Dienstag, 22. September 2026
Aktuelle Programmvorschau. Änderungen vorbehalten.
09:00 – 17:00 Uhr
Begrüßung durch das Moderatoren-Team


Unmute yourself – Ihre Fragen. Ihre Perspektive. Ihr Austausch.
Wie sichern Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit unter zunehmendem wirtschaftlichen Druck?
Eröffnung + Live-Editorial

Analyse
Deutschlands Produktivitätskrise? Warum Warten auf Wachstum nicht reicht
Deutschland steckt in einer Phase anhaltender Wachstumsschwäche – verschärft durch Demografie und Fachkräfteengpässe. Prof. Dr. Hubertus Bardt ordnet die aktuelle Entwicklung datenbasiert und makroökonomisch ein. Er zeigt, warum Produktivität zur zentralen Stellgröße für Wettbewerbsfähigkeit wird, welche Hebel dafür entscheidend sind und welches Potenzial KI bietet, um Produktivitätszuwächse zu ermöglichen und den Rückgang des Arbeitskräfteangebots abzufedern.

Impuls
Die neue Logik der Produktivität
Die Debatte über Produktivität steht vor einem grundlegenden Wandel. Über Jahre ging es vor allem um Effizienz, um Prozesse, um Auslastung, um die Frage, wie Arbeit schneller, planbarer und skalierbarer wird. Doch in einer Welt, in der KI beginnt mitzudenken, Systeme eigenständig handeln und sich technologische wie gesellschaftliche Veränderungen permanent überlagern, reicht diese Logik zunehmend nicht mehr aus. Denn die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre besteht möglicherweise nicht darin, produktiver zu werden, sondern darin, unter Bedingungen permanenter Unsicherheit überhaupt handlungsfähig zu bleiben.
In seinem Impuls beschreibt Raphael Gielgen, warum sich Arbeit, Organisationen und Wertschöpfung gerade fundamental neu ordnen. Es geht um die Frage, was Produktivität eigentlich bedeutet, wenn Wissen jederzeit verfügbar ist, Entscheidungen beschleunigt werden und sich Stabilität zunehmend in Bewegung auflöst. Und darum, warum Anpassungsfähigkeit, Lernfähigkeit und Orientierung wichtiger werden als reine Effizienz.

Diskussion
Hat Deutschland ein Produktivitätsproblem? Was jetzt über Wettbewerbsfähigkeit entscheidet
Standort Deutschland zwischen Regulierung, Arbeitsmarkt und Innovationsdruck.
Deutschland steht wirtschaftlich unter Druck: Hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, dichte Regulierung und globaler Wettbewerb treffen auf ein System, das vielfach als zu langsam und zu komplex gilt. Handelt es sich dabei nur um eine Stimmungslage oder um ein strukturelles Produktivitätsproblem?
Das Panel beleuchtet, wie Bürokratie, Innovationsfähigkeit, Arbeitsmarkt und Regulierung die Produktivität beeinflussen und welche politischen wie unternehmerischen Entscheidungen jetzt erforderlich sind. Ziel ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wo liegt die Verantwortung – und was muss sich konkret ändern, damit Deutschland im globalen Wettbewerb nicht zurückfällt?

Weitere Speaker in Abstimmung
Impuls & Q&A
DIE HOFFNUNGSLÜCKE – Warum Unternehmen ihre wichtigste Leistungsressource übersehen
Die meisten Produktivitätsprogramme scheitern nicht an Technologien, Prozessen oder Effizienzinitiativen. Sie scheitern daran, dass Menschen nicht mehr daran glauben, mit ihrem Einsatz einen Unterschied machen zu können.
„Hoffnung“ klingt zunächst wie ein diffuser Wellness-Begriff, den man verwendet, wenn es gerade nicht so rund läuft. Doch was, wenn Hoffnung kein Gefühl, sondern eine Praxis ist?
In dieser Perspektive wird Hoffnung zu einer der wichtigsten Ressourcen leistungsfähiger Organisationen. Denn Hoffnung bedeutet nicht, auf eine bessere Zukunft zu warten, sondern die Überzeugung, sie aktiv mitgestalten zu können. Sie entsteht nicht aus Erwartung, sondern aus der Erfahrung von Wirksamkeit.
Der Impuls zeigt, warum Hoffnung messbar, gestaltbar und führbar ist und weshalb sie zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil in Zeiten permanenter Transformation werden kann.

Kaffeepause – Zeit für Networking und fachlichen Austausch
Welche Organisation macht Unternehmen schneller und wirksamer?
Interview
Dynamic Shared Ownership: Wie selbstorganisierte Teams Zusammenarbeit und Produktivität im Bayer-Konzern verändern
In vielen Unternehmen werden Hierarchien optimiert – Bayer denkt Organisation grundlegend neu. Mit „Dynamic Shared Ownership“ verteilt der Konzern Führungsverantwortung neu, stärkt selbstorganisierte Teams und verlagert Entscheidungen dorthin, wo Wertschöpfung entsteht.
Im Interview erläutert Heike Prinz, Vorstandsmitglied, Chief Talent Officer und Arbeitsdirektorin von Bayer, wie das Modell in der Praxis funktioniert, welche Veränderungen es für Führungskräfte mit sich bringt und welche Auswirkungen es bereits auf Geschwindigkeit, Entscheidungsqualität und Produktivität hat.

Impuls & Q&A
KI macht keine Organisation produktiv – Führung schon. Warum Technologie ohne klare Verantwortung wirkungslos bleibt.
Viele Unternehmen investieren massiv in KI, doch die erhofften Produktivitätsgewinne bleiben häufig aus. Der Grund liegt meist nicht in der Technologie selbst, sondern in unklaren Entscheidungswegen und fehlenden Verantwortlichkeiten.
In ihrem Impuls zeigt Daniela Hermle, warum Produktivität immer aus dem Zusammenspiel von Entscheidungsqualität und Umsetzungsfähigkeit entsteht und weshalb gute Governance kein Bremsklotz, sondern die Voraussetzung für Geschwindigkeit unter Ressourcen- und Marktdruck ist.

Diskussion
Handelsblatt KI Circle Community-Roundtable
Spielwiese oder System? Führungs- und Entscheidungsmodelle für KI im Unternehmen
KI kann Entscheidungen beschleunigen, aber auch neue Abstimmungsschleifen erzeugen. Wo vielerorts experimentiert wird, entstehen Innovationskraft und Lernkurven, zugleich aber auch Schatten-KI, Risiken sowie Unklarheiten bei Verantwortung und Steuerung.
In dieser Diskussionsrunde geht es nicht um Tools, sondern um Organisationslogik und Organisationsdesign: Wie viel Freiraum braucht Experimentieren – und welche Leitplanken machen Unternehmen tatsächlich schneller?
Wir diskutieren die Rolle von Governance zwischen Enabler und Bremsklotz, welche Entscheidungen zentral oder dezentral getroffen werden sollten und welchen Beitrag Führung leisten muss, damit KI-Experimente nicht nur mehr Aktivität, sondern tatsächlich mehr Produktivität und Umsetzungsfähigkeit hervorbringen.

Weitere Speaker in Abstimmung
Mittagspause & Lunch
Interview
Produktivität braucht Klarheit. Was Hochleistungsorganisationen anders machen
Speaker in Abstimmung
Diskussion
Vom Manager zum Enabler – Welche Managementstrukturen wir hinter uns lassen müssen und welche Fähigkeiten stattdessen gefragt sind
Viele Produktivitätsprogramme scheitern nicht an Strategie oder Technologie, sondern an Managementlogiken, die auf Kontrolle, Abstimmung und Präsenz ausgerichtet sind.
Das Panel diskutiert, welche Strukturen und Routinen Unternehmen konsequent vereinfachen oder abschaffen müssen, um schneller zu entscheiden und wirksamer umzusetzen – und welche Führungsfähigkeiten sowie neuen Lern- und Wissensstrukturen dafür erforderlich sind.
Im Zentrum steht eine unbequeme Frage: Sind Führungskräfte – insbesondere im Mittelmanagement – bereit, ihre Rolle, ihr Statusverständnis und ihre Steuerungsreflexe tatsächlich zu hinterfragen?


Weitere Speaker in Abstimmung
Parallele Breakout-Sessions
Session 1
Engagement + Enablement = Output: Die zwei größten Produktivitätshebel – und wie Sie diese mithilfe von Mitarbeiterfeedback messbar steuern
Viele Unternehmen messen Produktivität in KPIs und Prozessen, übersehen aber den schnellsten Frühindikator: Mitarbeiterfeedback. In dieser interaktiven Masterclass lernen Sie, wie Sie eine kontinuierliche Listening-Landschaft aufbauen, mit der Sie Engagement und Enablement als zentrale Produktivitätstreiber auf Team- und Organisationsebene sichtbar machen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten, statt Monate später auf veraltete Daten zu reagieren. Dabei geht es explizit nicht um eine reine HR-Angelegenheit: Gerade in Transformationen muss das Thema auf mehrere Schultern verteilt werden (Geschäftsführung, Transformationsverantwortliche, Team-Management etc.), statt es bei HR abzuladen

Session 2
Titel in Abstimmung
Unmute yourself – Ihre Fragen. Ihre Perspektive. Ihr Austausch.
Wrap Up
Transfer zur Abendveranstaltung
Drinks, Dinner & Dialog
Exklusives Get-together mit Blick auf den Rhein, hosted by Flokk
Mittwoch, 23. September 2026
09:00 – 15:30 Uhr
Begrüßung durch das Moderatoren-Team


Unmute yourself – Ihr persönlicher Check-In
Wo schaffen KI und Technologie heute messbaren Mehrwert?
Impuls
KI produktiv machen: Wie RWE Technologie, Menschen und Organisation für messbaren Business Impact zusammenführt
Viele Unternehmen testen KI, doch nur wenige erzielen bislang messbare Produktivitätsgewinne. In ihrem Impuls zeigt Katja van Doren, Mitglied des Vorstands sowie Personalvorständin und Arbeitsdirektorin von RWE, wie der Konzern KI gezielt als Produktivitätstreiber einsetzt.
Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Technologie, Kompetenzen und Akzeptanz, konkrete Anwendungsfälle sowie die Frage, welche Governance-Strukturen erforderlich sind, damit KI nicht im Pilotstatus verharrt, sondern nachhaltigen und skalierbaren Business Impact entfaltet.

Impuls
Das Büro der Zukunft ist das Gehirn: Mentale Handlungsfähigkeit als Produktivitätsfaktor
KI-Transformation beginnt im Kopf: Warum Mindset, Kompetenz und Entscheidungskraft über Wertschöpfung entscheiden
Was das moderne Büro organisatorisch leisten soll – Orientierung, Fokus, Koordination und Geschwindigkeit –, leistet in Wahrheit unser Gehirn. Doch die exponentielle Dynamik von KI, Automatisierung und Dauerwandel überfordert viele Organisationen nicht technisch, sondern mental: Kompetenzaufbau, Haltung und Entscheidungskraft kommen nicht hinterher. Prof. Dr. Thomas Druyen zeigt, warum Produktivität heute an der „mentalen Handlungsfähigkeit“ hängt und weshalb Deutschland im KI-Kontext vor allem ein Bildungs- und Mentalitätsproblem lösen muss. „Man kann uns das technisch bestausgestattete Büro zur Verfügung stellen. Mit einem nicht lernwilligen Mindset fahren wir vor die Wand.“
Ein Impuls für Entscheiderinnen und Entscheider, die aus Technologie messbaren Business Impact schaffen wollen, statt bestehende Prozesse lediglich zu digitalisieren.

Diskussion
Von Pilot zu Produktivität: Was ist der wahre Engpass – Daten & Governance oder Köpfe & Kompetenzen?
Zwischen KI-Investitionen und echtem Business-Impact liegt oft kein Tool-, sondern ein Steuerungs- und Entscheidungsproblem: Wer priorisiert? Wer verantwortet End-to-End-Prozesse? Was wird gestoppt – und was wird skaliert?
In dieser Diskussion treffen zwei Perspektiven aufeinander: die Operationalisierung von Wirkung (Kriterien, Governance, Ressourcenlogik) und die Lern- und Entscheidungsfähigkeit von Organisationen unter Dauerwandel. Im Fokus steht, wie Unternehmen den Engpass identifizieren – und ihn konsequent managen.
Speaker in Abstimmung
Kaffeepause – Zeit für Networking und fachlichen Austausch
Parallele Breakout-Sessions
Session 1
Weniger Stress, mehr Produktivität: Wie digitale Tools, KI und Automatisierung den Arbeitsalltag erleichtern.
Session 2
Thema in Abstimmung
Mittagspause & Lunch
Welche Arbeitsweisen fördern Produktivität nachhaltig?
Impuls / Studie
Das Bermudadreieck der Produktivität: Zusammenarbeit, Führung, Kultur – warum Hybridität kein einfacher Stellhebel ist
Hybride Arbeit wird oft wie eine einfache Stellschraube behandelt. Dabei entscheidet sich Produktivität im Zusammenspiel von Arbeitsort, Zusammenarbeit, Führung, Kultur und Kommunikationslogik. Dr. Josephine Hofmann bringt Ordnung in eine emotional geführte Debatte und zeigt anhand einer groß angelegten Praxisstudie, wie sich Produktivität belastbar bewerten lässt, warum „mehr Büro = mehr Output“ als Steuerungslogik zu kurz greift – und welche Leitplanken Entscheiderinnen und Entscheider benötigen, damit Homeoffice und Präsenz gemeinsam Leistung, Austausch und Teamwirksamkeit stärken.


Impuls
Workplace Prompts – Market Insights: Was bleibt vom Büro, wenn KI mitarbeitet?

Praxis Case
Mit Daten zu besserer hybrider Arbeitsorganisation – wie die IT von LEONHARD WEISS mit dem Hybrid Work Radar ihre Zusammenarbeit verbessert
Atilla Kücük kennt die klassischen Herausforderungen eines CIOs: Cloud- und Plattformtransformationsprojekte unter hohem Zeit- und Umsetzungsdruck, getragen von einem begrenzten Team und eingebettet in ein großes Unternehmen mit zahlreichen Schnittstellen und internen Kunden.
Vor diesem Hintergrund wollte er Anfang 2026 gemeinsam mit Prof. Dr. Johanna Bath analysieren, wo in seiner hybriden Arbeitsorganisation noch Effektivitäts- und Effizienzpotenziale bestehen. Dafür setzten sie das Reifegradmodell Hybrid Work Radar ein, um datenbasiert Handlungsfelder zu identifizieren und gezielte Maßnahmen abzuleiten. Gemeinsam berichten sie aus Wissenschafts- und Praxisperspektive, wie datenbasierte Analysen Transparenz über die hybride Zusammenarbeit geschaffen haben und welche Maßnahmen daraus für Führung, Kommunikation und Organisation abgeleitet wurden.


Diskussion
Hybrides Arbeiten als Operating Model? Warum Regeln nicht reichen – und wo die Produktivitätshebel wirklich liegen
Hybrid ist kein Benefit – es ist ein Betriebsmodell. Und viele Unternehmen fahren es ohne Steuerung: Office-Quoten, Meeting-Regeln, gute Absichten. Das Ergebnis: mehr Koordination, langsamere Entscheidungen, unklare Verantwortung.
In dieser Runde geht es darum, wie Unternehmen Entscheidungen, Zusammenarbeit und KPIs neu aufsetzen, damit verteilte Teams tatsächlich liefern: Wer entscheidet was – und wie schnell? Welche Routinen ersetzen Meeting-Inflation? Und welche Kennzahlen zeigen Produktivität jenseits von Präsenz (z. B. Entscheidungsdauer, Durchlaufzeit, Rework)?
Zum Schluss die unbequeme Frage: Welche Hybrid-Regeln erhöhen Output – und welche sind reine Symbolpolitik?
Speaker in Abstimmung