1. WAS WÄRE AUS IHRER SICHT DER WIRKSAMSTE WEG, REGULIERUNG SPÜRBAR
ZU VEREINFACHEN?
Ein risikobasierter Neustart der Regulierung – mit klarer Proportionalität und echter Entlastung im Meldewesen. Dabei sollte die Überarbeitung nicht nur auf die Bilanzsumme der Banken abstellen, sondern mehr auf das Geschäftsmodell und die spezifischen Risiken eines Hauses.
2. WELCHE ZENTRALEN HERAUSFORDERUNGEN SEHEN SIE FÜR DIE FINANZBRANCHE IN DEN NÄCHSTEN FÜNF JAHREN, UM EINERSEITS STABILITÄT ZU SICHERN UND GLEICHZEITIG WETTBEWERBSFÄHIG ZU BLEIBEN – UND WO SOLLTE MAN JETZT ANSETZEN?
Für Stabilität ist eine kontinuierliche Anpassungsfähigkeit der Geschäftsmodelle erforderlich, z.B. für die Begleitung von Transformationsprozessen. Dabei ist eine aktiv gestaltete Integration der regulatorischen Anforderungen notwendig. Wettbewerbsfähigkeit scheitert häufiger an interner Komplexität als an Marktgegebenheiten. Daher sind kontinuierliche Vereinfachungen wichtig. Modernisierung der Technologie inkl. Einsatz von KI sind dafür unentbehrlich.
3. WELCHE ROLLE SPIELT KI BEREITS IN IHRER TÄGLICHEN ARBEIT –UND WO SEHEN SIE DAS GRÖSSTE POTENZIAL IM RISIKOMANAGEMENT BZW. IN DER AUFSICHT?
Wir nutzen KI z.B. als Unterstützung in Teilen der Kreditbearbeitung. Das größte Potential sehe ich in der Verarbeitung großer Datenmengen für eine automatisiertere Analyse, Plausibilisierungen und Erkennen von Inkonsistenzen. Dadurch wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern die Qualität erhöht.