Advertorial Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Energiewirtschaft“
Von „Nice-to-have“-Lösung zu strategischem Muss
Batteriespeicher spielen eine zentrale Rolle bei der Transformation der Energieversorgung. Sie ermöglichen eine Optimierung des Eigenverbrauchs, reduzieren Lastspitzen, verbessern die Versorgungssicherheit und können zusätzlich Einnahmen durch die Teilnahme an Regelenergiemärkten generieren. In Kombination mit PV-Anlagen agieren sie als integraler Bestandteil intelligenter Energie-Ökosysteme, die Kosten senken und die Abhängigkeit von externen Energieversorgern reduzieren. Fallende Preise, fortschrittliche Steuerungstechnologien und die steigende Bedeutung von Flexibilisierungsoptionen begünstigen eine dynamische Marktentwicklung. Insbesondere im Bereich der Gewerbe- und Industriespeicher (G&I-Speicher) werden bis 2030 hohe Kapazitätssteigerungen erwartet, wobei Deutschland eine führende Rolle in Europa einnimmt. G&I-Speicher wachsen aus ihrer Nische und werden zu einem strategischen Asset.
Einen wichtigen regulatorischen Impuls hierfür stellen die mit der EnWG-Novelle 2025 beschlossenen Neuerungen dar. Der „neue“ § 118 Abs. 6 EnWG erweitert die anteilige Netzentgeltbefreiung für Stromspeicher um das bidirektionale Laden, was eine gemischte Nutzung für Zwischenspeicherung und Arbitrage ermöglicht. Die Befreiung gilt für Anlagen, die bis zum 4. August 2029 in Betrieb genommen werden, für einen Zeitraum von 20 Jahren. Für die Zwischenspeicherung im Mischspeicher fällt zudem keine Stromsteuer mehr an.
Mehr als Kapazität: Die Anforderungen an industrielle Batteriesysteme
Bei Huawei setzen wir auf speziell für kommerzielle Anwendungen wie Lastspitzenkappung, Eigenverbrauchsoptimierung und Microgrids ausgelegte Lösungen wie den LUNA2000-215-2S10. In verschiedenen Kapazitätsstufen bietet der Speicher gleiche Lade- und Entladeleistung bei einfacher Anbindung an externe Steuerungsanbieter über Standardprotokolle wie Modbus TCP. Das System nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen, Hybridkühlung und ist für den Dauerbetrieb in anspruchsvollen Gewerbe- und Industrieumgebungen ausgelegt.
Eine Besonderheit ist die umfassende Sicherheitsarchitektur: Mit seiner Smart-String- und Grid-Forming-ESS-Plattform hat das Energiespeichersystem als erstes weltweit das höchste Sicherheitszertifikat „Prime“ von TÜV Rheinland erhalten. Diese Zertifizierung bewertet den Schutz gegen thermisches Durchgehen auf Batteriepack-Ebene selbst unter extremen Störszenarien. Neben elektrischer Sicherheit müssen Batteriespeicher sehr strenge Anforderungen an Brandschutz, thermische Stabilität, elektrische Isolation und elektromagnetische Verträglichkeit erfüllen. Unabhängige Prüfstellen wie TÜV Rheinland und VDE führen hierfür umfangreiche Tests durch und bestätigen die Einhaltung internationaler Normen und Standards – diese Prüfungen steigern nicht nur das Vertrauen der Betreiber, sondern sind oft auch Voraussetzung für Versicherungen und Bau- bzw. Betriebsgenehmigungen.
Ein zunehmend wichtiges Thema ist zudem die Cybersicherheit. Batteriespeichersysteme sind integraler Bestandteil intelligenter Energieinfrastrukturen, die über Kommunikationsschnittstellen mit Netzmanagement- und IoT-Systemen verbunden sind. Daher müssen sie effektiv gegen digitale Angriffe geschützt werden – durch robuste Authentifizierungsmechanismen, verschlüsselte Kommunikation und regelmäßige Sicherheitsupdates. Solche Maßnahmen minimieren das Risiko von Manipulationen, Netzausfällen oder unerlaubtem Zugriff auf Steuerungssysteme und sind besonders für kritische gewerbliche Anwendungen unerlässlich.
Zwischen Boom und Bürokratie: Wo der Markthochlauf ausgebremst wird
Trotz der regulatorischen und technologischen Fortschritte gibt es in Deutschland nach wie vor Herausforderungen, die den Einsatz von Batteriespeichern bremsen. Sachverständige fordern eine stärkere Einordnung von Speichern als eigenständige Säule des Energiesystems und die dauerhafte Beseitigung belastender Entgelte, Baukostenzuschüsse und weiterer Abgaben, die Investitionen verteuern und die Wirtschaftlichkeit mindern.
Es gilt, die Netzentgelte stärker an die Bedürfnisse der Energiewende anzupassen und weitere Flexibilitätsanreize zu prüfen. Die Einführung einheitlicher und digitalisierter Verfahren für den Bau und Anschluss von Speicheranlagen sollte beschleunigt und die Entwicklung von Sicherheits- und Interoperabilitätsstandards, insbesondere im Bereich Cybersicherheit, befördert werden.
Die Bundesnetzagentur arbeitet aktuell u.a. an der Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten sowie an der grundsätzlichen Neugestaltung der Netzentgelte, sodass für 2026 weitere regulatorische Klarheit erwartet werden kann.
Foto: © Wolf Lux Photography (Portrait)
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