Die Schiene und DB Cargo als Wegbereiter für CO2e-freie Logistik

Die Dekarbonisierung des Verkehrssektors ist ein zentraler Baustein im Kampf gegen den Klimawandel. Während viele Sektoren bereits signifikante Fortschritte bei der Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen erzielt haben, steht der Verkehrssektor noch vor besonderen Herausforderungen. Als eines der größten Schienengüterverkehrsunternehmen Europas nimmt DB Cargo eine Schlüsselrolle in diesem Prozess ein und setzt sich ehrgeizige Ziele, um die Logistik nachhaltiger zu gestalten.

Von Hause aus nachhaltig unterwegs

Der Schienengüterverkehr ist per se eine der umweltfreundlichsten Transportarten. Pro Tonne und Kilometer verursacht er 80 bis 100 Prozent weniger CO2 als der Transport per Lkw. Dies ist ein erheblicher Vorteil, wenn man bedenkt, dass die Transportnachfrage seit einigen Jahren rasant steigt. DB Cargo fährt täglich 3.600 Güterzüge und bietet über 4.200 Zugangspunkte in 18 Ländern. So ist sie in der Lage, signifikante Mengen an Gütern auf nachhaltige Weise zu transportieren.

Fahrplan für die Klimaneutralität 2040

Das Ziel von DB Cargo ist klar: Klimaneutralität bis 2040. Diese Ambition wird durch konkrete Zwischenziele unterfüttert, wie die Reduktion der spezifischen CO2e-Emissionen um 50 Prozent bis 2025 und der Einsatz von 80 Prozent Grünstrom im Bahnstrommix. Bis 2038 soll der Bahnstrommix zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bestehen, was einen signifikanten Beitrag zur CO2-Reduktion leisten wird. Hierzu setzt das Unternehmen an mehreren strategischen Hebeln an:

  1. Elektrifizierung und grüner Strom: Die vollständige Elektrifizierung des Schienennetzes und der Einsatz von 100 Prozent Ökostrom sind zentrale Maßnahmen. Dies beinhaltet auch den Ausbau der Elektrifizierung und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Energiemix.
  2. Ausstieg aus fossilen Brennstoffen: Ein schrittweiser Ausstieg aus dem Diesel durch den Einsatz alternativer Antriebe und Kraftstoffe, etwa Biokraftstoffe (z. B. Hydrotreated Vegetable Oil, kurz HVO), ist bereits im Gange. Hybrid- und Zweikraftlokomotiven, die sowohl elektrisch als auch mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können, tragen ebenfalls zur Emissionsreduktion bei.
  3. Technologische Innovationen: Investitionen in neue Technologien und die Modernisierung der Flotte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Dies umfasst unter anderem die Nutzung von Bremsenergierückspeisung und spezielle Fahrtrainings zur Erhöhung der Energieeffizienz.

Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette

DB Cargo setzt nicht nur auf nachhaltige Innovationen, sondern strebt auch an, die gesamte Lieferkette von der Verladung bis zum Transport klimafreundlich zu gestalten. Durch das Angebot von „Climate+“ können Kunden 100 Prozent Ökostrom für ihre Schienentransporte nutzen und unvermeidbare Emissionen kompensieren. Dies ist besonders auf nicht-elektrifizierten Strecken relevant, wo durch den Einsatz von HVO-Biokraftstoffen rund 90 Prozent der CO2-Emissionen vermieden werden können.

Grüne Route Richtung Zukunft

Durch die sukzessive Umsetzung ihrer Klimaziele treibt DB Cargo die Transformation zu einer CO2e-freien Logistik konsequent voran. So entsteht eine zukunftsorientierte grüne Logistik mit innovativen Technologien und einem ganzheitlichen Ansatz entlang der gesamten Lieferkette.