Smart driven AI Banking

Advertorial Artikel aus dem Handelsblatt Journal Banking 2025 vom 03.09.2025

Prozesse, Vertrauen und MCP-Strategie

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurden Bankprozesse größtenteils manuell mit Papierakten abgewickelt. Das Computerzeitalter sorgte für einen ersten großen Wandel: Bankprozesse wurden mehr und mehr – teilweise eins zu eins – in komplexe IT-Systeme überführt. Diese Systeme sind – wenn auch kontinuierlich verbessert und angepasst – auch heute häufig noch im Einsatz. Die Oberflächen (GUIs) werden von Menschen bedient, relationale Datenbanken speichern die Ergebnisse. Die IT ist so aufgebaut, dass Menschen damit gut und strukturiert arbeiten können.

Mit AI-Driven Banking steht nun die nächste Revolution an, denn KI-Agenten können mehr und mehr Routinetätigkeiten autonom übernehmen.

Für Prozesse heißt das: weniger manuelle Schritte, kürzere Durchlaufzeiten und End-to-End-Automatisierung. Die Organisation wird schlanker, da Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dank KI-Unterstützung mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben haben.

Herausforderungen durch KI-Agenten

Doch diese Effizienzgewinne durch KI bringen eine große Herausforderung mit sich: Vertrauen. Kunden schenken ihren menschlichen Beratern Vertrauen. Einer virtuellen KI begegnen sie häufig mit Misstrauen. Die Lösung: KI-Agenten erledigen im Hintergrund Routinen; im Kundenkontakt bleibt dagegen der Mensch die vertrauenswürdige Instanz.

Weitere Herausforderungen ergeben sich aus Fragen zu Verantwortung und Risiko, wie zum Beispiel: Wer haftet für die Fehler der KI? Wie verhindert man Verzerrungen (Bias) in den Algorithmen?

Hier helfen klare Richtlinien. Mit einer durchdachten AI Governance und einem engen Monitoring können Qualität und Compliance gesichert werden. Ebenfalls wichtig: Das Personal muss im Umgang mit KI geschult werden, um ein Verständnis für diese Technologie zu entwickeln und sie nicht als Bedrohung zu empfinden.

 

Die Zukunft des Bankwesens liegt in einer Symbiose von effizienten KI-Agenten und vertrauenswürdiger menschlicher Entscheidungsfindung.

Jens HeilmannLead Executive Partner, msg for banking

 

IT-Herausforderungen und MCP-API-Strategie

Gleichzeitig steht auch die IT-Architektur vor einem Umbruch. Traditionelle APIs sind statisch und stoßen im KI-Zeitalter an Grenzen. MCP (Model Context Protocol) dagegen bettet dynamisch Kontext in jede Interaktion ein. Es ist quasi der „USB-C Standard“ in der KI-Welt.

Doch die Umsetzung einer MCP-API-Strategie ist anspruchsvoll. Die bestehende IT muss nahtlos und sicher mit der neuen MCP-Schicht verzahnt werden. Das erfordert neue Kompetenzen im Team und bringt hohen Koordinationsaufwand mit sich, da Daten über viele Komponenten konsistent gehalten werden müssen. Zudem muss die IT-Sicherheit erhöht werden, damit offene KI-Schnittstellen nicht zur Schwachstelle werden.

Fazit

Die Zukunft des Bankwesens liegt in einer Symbiose von effizienten KI-Agenten und der vertrauenswürdigen menschlichen Entscheidungsfindung. So kann das Beste aus beiden Welten wertschöpfend genutzt werden.

Prozesse und Strukturen können wirkungsvoll optimiert werden, wenn KI-Agenten Routinetätigkeiten übernehmen und Informationen liefern. Das Kundenvertrauen stellt hingegen der Mensch mit konkreten Handlungsentscheidungen, Kompetenz und Kontrolle sicher. Auf diese Weise steigen sowohl Effizienz als auch Vertrauen.

msgforbanking.de

msg

Bild: © Pia Weber

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Dieser Artikel ist im aktuellen Handelsblatt Journal „BANKING 2025“ erschienen. Das vollständige Journal können Sie sich hier kostenlos herunterladen:
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