Welche Herausforderung im Bereich Digitalisierung von Staat und Verwaltung müssen wir jetzt angehen und was sind die nächsten Schritte?
Die zentrale Herausforderung ist der Systemwechsel: weg von projektspezifischer Digitalisierungsarbeit einzelner Verfahren hin zur Bereitstellung einer generischen digitalen staatlichen Rechtsinfrastruktur als Grundlage für Anwendung, Ausführung und Automatisierung. Dazu braucht es eine entsprechende strategische Entscheidung und konsequente Transformationsarbeit.
Was meinen Sie, wie sehen Staat und Verwaltung in 5 oder 10 Jahren aus?
Im Idealfall haben wir den Staat nicht weiter wie bisher digitalisiert, sondern ein digitales Fundament aus Law as Code, Identität und Datenintelligenz geschaffen. Auf dieser Basis kann Verwaltung weitgehend automatisch, konsistent und nachvollziehbar funktionieren.
Was möchten Sie den Teilnehmern des Gipfels als Message mit auf den Weg geben?
Die digitalen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte und das, was vor uns liegt, sind Auftrag genug, das Zielbild von digitalem Staat und digitaler Gesellschaft neu zu zeichnen – und zwar auf einem weißen Blatt, bewusst frei von bestehenden Strukturen, etablierten Denkmustern und installierten Legacy-Restriktionen.