Advertorial aus dem Handelsblatt Journal Future Workplace vom 07.08.2023
Veränderung und Disruption bestimmen die Arbeitswelt. Dabei geht vieles schneller als die Chefetagen das geplant hatten. Wie gehen wir damit um und was für Konsequenzen ziehen wir als Gesellschaft daraus?
Seit mittlerweile über zehn Jahren diagnostizieren zahlreiche Studien der klassischen Bürokultur grundlegenden Wandel: den digitalen Arbeitsplatz, hybrides Arbeiten, Desk Sharing und agile Projektarbeit. Jedoch: Die Implementierung solcher Arbeitsweisen und -formen fand vor 2020 nur bedingt statt. Einige Großunternehmen (und auch Mittelstandsbetriebe) realisierten immerhin Pilotprojekte und kleine Projekte, um erfolgreich neue Formen der Bürokultur in den Alltag zu integrieren. Zwischen den Jahren 2020 und 2022 musste dann alles sehr schnell gehen. Vieles wurde improvisiert. Nun halten Provisorien zwar bekanntlich am längsten. Dennoch sind heute viele Fragen weiterhin offen und in der Diskussion.
Wo stehen wir?
Mittlerweile reden wir nicht mehr über die Pandemie, sondern über New Work. Digitalisierung, Wellbeing, Gen Z und hybride Arbeitsformen fordern ein neues Denken auf Strukturebene. Um in die Zukunft zu blicken, müssen wir jedoch die Gegenwart kennen. Diese gestaltet sich in den meisten Unternehmen wie folgt:
- Remote Work ist geblieben: Beginnend bei der Firmenkultur und gefolgt von einer angepassten Führungs- und Vertrauenskultur muss eine nachhaltige Basis für Remote Work erarbeitet und implementiert werden, sollte das in den letzten Jahren nicht passiert sein.
- Der digitale Arbeitsplatz: Eine weitere Basis für produktives Arbeiten in Remote Work ist der digitale Arbeitsplatz. Systeme und Applikationen müssen performant und sicher von überall aus bedient werden können. Ein Beispiel für einen rasanten Wandel im Einsatz moderner digitaler Technologien ist im Bereich der Meetings zu erkennen. Die meisten finden mittlerweile mit mindestens einem virtuell Teilnehmenden statt. Die technologische Basis hierfür muss weiter aufgebaut werden.
- Das Büro der Zukunft: Auch wenn derzeit viel von Einsparungen im Bereich des Asset Managements gesprochen wird, so hat das Büro dennoch eine Zukunft. Jedoch wird der Sinn ein anderer sein als zuvor. Kommen wir aus der Welt, in der klassische Basis-Arbeitsplätze und Besprechungsräume das Büro dominierten, so werden in Zukunft das Erleben der Firmenkultur, physische und kreative Zusammenarbeit und auch Networking dessen Hauptfunktionen darstellen. Bei so wichtigen Aufgaben des Büros der Zukunft verwundert es nicht, dass führende Beratungsgesellschaften an die Zukunft und Sinnhaftigkeit des physischen Büros glauben. Unternehmen müssen die passenden Räume bieten und somit ihren Mitarbeitenden einen Grund geben, das Homeoffice zu verlassen. Diese neuen Räume sollten bestenfalls auf den Faktor Wellbeing einzahlen und gleichzeitig so optimal und produktiv wie möglich genutzt werden können. Wichtig dafür sind auch technische Voraussetzungen wie beispielsweise Buchungs- und Managementsysteme für Flächen und Arbeitsplätze, die durch den Arbeitgeber zu implementieren sind.
Wie können wir in die Zukunft blicken?
Doch nach der Bestandsaufnahme wird auch klar: Die größte Herausforderung ist die Unsicherheit darüber, wie in den kommenden Jahren tatsächlich gearbeitet wird. Wir befinden uns inmitten einer der größten Transformationsphasen in der Geschichte der Arbeitswelt. Und den Ist-Zustand zu kennen, ist kein Garant für richtige Weichenstellung, es erhöht lediglich die Chancen. Unsicherheiten gibt es daher vor allem im Bereich Aufbau und Pflege von Beziehungen, neuen Führungsstilen und -persönlichkeiten sowie der Gestaltung, Organisation und Nutzung von Flächen. Im Team New Work bei BACHMANN empfehlen wir daher meist, Veränderung zu schaffen schaffen, ohne einzuengen.
Das bedeutet:
- lieber in kleinen Schritten auf die neuen Herausforderungen reagieren
- die Menschen behutsam mitnehmen und Schritt für Schritt begleiten
- eine Vielzahl von Mitarbeitenden arbeitet heute schon eigenständig, dazu ist Vertrauen notwendig und sind neue Arten der Personalführung unabdingbar
- technische Innovationen gerne auch nach Trial- und Error-Methode testen, Pilotphasen nutzen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen
Und der vielleicht wichtigste Rat: Immer offen für Veränderungen sein und bereit sein, auf sie zu reagieren, dann kommt man gestärkt aus der Transformation! ■
