Dienstag, 16. Juni 2026
Empfang / Check-In
Eröffnung und Begrüßung
Unmute Yourself
Starten Sie den Tag im Gespräch mit Ihren Sitznachbar:innen: Was hat Sie heute hierhergebracht? Worauf sind Sie gespannt in den nächsten zwei Tagen? Nutzen Sie das Warm-up für einen ersten Austausch mit den anderen Teilnehmenden.
Keynote
Operationsplan Deutschland und gesamtstaatliche Resilienz: Was bedeutet das für KRITIS-Betreiber?

Q & A mit Generalleutnant André Bodemann
Keynote
Energieversorgung in Zeiten geopolitischer Risiken und hybrider Bedrohungen: Resilienz, Diversifikation und Zukunftsstrategien für Deutschland
- Hybride Bedrohungen als neue Realität: Warum Energieinfrastruktur ein potenzielles Angriffsziel ist
- Diversifikation der Energieträger und Lieferländer: Wirkungsvolle Faktoren für mehr Resilienz
- Wege in die Zukunft: Staat, Wirtschaft und kritische Infrastruktur gemeinsam denken

Q & A mit Andreas Feicht
Diskussionsrunde
Neue Bedrohungen, neue Prioritäten: Wie Betreiber ihre Resilienzstrategien für die Zukunft ausrichten
- Welche Bedrohungen sind für KRITIS-Betreiber heute handlungsleitend?
- Wo stoßen bestehende Resilienz- und Schutzkonzepte im realen Betrieb aktuell an ihre Grenzen?
- Welche Schutzmaßnahmen und Investitionen werden mit Blick auf aktuelle und zukünftige Bedrohungsszenarien noch stärker in den Fokus rücken?


Referent:in in Absprache
Zeit für Fragen und Interaktion / Community Management
Pause – Networking bei Getränken und Snacks
Diskussionsrunde
Regulierung trifft Realität: Das KRITIS-Dachgesetz zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit
- Wie stellen Politik und Betreiber sicher, dass die Vorgaben des KRITIS-Dachgesetzes nicht bei Compliance enden, sondern messbar Resilienz und Krisenfähigkeit stärken?
- Welche Konflikte oder Grauzonen entstehen zwischen bundeseinheitlichen Vorgaben, Landeszuständigkeiten und praktischer Umsetzung?
- Welche Rolle spielen Aufsicht, Durchsetzung und mögliche Sanktionen, um Tempo in die Umsetzung zu bringen?



Impuls
Vom Flickenteppich zur Systematik: Warum Corporate Security einen einheitlichen Rahmen braucht – die neue DIN SPEC 14027

Q & A mit Karsten Grießhammer
Keynote
Dynamik in der IT-Sicherheit: Warum NIS2 heute nur noch Mindeststandard ist!
NIS2 trat an, um die IT-Sicherheit im europäischen Binnenmarkt grundlegend zu stärken. Die Direktive definiert verbindliche Prozesse und Technologien für wichtige und besonders wichtige Einrichtungen – seit Dezember 2025 auch in Deutschland geltendes Recht.
Doch die IT-Bedrohungslandschaft bewegt sich schneller als jeder Gesetzgeber. Was heute als solide Grundlage gilt, kann morgen bereits überholt sein. NIS2 hat diese Dynamik in gewissem Maße antizipiert, aber reicht das?
Werfen wir gemeinsam einen Blick darauf, wo NIS2 heute steht, was es leistet und wo verantwortungsvolle Sicherheitsverantwortliche bereits weiterdenken müssen.

Q & A mit Richard Werner
Impuls

Q & A mit Gül Sabab
Zeit für Fragen und Interaktion
Mittagspause
Impuls
Notfall- und Krisenmanagement zwischen Unternehmen, Staat und Gesellschaft

Q & A mit Dr. Daniela Lesmeister
Praxisbericht
Ausfallsichere Kommunikation als Schlüssel zur KRITIS-Resilienz
- Warum ausfallsichere Kommunikation im Krisenfall über die Handlungsfähigkeit kritischer Infrastrukturen entscheidet.
- Welche Anforderungen NIS2 und KRITIS-Dachgesetz an die Notfallkommunikation von KRITIS-Betreibern stellen.
- Praxisbericht von E.ON: Resiliente Kommunikation für kritische Anwendungen über das 450-MHz-Netz

Q & A mit Dr. Frederik Giessing
Diskussionsrunde
Resilienz als Führungsaufgabe: Wie Unternehmen Sicherheit strategisch verankern, Mitarbeitende einbinden und Kultur verändern
- Wie wird Resilienz zur echten Vorstandssache?
- Wie gelingt der Kulturwandel ohne Angst, aber mit Klarheit?
- Welche Rolle spielen Mitarbeitende jenseits von Schulungen und Handbüchern?



Impuls
Resilienz messbar machen: Quantitative Risikoanalyse als Steuerungsinstrument für KRITIS-Betreiber
- Aus Schäden lernen: Wie Versicherungsdaten reale Schadenmuster bei Cyber-Angriffen, Extremwetter und Betriebsunterbrechungen offenlegen
- Spartenübergreifend denken, konkret handeln: Wie integrierte Risikoexpertise Betreibern hilft, Kaskadeneffekte zu erkennen und Budgets zielgerichtet einzusetzen
- Von der Pflicht zur Strategie: Wie §§ 11-13 KRITIS-Dachgesetz durch monetäre Quantifizierung zum Business Case für Resilienz werden


Q & A mit Dr. Marcus Appel und Prof. Dr.-Ing Matthias von Harten
Anmoderation Breakout Session
Parallele Breakout Sessions
- Wie das KRITIS-Dachgesetz Silodenken aufbricht und ganzheitliche Resilienzstrategien ermöglicht
- Best Practice: Die Anwendung von „Branchenspezifischen Resilienzstandards“ (BSRS) als konkrete Umsetzungshilfe des KRITIS-Dachgesetzes am Beispiel des BSRS Personenverkehr
- Integrierte Kontinuitäts- und Krisenmanagementstrukturen: Best Practices für eine vernetzte Sicherheitsarchitektur im KRITIS-Kontext
- Die Datendrehscheibe als Schlüssel: Resilienzbezogene Managementsysteme und Informationen miteinander verknüpfen, um interdisziplinäre Bemessungs- und Planungsgrundlagen zu schaffen

- Analyse der digitalen Souveränität von Unternehmen und öffentlichen Organisationen aus dem KRITIS-Bereich mittels eines Index
- Differenzierte Betrachtung der Bereiche Hardware, Software, Cloud, Datenmanagement, Cybersicherheit und KI
- Identifikation von Ansätzen zur Stärkung der digitalen Souveränität

Im Ernstfall zählt nicht Theorie, sondern wirksame Compliance und Handlungsfähigkeit: Wenn kritische Infrastrukturen Ziel eines Cyberangriffs oder einer Störung werden, müssen Unternehmen gleichzeitig regulatorische Anforderungen erfüllen, den Incident rechtssicher managen und Haftungsrisiken kontrollieren.
Die Masterclass zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele aus regulierten Branchen, wie Unternehmen diese Spannungsfelder organisatorisch und rechtlich beherrschbar machen. Im Fokus stehen integrierte Governance-Ansätze, klare Entscheidungslogiken sowie die Verzahnung von Compliance, Incident Response und Krisenmanagement.
Teilnehmende erhalten konkrete Leitlinien und Best Practices, wie sie ihre Organisation so aufstellen, dass sie im KRITIS-Ernstfall nicht nur reagieren, sondern strukturiert und rechtssicher handlungsfähig bleiben.

Pause – Networking bei Getränken und Snacks
Impuls
Getrennt gesichert, gemeinsam verwundbar: Die Gefahr fragmentierter Sicherheitsstrukturen

Diskussionsrunde
Silos aufbrechen: Wie die Verzahnung von IT und OT Resilienz schafft
- Warum werden IT- und OT-Risiken in vielen KRITIS-Organisationen noch getrennt betrachtet und wo entstehen dadurch konkrete Verwundbarkeiten?
- Welche Formen der Verzahnung von IT- und OT-Security haben sich im Betrieb bewährt und wo scheitert Integration an Organisation, Kultur oder Technik?
- Welche Anforderungen ergeben sich aus NIS2 für den Umgang mit IT-, OT- und Lieferkettenrisiken und was bedeutet das operativ für KRITIS-Betreiber?


Referent:in in Absprache
Impuls mit anschließendem Fireside Chat
Deutschland im permanenten digitalen Gefecht- Bedrohungen im Cyber- und Informationsraum

Zeit für Fragen, Zusammenfassung und Ausblick
Abendveranstaltung/Get-together
Lassen Sie den Abend mit guten Gesprächen bei leckerem Essen und Getränken im Biergarten des Frankenheim Stammhaus, einer Institution in Düsseldorf, gemeinsam ausklingen.

© Frankenheim
Mittwoch, 17. Juni 2026
Empfang mit Kaffee und Tee / Check-In
Eröffnung und Begrüßung
Unmute Yourself
Starten Sie den Tag im Gespräch mit Ihren Sitznachbar:innen: Welcher Gedanke oder Impuls hat Sie gestern überrascht oder zum Nachdenken gebracht? Woran arbeiten Sie in Ihrem Arbeitsbereich aktuell ganz konkret rund um Resilienz? Nutzen Sie das Warm-up für einen ersten Austausch mit den anderen Teilnehmenden.
Impuls
Ganzheitliche Krisenresilienz – Handlungsbedarf konkret

Diskussionsrunde
Krisenrealität statt Planspiel: Wie belastbar ist Deutschlands KRITIS wirklich?
- Wie unterscheiden sich reale Krisen von dem, was Unternehmen in Szenarien und Übungen planen?
- Welche Erkenntnisse gibt es aus bisherigen Krisenübungen, Vorfällen und der Forschung?
- Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Behörden, Polizei, Hilfsorganisationen und gegebenenfalls Bundeswehr im Ernstfall?
- Wie gelingen Entscheidungsfindung und Krisenkommunikation unter Zeitdruck, Unsicherheit und öffentlicher Aufmerksamkeit?



Impuls mit internationaler Perspektive
Referent:in in Absprache
Praxisbericht
Versorgungssicherheit im (Klima-)Stress: Risikovorsorge, Anpassung und Schutz kritischer Systeme
- Herausforderungen im Bereich Gefahrenabwehr bei TransnetBW – Fokus Extremwetter
- Beispiel Starkregenschutz Umspannwerke: Lösungsansatz zur Resilienzerhöhung


Diskussionsrunde
Resiliente Versorgungssysteme: Risiken begrenzen, Stabilität sichern
- Welche besondere Verantwortung trägt der Energiesektor für die Stabilität anderer kritischer Infrastrukturen?
- Welche strukturellen und technischen Anpassungen sind notwendig, um Versorgungssysteme dauerhaft resilienter zu machen?
- Welche Risiken können Betreiber allein nicht beherrschen und wo ist der Staat gefordert, strukturell nachzusteuern?



Pause – Networking bei Getränken und Snacks
Diskussionsrunde
Von der Innovation zur Wirkung: Wie Europa seine KRITIS handlungsfähig macht
- Wo steht Europa technologisch beim Schutz kritischer Infrastrukturen und welche konkreten Beispiele zeigen, was heute bereits funktioniert?
- Wie gelingt es, Innovationen schnell und wirksam in den KRITIS-Betrieb zu überführen – wenn Förderung, Kapital und Umsetzung ineinandergreifen?
- Welche Voraussetzungen braucht es, damit KRITIS-Innovationen in Europa skalieren – von Kapital über Regulierung bis zu realen Testumgebungen?



Diskussionsrunde
Aufspüren, Abwehren, Abfangen: Wie lassen sich kritische Infrastrukturen vor Drohnen schützen?
- Wie real und wie dynamisch ist die Drohnenbedrohung für kritische Infrastrukturen heute?
- Wie greifen Betreiber, Polizei, Länder und Bund im Ernstfall ineinander – und wo entstehen operative Reibungsverluste?
- Welche Schutz- und Abwehrmöglichkeiten stehen KRITIS-Betreibern konkret zur Verfügung und wo sind sie auf staatliche Unterstützung angewiesen?



Praxisbericht

Anmoderation Breakout Session
Parallele Breakout Sessions
Adressierung von Bedrohungslagen in Kritischer Infrastruktur am Beispiel von Flughäfen
- Aufbau eines Assetmanagements für eine kritische Infrastruktur
- Kontinuierliche Lieferantenbewertung für kritische Infrastrukturen
- Entwicklung eines Risk-Value-Scorings zur Ableitung und Priorisierung von Maßnahmen zur Risikominimierung



Gemeinsames Mittagessen
Impuls aus der Marktforschung

Diskussionsrunde
Von Desinformation bis zur kognitiven Kriegsführung: Wie wappnen sich Unternehmen und Staat?
- Wie gezielt und wirkungsvoll werden Desinformation und Informationsmanipulation bereits gegen KRITIS und staatliche Strukturen eingesetzt?
- Cognitive Warfare: Wie können Angriffe auf Wahrnehmung und Vertrauen Krisen verschärfen und wie Unternehmen und Staat sich dagegen wappnen?
- Wie können Staat, Unternehmen und Medien Desinformation früh erkennen und ihre Wirkung im Krisenfall begrenzen?
Referent:innen in Absprache