Eines unserer strategischen Ziele ist der Ausbau digitaler Souveränität. Staat und Verwaltung nutzen zunehmend komplexe digitale Infrastrukturen, begeben sich damit aber in Abhängigkeiten. Ohne Souveränität verlieren wir die Fähigkeit, Technologie politisch zu steuern und demokratisch zu nutzen.
Die nächsten Schritte sind:
- digitale Abhängigkeiten systematisch erfassen und bewerten,
- kritische Kernbereiche identifizieren, die unter eigener Kontrolle bleiben müssen,
- technisches und strategisches Know-how in der Verwaltung stärken,
- offene Standards und interoperable Lösungen konsequent fördern.
Was meinen Sie, wie sehen Staat und Verwaltung in 5 oder 10 Jahren aus?
Verwaltung wird stärker prozess- und datenbasiert arbeiten, Leistungen werden für Bürger*innen selbstverständlicher digital nutzbar sein und wo es geht proaktiv angeboten. Intern verschmelzen Fachlichkeit, UX und IT stärker.
Die Dresdner Forderungen werden umgesetzt, zentrale Vorgaben werden auch als zentrale Services angeboten.
Entscheidend ist der kulturelle Wandel: lernfähiger arbeiten, agil vorgehen und Technologie strategisch steuern – ohne staatliche Verantwortung zu verlieren.
Was möchten Sie den Teilnehmern des Gipfels als Message mit auf den Weg geben?
Staatsdigitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern ein Demokratieprojekt.
Es geht um Gestaltungshoheit, nicht nur um Effizienz.
Dafür brauchen wir langfristige Entscheidungen, eigene Kompetenzen und den Mut, digitale Infrastruktur als Teil staatlicher Daseinsvorsorge zu begreifen. Verwaltung ist nicht das Problem – sie ist die Grundlage funktionierender Demokratie.