sollten in die Geschäftsstrategie und -operationen integriert werden, mit klaren KPIs und Verantwortlichkeiten.
- Künstliche Intelligenz (KI) einführen: Der Einsatz von KI kann die Dekarbonisierungsbemühungen erheblich beschleunigen. KI kann Echtzeit-Entscheidungen ermöglichen, Emissions-Hotspots vorhersagen und neue Geschäftsmodelle erschließen. Unternehmen sollten KI in ihre Dekarbonisierungsstrategien integrieren, um die Effektivität zu steigern und neue Möglichkeiten zu erschließen.
- Interne Kohlenstoffbepreisung: Die Einführung einer internen Kohlenstoffbepreisung kann Anreize für Führungskräfte schaffen, Maßnahmen zur Emissionsreduzierung zu ergreifen. Dies hilft, die Dekarbonisierung in die strategischen und operativen Entscheidungen des Unternehmens zu integrieren.
- Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette: Um die Reduzierung der Scope-3-Emissionen zu erreichen, ist eine Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erforderlich. Unternehmen sollten Partnerschaften und Plattformen entwickeln, um gemeinsam mit Lieferanten und Kunden an der Dekarbonisierung zu arbeiten.
Fazit
Die Dekarbonisierung ist eine dringende Notwendigkeit und eine enorme Chance für Unternehmen, die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Durch mutiges Handeln und den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie KI können Unternehmen nicht nur ihre eigenen Emissionen reduzieren, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur globalen Klimaschutzbewegung leisten. Lesen Sie den vollständigen Bericht: Destination Net Zero – Companies are decarbonizing. But how can they go faster? | Accenture
Quelle: The Journey to Net Zero Emissions by 2050 | Accenture von Stephanie Jamison, Jean-Marc Ollagnier, Mauricio Bermudez Neubauer