„Klare Ansage gemacht“ – Bundesbank reagiert auf Skandale

Michael Theurer spricht im ersten Interview als Bundesbank-Vorstand über wachsende Herausforderungen für Banken, den Unicredit-Einstieg bei der Commerzbank und Probleme mancher Volksbanken.

Michael Theurer: Der Volkswirt ist seit September Vorstand für Bankenaufsicht und Finanzstabilität der Deutschen Bundesbank. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Frankfurt. Laut dem neuen Bundesbank-Vorstand Michael Theurer muss sich die Bankenbranche „2025 auf mehr Kreditausfälle und härtere Zeiten einstellen“. Das sagte Theurer, im Vorstand der deutschen Zentralbank zuständig für Bankenaufsicht und Finanzstabilität, in seinem ersten Interview in seiner neuen Funktion: „Für die Banken ziehen einige dunkle Wolken auf. Wir befinden uns in turbulenten Zeiten.“

Die Banken hätten aber 2023 „hervorragend und im laufenden Jahr immer noch sehr gut verdient“. Das gebe ihnen Spielraum, um für schlechtere Zeiten im Kreditgeschäft vorzusorgen. „Darauf achten wir bei unseren Bankprüfungen genau“, sagte Theurer.

Theurer sagte zur möglichen Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit, er „finde es falsch, eine solche Debatte entlang nationaler Kategorien zu führen“. Einige Unternehmen hatten die Sorge geäußert, in einer Finanzkrise könnte eine aus Italien gesteuerte Commerzbank weniger bereitwillig Kredite an deutsche Unternehmen geben. „Ich sehe diese Gefahr nicht“, sagte Theurer.

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