Erstens: Sinkende Zinsen sorgen für allgemeine Entspannung
Der stufenweise Zins- und Renditeschock aus 2022 ist Vergangenheit, ein neues Niveau ist erreicht und es ist absehbar, dass – etwa ab Mitte 2024 – die Zinsen wieder sinken aufgrund zurückgehender Inflation. Die Kalkulation neuer Projekte wird dadurch leichter. Ob bereits die Hoffnung darauf einen Schub bringt oder erst die Tatsachen, das wird sich bereits ab Frühjahr zeigen.
Zweites: Auflösung von Pufferlagern
Die Lager sind noch gut gefüllt, die Firmen müssen resilient sein. Können sich die Unternehmen diese Lager weiterhin leisten, oder bauen sie die ab wegen der neu justierten Lieferketten? Flächenumsätze bei Nachvermietungen im frei werdenden Bestand können daher Dynamik in den Vermietungsmarkt bringen.
Die Hoffnung, dass viele Firmen neue Produktion in Deutschland aufbauen, hat sich nicht erfüllt. Durch nachhaltige Energiepreissteigerungen und die bekannten wirtschaftlichen Rahmenbedingen investieren Firmen verstärkt im Ausland – beispielsweise in den USA winken in der Breite Subventionen.
Drittens: Auswirkungen einer möglichen Rezession auf die Nachfrage
Diese Herausforderung aus dem Vorjahr bleibt, die Antwort ist weiter offen, da eine Rezession auch 2024 nicht vom Tisch ist.
Viertens: Die Mieten steigen weiter
Mietsteigerungen werden uns weiterhin begleiten und treffen sowohl Angebot als auch Nachfrage. Die Entwickler brauchen die steigenden Mieten, um profitabel zu wirtschaften angesichts höherer Baukosten und Renditen. Bestandshalter fordern steigende Mieten, um die Kapitalwerte zu erhalten angesichts der gestiegenen Renditen. Und die Nutzer müssen, wenn sie Flächen brauchen, angesichts knapper Angebote in den sauren Apfel beißen.
Fünftens: Lagetrends – passen Angebot und Nachfrage zusammen?
Es gibt durchaus in vielen Regionen Flächenangebote, aber sind es in der Vermarktungsphase die nachgefragten Standorte mit angemessenen Mieten? Suchen Nutzer dort? Und sind sie bereit, die kalkulierten Mieten zu zahlen? Hoffen sie gar auf sinkende Mieten? Erfüllt sich diese Hoffnung?
Einige dieser und viele weitere Themen werden auf der Euroforum-Konferenz „Die Logistik-Immobilie“ am 6. und 7. Februar in Düsseldorf diskutiert. Die Jahrestagung bietet eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit zahlreichen Experten die aktuellen Themen von heute und morgen zu diskutieren.