Die Pharmaindustrie steht in Deutschland unter wachsendem Druck: Während die Bundesregierung den Standort stärken will, belasten Sparmaßnahmen und regulatorische Unsicherheit Investitionen und Innovationen. Gleichzeitig verschärfen internationale Preisdebatten den Wettbewerb.
Die entscheidende Frage für 2027 lautet: Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es, damit Deutschland attraktiv für Investitionen bleibt und Patientinnen und Patienten weiterhin früh Zugang zu Innovationen erhalten?
Die Handelsblatt Jahrestagung Pharma 2027 diskutiert mit Politik, Kostenträgern, Behörden und Industrie die Zukunft des Pharmastandorts Deutschland, die Finanzierung der Versorgung und die Voraussetzungen für einen schnelleren und planbareren Zugang zu Innovationen.
Themenblöcke
Der Praxistest: Strategie, Herstellerabschlag und Standortwettbewerb
Deutschland will Pharma-Leitstandort sein, erhöht zugleich aber den finanziellen und regulatorischen Druck auf die Industrie. Investitionsentscheidungen hängen damit nicht mehr allein von Forschung und Produktion ab, sondern ebenso von Herstellerabschlägen, Erstattungspreisen, internationalen Referenzpreisen und geopolitischen Risiken. Im Mittelpunkt steht der Realitätscheck: Welche Bedingungen braucht Pharma, um in Deutschland zu investieren – und wie konkurrenzfähig ist der Standort im Vergleich zu den USA, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten?
Finanzierung, Versorgungssicherheit & Strukturreform
Die Finanzierung des Gesundheitssystems steht unter wachsendem Druck. Beitragssatzstabilität, Herstellerabschläge und Sparmaßnahmen treffen auf steigende Ausgaben, neue Therapien und den Anspruch, Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Block fragt, wer die Kosten trägt, welche Reformmodelle politisch realistisch sind und ob Deutschland für Innovation und Versorgungssicherheit höhere Erstattungspreise akzeptieren muss.
KI, neue Therapiewellen & internationaler Druck
Neue Therapien treffen auf alte Finanzierungs- und Versorgungsstrukturen. Adipositas, Alzheimer und ATMPs stehen für große medizinische Chancen, aber auch für erhebliche Anforderungen an Evidenz, Kapazitäten und Erstattung. Gleichzeitig entstehen mit Frauengesundheit, Menopause, Longevity-Medizin und Psychedelika neue Märkte, deren medizinischer Nutzen und Finanzierungslogik teilweise noch nicht geklärt sind.
AMNOG 2.0: Fit for Purpose und kompatibel mit EU-HTA?
Der zweite Tag konzentriert sich auf die Kernfragen der AMNOG-Zielgruppe: Wie müssen Unternehmen Evidenz heute planen, wenn nationale Nutzenbewertung und europäische HTA-Prozesse ineinandergreifen? Beschleunigt EU-HTA den Zugang zu neuen Therapien – oder entsteht ein doppeltes System mit zusätzlichem Aufwand und neuen Unsicherheiten?
Zulassung im Umbruch: EU-Pharmapaket, MDR/IVDR und datenbasierte Evidenz
Europäische und nationale Regelwerke verändern Zulassung, klinische Entwicklung und Marktzugang. EU-Pharmapaket, MDR und IVDR stellen Unternehmen und Behörden vor neue Anforderungen an klinische Evidenz, Kapazitäten, Zuständigkeiten und Umsetzung. Gleichzeitig drängen Wirkstoffe und Arzneimittel aus Drittstaaten zunehmend in den europäischen Markt.
Freuen Sie sich auf folgende Speaker:




Darum sollten Sie dabei sein:
- Einzigartige Themenkombination
Verknüpft von Standort & Finanzierung sowie Zulassung & Marktzugang in einem Format – wir decken die gesamte Wertschöpfungskette der Pharma-Entscheidung ab. - Hochkarätiges, funktionsübergreifendes Networking
Politik, Kostenträger, Zulassungsbehörden UND Industrie – alle zur gleichen Zeit am selben Ort. - Maximale Aktualität
Themen, die 2027 erstmals wirtschaftlich und regulatorisch entscheidungsrelevant werden, wie z.B.: Standort- und Investitionsfragen, AMNOG 2.0, EU-HTA, China 3.0, KI-Partnerschaften, neue Therapiemärkte.
Sparen allein macht nicht gesund
…könnte eine Erkenntnis des aktuellen Handelsblatt Journals „Health – Die neue Ökonomie der Gesundheit“ sein.
Doch wie gelingt der Wandel, wenn der Kostendruck steigt, Reformen an strukturelle Grenzen stoßen und Innovationen noch längst nicht überall in der Versorgung ankommen? Reicht es, das System finanziell zu stabilisieren? Oder braucht es einen grundsätzlichen Perspektivwechsel?
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