Neue, innovative Forschungsansätze: Ein Game Changer im globalen Kampf gegen Krebs

Krebs stellt eine weltweite Gesundheitsbedrohung dar. In der EU werden jährlich knapp drei Millionen Menschen mit Krebs diagnostiziert, damit ist die Erkrankung eine der häufigsten Todesursacheni: Im Jahr 2025 werden voraussichtlich etwa 10 Millionen Menschen weltweit an Krebs sterben.ii Aufgrund der steigenden Lebenserwartung könnte sich bis 2050 diese Zahl fast verdoppeln.iii

Unter anderem sehen wir einen Zuwachs bei hämatologischen Krebserkrankungen. Vier bis sechs von 100.000 Menschen erhalten beispielsweise im Laufe ihres Lebens die Diagnose chronische lymphatische Leukämie (CLL). Damit ist sie in Europa die am weitesten verbreitete Blutkrebserkrankung. Die meisten Patienten erkranken um das 70. Lebensjahr.iv Bei dieser chronischen und nicht heilbaren Form der Leukämie ist eine wirksame und gut verträgliche Behandlung wichtig, um die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern. Auch deshalb sehen wir hier steigenden Innovationsbedarf.

Spitzenforschung in bezahlbare Therapien übersetzen

Ein Fortschreiten des wissenschaftlichen Kenntnisstands in der Onkologie hat zur Entdeckung vieler neuer Medikamente geführt, die die Gesundheit der Menschen verbessern. Ein Beispiel dafür sind zielgerichtete Therapien wie BTK-Inhibitoren. Sie zeigen bereits heute gute Ansprechraten, selbst bei Hochrisikopatienten. Verträglichkeit bzw. die Reduktion von Nebenwirkungen sind neben der Krankheitsbekämpfung zentrale Anliegen der Krebsforschung: Wie können Krebszellen gezielt angegriffen werden, ohne gesunde Zellen zu schädigen? Auch hier schreitet die Forschung international schnell voran – ein Beispiel sind Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs).v

Auf der Kehrseite der rasanten Entwicklung in der onkologischen Forschung stehen hohe Kosten, vor allem in der klinischen Entwicklung.vi Studien der Leukämie-Erkrankungen sind oft noch teurer. Das liegt unter anderem an der zunehmenden Komplexität der Studien.vii

Grundsätzlich entfallen dabei etwa 75 % der Kosten auf die Durchführung klinischer Studien.viii Hier lässt sich aus Sicht eines forschenden Pharmaunternehmens ansetzen und ungenutztes Potenzial heben: Da der Kampf gegen Krebs global geführt wird, muss auch weltweit geforscht werden. Wie können wir diesem Anspruch gerecht werden und zeitgleich Entwicklungskosten senken? BeiGene verfolgt den Ansatz, einen großen Teil der klinischen Entwicklung im eigenen Hause zu planen und zu betreuen – und das weltweit: Mit aktuell 3.600 Mitarbeitern in der Entwicklung in über 40 Ländern. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Geschwindigkeit der Therapie-Entwicklung, um bis zu 30 Prozent zu steigern und innovative Arzneimittel in einem kooperativen Interessensausgleich mit den Kostenträgern weltweit zeitnah nach der jeweiligen behördlichen Arzneimittelzulassung zugänglich zu machen.

Global Denken & lokal Handeln – am Pharma-Standort Deutschland

Das im Jahr 2011 eingeführte Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) mit seinen Zielsetzungen, Patienten auch zukünftig die besten und wirksamsten Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten zur Verfügung zu stellen, die Ressourcen der GKV zu schonen und der pharmazeutischen Industrie verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten, die Innovationsfähigkeit zu fördern und Arbeitsplätze zu sichern, hat in seiner Ausgestaltung und Umsetzung dafür gesorgt, dass auch in den Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes den Patienten Innovationen, v.a. in der Onkologie, zeitnah nach Zulassung zur Verfügung stehen.ix

Wichtig ist allerdings, dass das AMNOG auch zukünftig mit der Entwicklung der Spitzenforschung mithalten kann. Hier sind Anpassungen notwendig – beispielsweise im Hinblick auf besondere Therapiesituationen oder Erstattungsmodelle.x Damit der Standort Deutschland für Spitzenforschung in der Onkologie wieder attraktiver wird beziehungsweise attraktiv bleibt, brauchen forschende Pharmaunternehmen vor allem zwei Dinge:

  • Stabile, verlässliche Rahmenbedingungen
  • Nachhaltige Finanzierung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Dafür müssen alle Beteiligten an einen Tisch. Diesen Dialog wollen wir fördern und transparent gestalten, wo immer es geht – unter anderem auch hier: LinkedIn: Quo vadis Arzneimittelversorgung

i Europäische Kommission (2023) Europe’s Beating Cancer Plan. Verfügbar unter: https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/promoting-our-european-way-life/european-health-union/cancer-plan-europe_de (Zugriff am: 28. Januar 2025).

ii Statista. (2023). Statistiken zum Thema Krebs. Verfügbar unter: https://de.statista.com/themen/126/krebs/

iii Statista. (2023). Krebstodesfälle weltweit – Prognose bis 2050. Verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1201305/umfrage/prognostizierte-anzahl-von-krebstodesfaellen-weltweit/

iv Onkopedia. (2023). Chronische Lymphatische Leukämie (CLL). Verfügbar unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/chronische-lymphatische-leukaemie-cll

v Kriegsmann, K., Kriegsmann, M. und von Bergwelt-Baildon, M. (2023) ‘Antikörper-Wirkstoff-Konjugate als Entitäts-übergreifendes zielgerichtetes Therapieprinzip in der Onkologie’, Deutsches Ärzteblatt, 120(1), S. 33–40. Verfügbar unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/230962/Antikoerper-Wirkstoff-Konjugate-als-Entitaets-uebergreifendes-zielgerichtetes-Therapieprinzip-in-der-Onkologie (Zugriff am: 28. Januar 2025).

vi Deutsches Krebsforschungszentrum (2021) ‘Was kostet die Entwicklung eines Arzneimittels wirklich?’, Pressemitteilungen, 19. Juli. Verfügbar unter: https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2021/dkfz-pm-21-46-Was-kostet-die-Entwicklung-eines-Arzneimittels-wirklich.php (Zugriff am 6. Februar 2025)

vii https://www.nature.com/articles/s41598-024-53211-z (Zugriff 06.02.25) viii Schlander, M., Hernandez-Villafuerte, K., Cheng, C., Mestre-Ferrandiz, J., & Baumann, M. (2021). Was kostet die Entwicklung eines Arzneimittels wirklich? Deutsches Krebsforschungszentrum. Verfügbar unter: https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2021/dkfz-pm-21-46-Was-kostet-die-Entwicklung-eines-Arzneimittels-wirklich.php [Zugriff am: 28. Januar 2025].

ix Die Spreu vom Weizen trennen – Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) | BMG S.26 (Zugriff am 05.02.25) x Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) (n.d.) Klinische Studien in Deutschland: Bürokratische Hürden und Herausforderungen. Verfügbar unter: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/klinische-studien-in-deutschland (Zugriff am: 14.1.2025).