Büro als Katalysator der neuen Arbeitswelt.

Brücken bauen im R&D Zentrallabor: Neue Wege zur Collaboration zwischen Blue Collar und White Collar

„Da entwickelt sich was“, hieß es im April 2021 in der Presse.

15.000 Quadratmeter Fläche, 15 Hightech-Labore: In Herzogenaurach entsteht das „Schaeffler-Zentrallabor“. Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien von der Qualitätssicherung bis zu Forschung und Entwicklung werden hier gebündelt.

„Schaeffler zeichnet sich seit jeher durch Innovationsstärke und technologische Expertise aus. Auf dieser Basis wollen wir Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen“, beschreibt Klaus Rosenfeld, CEO von Schaeffler, die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens.

Als integrierter Automobil- und Industriezulieferer entwickelt, fertigt und liefert Schaeffler schon heute Bauteile und Systeme in höchster Präzision und Qualität sowie zukunftsweisender Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen elektrische Antriebe, Energiespeicher und -wandler, Wasserstofftechnologien sowie automatisierte und autonome Systeme.

„Unser großes Ziel: ein nachhaltiges und CO2-neutrales Mobilitäts- und Energie-Ökosystem zu entwickeln“, äußert sich  Prof. Dr.-Ing. Tim Hosenfeldt, zuständig für Zentrale Forschung, Innovation und Technologien.

Mit dem Zentrallabor bietet Schaeffler Kolleginnen und Kollegen in Forschung und Entwicklung die Chance, bereichsübergreifend Lösungen zu verwirklichen. Am Standort Herzogenaurach verorten wir schon immer die Kernkompetenzen in den Grundlagenbereichen. Das Zentrallabor ist dementsprechend ein divisionsübergreifendes Technologiezentrum auf dem Campus. Wir wollen mit dem Zentrallabor im Industrievergleich Maßstäbe setzen. Die Attraktivität des Standorts und seine Wettbewerbsfähigkeit setzen für die Region, für Kunden wie auch für die Mitarbeitenden zusätzliche Anreize. Wir schaffen einen aktiven Wissenstransfer durch ein engmaschiges Netzwerk. Die kurzen Distanzen beschleunigen Prozesse. Wir haben dann für viele Jahre ein agiles Umfeld, das state of the art ist – einen Ort zum gemeinsamen Forschen und Entwickeln und auch zum intensiven Austausch, zum Teilen von Wissen.

Das Zentrallabor ist ein Ort der Zusammenkunft und des Erlebens in Projektteams. Rund 360 Mitarbeitende forschen gemeinsam an Zukunftsthemen, präsentieren neue Technologien und Produkte. Die Zukunft wird bei uns erlebbar. Im Wesentlichen setzen sich unsere bereichsübergreifenden Teams aus dem bestehenden Personalstamm zusammen. Durch gezielte Aus- und Weiterbildung in unserem eigenen F&E-Netzwerk wollen wir diesen Personenkreis sukzessive erweitern. Darüber hinaus wollen wir aber explizit auch verstärkt mit externen Partnern und Kunden kooperieren, so Prof. Dr.-Ing. Tim Hosenfeldt weiter.

Brücken bauen im R&D Zentrallabor: Neue Wege zur Collaboration zwischen Blue Collar und White Collar, war und ist die Aufgabe, so Sandra Köllner Global Head of Projects, New Work & Space Management – Corporate Real Estate Schaeffler.

„Die Aufgabe der Architektur ist auch immer, ein Umfeld und Räume zu schaffen, die eine zukunftsweisende Kommunikation & Collaboration ermöglichen und die gestellten Anforderungen an das Gebäude bestmöglich umsetzt. Mein Team konnte hier als Impulsgeber Architekten, Fachplaner und Ausführungsfirmen zu Höchstleistungen motivieren, um dies sicherzustellen“, so Köllner.

Lösungen für heute und morgen schaffen

Der Nutzen einer neuen Fläche soll für die Mitarbeiter spürbar sein. „Der erlebbare Mehrwert und das Besondere treiben bei der Konzeption und Planung an“, sagt Gregor Kamps, Head of New Work & Space Management – Corporate Real Estate Schaeffler. „Das Besondere ist das Unverwechselbare, das mit Gewohntem bricht und Neues ermöglicht. Das Besondere verlangt Mut, denn es muss die Dinge in einem neuen Licht sehen. Im harten Licht der Vernunft, wenn es um die Details der Funktion und ihre präzise Umsetzung geht. Im weichen Licht der Emotionen, wenn es um die Gestaltung einer menschlich inspirierenden Arbeitswelt geht, um die Bedürfnisse der Zeit zu lösen und Neues zu schaffen“, so Köllner und Kamps.

New Work zielt darauf ab, Arbeit nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern als Quelle der Selbstverwirklichung zu betrachten. Während New Work in Büroumgebungen bereits weit verbreitet ist, stellt sich die Frage, wie dieses Konzept in traditionelleren Arbeitsumgebungen wie Produktionen umgesetzt werden kann.

Neben dem Zentrallabor implementieren wir auch in der Produktion New Work Elemente.

Die schnelle Entwicklung neuer Technologien erfordert eine kontinuierliche Weiterbildung der Beschäftigten. New Work fördert die Idee des lebenslangen Lernens und der Selbstverwirklichung durch Arbeit. In der Produktion haben wir dies durch die Integration des Cube@Factory direkt in den Arbeitsalltag der Produktion umgesetzt. Dies fördert nicht nur die persönliche Entwicklung, sondern auch die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Produktion.

Die Architektur und Konzeption des Zentrallabors geht hier innovativ nächste Schritte. Es bildet ein proaktives Bindeglied zwischen Blue Collar und White Collar.

Augenhöhe und Wertschätzung, schlussendlich aktive Partnerschaft, sind der gestalterische Antrieb.

„Hier entwickelt sich was! Neue Wege zur Collaboration zwischen Blue Collar und White Collar“. Im Vortrag am 24.09.2024 stellen wir unsere Ideen, Herangehensweisen und Lösungen dazu vor, sagen Köllner und Kamps.