Lithium-Ionen-Speicher dominieren noch den Markt – meist mit geringer Kapazität von nur ein bis zwei Stunden Laufzeit und fast ausschließlich aus China. In der Vergangenheit war dieses Modell ausreichend und wirtschaftlich sinnvoll. Mit der fortschreitenden Energiewende aber wächst der Bedarf, große Strommengen über längere Zeiträume zu verschieben. Speicher mit höherer Kapazität zahlen sich heute bereits aus, sind wirtschaftlich überlegen und langfristig zukunftssicher. Die Frage lautet daher: Investiert man in ein Asset, das gestern sinnvoll war – oder in eine Technologie, die auch in Zukunft trägt?
Mehr Kapazität als Schlüssel
Die Zahl der negativen Stunden an den Strommärkten steigt, Preisspreads werden breiter, und es reicht nicht mehr, nur zwei Stunden Flexibilität bereitzustellen. In Zukunft spielen daher zyklenintensive Anwendungen und Speicher mit ausreichend Kapazität die entscheidende Rolle. Ein Speicher, der bei gleicher Leistung vier Stunden und mehr Energie abgeben kann, reagiert genauso schnell wie ein zweistündiges Lithium-System – kann aber deutlich länger von Marktopportunitäten profitieren.
Das zeigen auch internationale Beispiele: In Kalifornien und Großbritannien gelten Speicher mit sechs bis acht Stunden Laufzeit bereits als neuer Standard. Zudem lohnen sich am Strommarkt inzwischen nicht nur der größte oder zweitgrößte Preisspread, sondern auch der dritte und vierte – Erlöspotenziale, die sich erst mit Speichern längerer Dauer heben lassen.
Das China-Risiko in kritischer Infrastruktur
Batteriespeicher sind längst Teil der kritischen Infrastruktur – und fast alle heute in Deutschland installierten Systeme basieren auf Lithium-Ionen-Technologien aus China. Damit entsteht eine massive geopolitische Abhängigkeit in einem Bereich, der für die Versorgungssicherheit zentral ist. Hinzu kommen offene Fragen zu Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit. Die Parallelen zum russischen Gas liegen auf der Hand: Europa darf sich nicht erneut in einseitige Abhängigkeiten begeben – diesmal im Batteriespeicher-Sektor.
Gefragt sind daher Technologien, die auf global verfügbaren Rohstoffen basieren, regional produziert werden können und vollständige Kreislauffähigkeit bieten. Zink-Bromid-Systeme sind hier die zukunftssichere Alternative: ausgereift, industriell gefertigt und durch erfolgreiche Großprojekte erprobt.
Zukunftssicherheit durch Lebensdauer und Flexibilität
Lithium-Ionen-Batterien haben ihre Stärken in der Elektromobilität, wo Energiedichte und kompakte Bauweise entscheidend sind. Im stationären Einsatz rücken jedoch andere Kriterien in den Vordergrund: Zyklenfestigkeit, Lebensdauer, Sicherheit und niedrige Betriebskosten.
Zink-Bromid-Systeme sind für genau diese Anforderungen entwickelt. Sie sind auf zyklisch-intensive Anwendungen ausgelegt, benötigen keine Kühltechnik, sind nicht brennbar, vollständig recyelbar und behalten über 25 Jahre nahezu ihre volle Kapazität. Damit entfallen Repowering-Risiken, die Kosten pro Zyklus sinken erheblich und Betreiber gewinnen Rechtssicherheit über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Netzentgeltbefreiung gilt dauerhaft, ohne dass technische Nachrüstungen nötig werden.
Darüber hinaus sind Zink-Bromid-Speicher technologisch so flexibel und robust, dass sie auch bei sich wandelnden Marktbedingungen bestehen. Ob Regelleistung, Arbitrage, Peak Shaving oder künftig neue Kapazitätsmärkte – all diese Anwendungen können ohne Nachrüstungen kombiniert werden. Mit Speicherdauern von vier bis sechzehn Stunden bieten sie die nötige Kapazität, um heutige Märkte zu bedienen und künftige Geschäftsmodelle abzusichern.
So wird aus jedem Netzanschluss ein maximal wertvolles Asset – mit stabilen Erlösen, hoher Wertschöpfung und langfristig überlegenen Kapitalwerten.
NALA bringt die etablierte Zink-Bromid-Technologie nach Europa
Das nächste Jahrzehnt wird von Speichertechnologien geprägt, die hohe Kapazität, Flexibilität, geopolitische Unabhängigkeit und langfristige Verlässlichkeit vereinen. Die Zink-Bromid-Technologie, die NALA Energy gemeinsam mit dem börsennotierten US-Hersteller Eos Energy Enterprises – von BloombergNEF als Tier-1-Supplier gelistet – nach Europa bringt, hat sich in den USA etabliert und wird bereits industriell gefertigt.
In Deutschland übernimmt NALA Energy die Rolle des Generalunternehmers und Systemintegrators. Stadtwerke, Projektentwickler und energieintensive Schwerindustrie erhalten Großbatteriespeicher inklusive Planung, Umsetzung und technischer Betriebsführung – alles aus einer Hand. Darüber hinaus tritt NALA Energy auch selbst als Betreiber eigener Speicherprojekte auf – und trägt damit konkret dazu bei, die Energiewende in Europa zukunftssicher und unabhängig zu gestalten.
Mehr Informationen auf www.nalaenergy.com